18. November 2018 / 12:13 Uhr

FF-Teammanager Enrico Caterba: Mit jungem Wind zu Tabellenplatz 9

FF-Teammanager Enrico Caterba: Mit jungem Wind zu Tabellenplatz 9

Linda Kollmann
Teammanager Enrico Caterba vom SV Falkensee-Finkenkrug.
Teammanager Enrico Caterba vom SV Falkensee-Finkenkrug. © Privat
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Brandenburgliga: SV Falkensee-Finkenkrug ist mit nur einem Punkt aus den ersten acht Saisonspielen denkbar schlecht in die Saison gestartet und konnte sich erst zuletzt durch zwei Siege gegen direkte Konkurrenten ein Stück weit rehabilitieren.

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Die Hinrunde der Brandenburgliga ist auf der Zielgeraden. Die Zeit ist also gekommen, um mit dem SV Falkensee-Finkenkrug ein erstes Fazit zu ziehen. Im Interview mit dem MAZ-SPORTBUZZER spricht der Teammanager Enrico Caterba über den bisherigen Saisonverlauf, Trainer André Bittner sowie mögliche Neuverpflichtungen und Zielkorrekturen.

Nach einem katastophalen Saisonstart mit nur einem Punkt aus acht Spielen konnten gegen die direkten Konkurrenten Eisenhüttenstadt und Lübben zwei Siege eingefahren werden. Hat die Mannschaft die richtigen Schlüsse gezogen?

Enrico Caterba: Ich denke, dass es eher an der Umsetzung als an den Schlüssen lag. Wir haben es dann geschafft, unsere Leistungen aus dem Training auch auf dem Spielfeld zu zeigen. Wir waren aber auch in den acht Spielen zuvor – bis auf ein oder zwei Ausnahmen – nicht wesentlich schlechter. Man braucht das gewisse Glück, welches wir beispielsweise in Neuruppin nicht hatten, als in der 92. Minute der Ball vom Innenpfosten an den Rücken unseres Torwarts prallt und so das 1:2 fällt. Neuruppin ist kein direkter Konkurrent, weshalb es wichtig war, gegen die unmittelbare Tabellennachbarschaft die Punkte zu holen. Aber beispielsweise musste sich auch Oranienburg den Sieg bei uns hart erkämpfen, obwohl sie das Spiel gestaltet haben. Wir haben nunmal nicht die Möglichkeiten.

Haben Sie über Veränderungen im Trainerstab um André Bittner nachgedacht?

Nicht mal annähernd. Ich sehe dort gar keinen Handlungsbedarf und habe keinen Gedanken daran verschwendet. Andere Mannschaften hätten nach acht sieglosen Spielen wahrscheinlich schon ihren Trainer entlassen. Wir haben eine gute Stimmung. Der Trainerstab hat das vollste Vertrauen.

Von Thomas Grunenberg bis Jörg Heinrich: Die Trainer des SV Falkensee-Finkenkrug seit 2004

Nach insgesamt drei Oberliga-Spielzeiten tritt der SV Falkensee-Finkenkrug aktuell in der Brandenburgliga an. Wir haben die Trainer seit 2004 für euch zusammengestellt. Zur Galerie
Nach insgesamt drei Oberliga-Spielzeiten tritt der SV Falkensee-Finkenkrug aktuell in der Brandenburgliga an. Wir haben die Trainer seit 2004 für euch zusammengestellt. © Jan Kuppert/Oliver Schwandt/Axel Eifert/Tanja M. Marotzke/Robert Roeske/Frank Neßler
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Pech in allen Spielen wird doch vermutlich nicht der alleinige Grund sein. Gab es auch personelle und taktische Unzulänglichkeiten, die dafür sorgten, dass die Mannschaft so schlecht gestartet ist?

