11. Oktober 2018 / 04:25 Uhr

Finanzielle Schieflage beim TSV Schilksee?

Finanzielle Schieflage beim TSV Schilksee?

Jan-Philipp Wottge
Spricht von „positiven Signalen aus dem Umfeld“: Schilksees Sportlicher Leiter Lars Dubau.
Spricht von „positiven Signalen aus dem Umfeld“: Schilksees Sportlicher Leiter Lars Dubau. © Uwe Paesler
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Droht dem Fußball-Oberligisten TSV Schilksee erneut eine finanzielle Schieflage? Für die Autohaus Hinz GmbH ist beim Amtsgericht Neumünster ein Insolvenzverfahren eröffnet worden. Der Geschäftsführer dieser GmbH ist der Fußballobmann und Sponsor der Ligamannschaft des TSV Schilksee, Marco Hinz.

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Wir planen bereits für die Zukunft unabhängig von einzelnen Sponsoren. Das hat nur unmittelbar etwas mit dem Insolvenzverfahren bei Marco Hinz zu tun. Der Fußball in Schilksee soll breiter aufgestellt werden. Dafür arbeiten wir aktiv an der Vergrößerung des lokalen Sponsorenpools. Es gibt positive Signale aus dem Umfeld“, nimmt Schilksees Sportlicher Leiter Lars Dubau allen Unkenrufern Wind aus den Segeln. Trotzdem macht sich das Insolvenzverfahren bei den Fördekickern bemerkbar. Die Spieler, die vom Autohaus Hinz ein Auto zur Verfügung gestellt bekamen, mussten dieses auf Geheiß des Insolvenzverwalters zurückgeben. Zudem verlor ein bei Hinz angestellter Akteur (Name d. Red. bekannt) seinen Job. Ungeachtet dessen stehen noch bei einigen Spielern monatliche Zuwendungen aus. Indes hat der Großteil der Schilkseer Spieler bisher pünktlich seine Zusagen erfüllt bekommen.

Bis zur Winterpause dürfte Ruhe herrschen, dann könnte es Veränderungen im Kader geben. „Trotzdem ist die Stimmung in der Mannschaft gut. Das zeigt, dass wir nicht alles falsch machen“, sagt Dubau mit viel Optimismus. Gemeinsam mit Trainer Daniel Sahre und Kapitän Sascha Iwers bildet er eine Task force, die an der Schilkseer Zukunft feilt. Knapp zwei Jahre ist es her, da musste die Liga gGmbh des TSV Schilksee nach dem Abtauchen von Mäzen Bodo Schild Insolvenz anmelden. Der Gesamtverein stand am Abgrund. Doch die Gefahr besteht heute nicht. „Die Verbandsabgaben für die laufende Saison sind geleistet“, beruhigt Dubau. Coach Daniel Sahre gewinnt der Situation sogar Positives ab: „Wir sind ja nicht die einzigen, wo es knirscht. Es ist auch eine Chance. Vielleicht reguliert sich der Markt in und um Kiel ja von selbst. Der Fußball steht wieder mehr im Vordergrund und nicht das Geld.“ Am Sonnabend geht es für die Sahre-Elf wieder ums Sportliche, denn im Kampf um den Klassenerhalt in der Oberliga ist der SV Eichede zu Gast.

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