05. Februar 2019 / 13:00 Uhr

Fitness-Spaß bei 96: Doll lässt kühlen Nordwind blasen - extra Sprints für Schwegler und Co.

Fitness-Spaß bei 96: Doll lässt kühlen Nordwind blasen - extra Sprints für Schwegler und Co.

Dirk Tietenberg
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Sorgen haben sie genug, da dürfen sie auch mal lachen: Zum Glück sieht das 96-Trainer Thomas Doll genauso, wie er im Training beweist.
Sorgen haben sie genug, da dürfen sie auch mal lachen: Zum Glück sieht das 96-Trainer Thomas Doll genauso, wie er im Training beweist. © Florian Petrow
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Jetzt geht's doch nicht in das Hotel Klosterpforte. Dafür herrschte auf der Mehrkampfanlage am Montag nun kühler Nordwind, wie ihn Hannover 96-Trainer Thomas Doll ankündigte. Das Lachen verging den Profis dabei nicht, denn trotz anspruchsvoller Fitnessaufgaben war Doll stets für ein Späßchen aufgelegt. 

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„Ist es länger geworden?“, fragte Co-Trainer Ralf Zumdick um 17.04 Uhr und lächelte. In der Frage steckte schon die Antwort. Mehr als zwei Stunden hatten Zumdick und sein Cheftrainer Thomas Doll gestern auf dem Platz verbracht – inklusive der 20 Minuten langen Aufbauarbeit für den Hütchenwald.

Nach dem 0:3 gegen Leipzig: So habt Ihr die 96-Profis bewertet:

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Michael Esser: 2,1 ©
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Elf Mann müssen zusätzlich sprinten

Nicht alle machten eine gleich lange Schicht. Die Hälfte der Mannschaft durfte nach anderthalb Stunden in die Kabine. Nicolai Müller, Pirmin Schwegler, Kevin Wimmer, Felipe, Oliver Sorg, Benjamin Hadzic, Takuma Asano, Edgar Prib, Josip Elez, Marvin Bakalorz und Jo­na­thas mussten 20 Minuten lang sprinten. Sie wussten, woher der Wind nun weht. Als sie in die Kabine gingen, wurde es frisch und dunkel.

Doll hielt, was er nach dem 0:3 gegen Leipzig versprach: „Ab Montagnachmittag muss ein kühler Nordwind rein in die Trainingseinheit.“ Er habe schließlich gesehen, „dass am Fitnessstand gearbeitet werden muss“. Fitnesstrainer Timo Rosenberg organisierte die Sprints. Dafür bekam er ein dickes Lob von Doll.

Kühler Nordwind und warme Wortbrise

Auch die zwei weiteren Athletiktrainer Tobias Stock und Dennis Fischer standen auf dem Platz. Der 96-Cheftrainer war jedenfalls in Form. Er machte lockere Sprüche, lachte viel mit den Spielern nach der Begrüßung von Japan-Nationalspieler Genki Haraguchi. Doll startete mit einer warmen Wortbrise in die Woche der Wahrheit. Bis zum Sonnabend muss er die Köpfe freipusten und der Mannschaft Rückenwind geben fürs vorentscheidende Duell des Letzten aus Hannover gegen die Vorletzten aus Nürnberg. Verliert 96, wäre die Hoffnung auf die Rettung vom Winde verweht.

Aktuelles zu Hannover 96

Haraguchi tut sich hervor

Der frische Nordwind begann mit nordischem Handball zum Aufwärmen. Anschließend ließ Doll mit Köpfchen auf zwei Tore trainieren. „Einige brauchen vielleicht einen Helm“, scherzte Co-Trainer Zumdick. Kopfballduelle waren zuletzt auch keine 96-Stärke, auch das eine Erkenntnis nach der Standardniederlage gegen Leipzig.

Im Trainingsspiel zehn gegen zehn (auf drei Tore) flatterten endlich auch die Bälle ins Tor. Jonathas, Takuma Asano, Oliver Sorg und Iver Fossum holten sich dabei Selbstvertrauen. Haraguchi fiel mit einem Treffer und seinem Elan positiv auf. Frischen Wind aus dem fernöstlichen Japan kann 96 ebenfalls gut gebrauchen. Heute und morgen (10.30, 15.30 Uhr, MKA) gibt es doppelt Gelegenheit zum Zuschauen.

Die Bilder vom Vormittagstraining von Hannover 96 (5. Februar):


Horst Heldt und Thomas Doll tauschen sich aus.  Zur Galerie
Horst Heldt und Thomas Doll tauschen sich aus.  ©

Die 96-Mängel-Liste von Thomas Doll

<b>Fehlende Fitness:</b> „Bei dem einen oder anderen war es, als wenn er an einem Gummiband gelaufen ist. Da muss am Fitnesslevel gearbeitet werden.“ Doll kündigte an, sich mit den Fitnesstrainern zusammensetzen zu wollen. „Da muss mehr Po­wer rein, da muss Alarm her, da muss Zug rein. Ab Montag muss kühler Nordwind rein in die Trainingseinheiten.“ Doll wollte André Breitenreiter keine Vorwürfe machen. Doch wer sonst, wenn nicht der Ex-Trainer und dessen Athletik-Coach, sollte verantwortlich sein – falls Dolls Einschätzung stimmen sollte. Breitenreiter hatte vor Saisonbeginn Dennis Fischer aus Havelse zu 96 geholt. Auch könnte sich die fehlende, weil von Breitenreiter gestrichene Trainingspause zwischen den Jahren negativ ausgewirkt haben. Zur Galerie
Fehlende Fitness: „Bei dem einen oder anderen war es, als wenn er an einem Gummiband gelaufen ist. Da muss am Fitnesslevel gearbeitet werden.“ Doll kündigte an, sich mit den Fitnesstrainern zusammensetzen zu wollen. „Da muss mehr Po­wer rein, da muss Alarm her, da muss Zug rein. Ab Montag muss kühler Nordwind rein in die Trainingseinheiten.“ Doll wollte André Breitenreiter keine Vorwürfe machen. Doch wer sonst, wenn nicht der Ex-Trainer und dessen Athletik-Coach, sollte verantwortlich sein – falls Dolls Einschätzung stimmen sollte. Breitenreiter hatte vor Saisonbeginn Dennis Fischer aus Havelse zu 96 geholt. Auch könnte sich die fehlende, weil von Breitenreiter gestrichene Trainingspause zwischen den Jahren negativ ausgewirkt haben. ©
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