Wenn man sich die Aufstellung in den ersten Partien anschaut, sieht man auch, dass wir keine Kontinuität haben. Wir mussten immer wieder mit dem ein oder anderen Ergänzungsspieler auffüllen und konnten nie mit der geplanten Startelf auflaufen. In den beiden Spielen, die wir siegreich gestalten konnten, war es enorm wichtig, dass Patrick Lenz vorne als Stürmer mit an Bord war. Er hat dann auch fünf Treffer erzielt. Ein Tom Buschke oder Michael Holz reißen ebenfalls eine Lücke, wenn sie nicht dabei sind. Wir sind momentan in der Breite des Kaders nicht in der Lage, diese Lücken aufzufüllen. Mein Tenor war am Anfang der Saison, dass wir im Amateurfußball unterwegs sind und wir uns keinen Kader mit 30 Spielern zusammenstellen können, die annähernd die gleiche Qualität haben. So mussten wir immer improvisieren. Ich muss jedoch zugeben, dass die Abgänge unmittelbar vor der Saison von den Brüdern Begzadic in der Planung ein Genickbrecher waren. Die aufnehmenden Vereine haben die beiden mit Amateurverträgen ausgestattet. Da habe ich als abgebender Verein keine Handhabe – kann es aber auch nicht anders machen. Gegen den OFC hatten wir beispielsweise einen Altersdurchschnitt von knapp 21 oder 22 Jahren. Dort müssen wir auf Dauer hinkommen. Wir sind einer der Vereine im Land Brandenburg mit einer sehr guten Nachwuchsarbeit und sehen die Früchte im Potsdamer Bereich gerade beim RSV Eintracht, wo man sieht, was mit einer ersten Männermannschaft mit vereinseigenen Spielern möglich ist.

Wird trotzdem im Winter personell nachgerüstet?

Grundsätzlich ist man nie abgeneigt davon, sich mit potentiellen Kandidaten zu unterhalten. Es gibt aber auf keiner Position grundsätzlich Handlungsbedarf, auch wenn wir uns natürlich gerne offensiv verstärken wollen. Wenn das Gesamtpaket stimmt, sind wir die Letzten, die sich dagegen sträuben. Der Spieler muss sich wohlfühlen und in das Team und die allgemeine Situation passen. Gerade in unserer aktuellen Tabellensituation müssen wir natürlich die Augen und Ohren offen halten. Nichts desto trotz haben wir eine starke A-Jugend. Dort haben wir definitiv zur Winterpause Potenzial, was zusätzliche Spieler aus dem eigenen Nachwuchs betrifft. Wir sind deshalb nicht grundsätzlich dazu gezwungen, externes Personal zu verpflichten.

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Welchen Eindruck hinterließen die Neuzugänge?

Grundsätzlich einen relativ Positiven. Unser Tenor war nicht, alle unsere Jugendspieler zurückzuholen. Die Jungs kannten sich alle untereinander und so hat es sich ergeben, dass daraus drei oder vier Neuverpflichtungen resultierten, die ursprünglich mal in unserem Bereich gespielt haben. Elias Eckert beispielsweise ist 19 Jahre alt, wurde in Falkensee ausgebildet und wohnt noch immer hier. In neun Spielen war er mit dabei und hat diese jeweils über 90 Minuten bestritten. Ähnliches gilt für Pascal Stahl im Tor, Manuel Drescher oder Danny Kotfitzki, die alle in der letzten Saison im Jugendbereich herausgestochen sind. Wir müssen versuchen, unseren Nachwuchs zunehmend für ihre Arbeit zu belohnen. Manchmal klappt das gut, manchmal aber dauert es etwas länger.

Vor der Saison wurde ein einstelliger Tabellenplatz als Ziel ausgelobt. Muss man dieses Ziel nun anpassen?

Nein, das Ziel muss nicht angepasst werden. Wir sind nicht schlechter als fünf, sechs oder sieben andere Mannschaften in der Liga. Ein einstelliger Tabellenplatz ist jederzeit möglich und eventuell sogar nötig, um die Klasse zu halten. Im schlimmsten Fall könnte es fünf Absteiger geben, also Platz 12 bis 16. Wir sehen, wie eng es ist. Mit einem Dreier im nächsten Spiel schaut die Situation wieder anders aus. Dann schauen wir weiter.

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