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"Mein Vater ist der größte Kritiker": Florian Hübner im großen Interview

96-Innenverteidiger Florian Hübner in Teil II des großen Interviews über seine Fußball-Familie.

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Ihr Vater ist Manager bei Eintracht Frankfurt, Ihr Bruder Benjamin spielt in Hoffenheim. Was sagt die Familie zu Ihrem Aufschwung?

Sie haben mich auch erlebt und aufgefangen, als es mir nicht so gut ging in der Hinrunde. Sie haben mir gesagt, arbeite weiter, deine Chance wird kommen. Sie haben mich aufgebaut.

Wie intensiv ist der Kontakt zu Vater und Bruder?

Die Verbindung ist sehr eng. Wir tauschen uns ständig aus, telefonieren vor und nach den Spielen. Dann sagen mir mein Bruder oder Vater, was gut war, aber schon auch, was man noch besser machen könnte. Wir finden auch immer mal freie Tage wie zuletzt über Ostern, an denen wir uns zusammensetzen können und ich in Ruhe mit der Familie über Fußball reden kann.

Zur Entspannung endlich mal den Kopf frei kriegen und abschalten ...

In meiner Familie ist es sehr schwer, nicht über Fußball zu reden (lacht). Wenn du über etwas anderes reden willst, dauert es keine fünf Sekunden, dann fängt wieder einer mit einem neuen Fußballthema an.

Per Mertesacker hat immer behauptet, sein Vater Stefan sei sein schärfster Kritiker. Ist das bei Ihrem Papa Bruno auch so?

Mein Vater ist schon mein größter Kritiker. Er wünscht mir jeden Erfolg und will nur das Beste für mich, aber er sieht genau deswegen vieles ein bisschen kritischer. Er kann es aber auch richtig einordnen und sagen, wenn ich ein gutes Spiel gemacht habe.

Alle drei Hübners in der ersten Liga, da wäre doch auch der Vater zufrieden?

Das ist unser Ziel, das wäre super.

Gab es mal Versuche von Ihrem Vater, Sie zu seinem Verein zu holen?

Als ich noch in Sandhausen gespielt habe, hat er mal überlegt, mich zu holen. Aber unter uns Brüdern haben wir ausgemacht, dass wir nie unter unserem Vater spielen werden. Da sind zu viele Dinge, die gegen einen verwendet werden können. Dann sitzt du in der Kabine und die Mitspieler denken vielleicht, ich sitze da nur wegen meines Vaters. Oder sie reden nicht frei und offen, weil sie vielleicht denken, ich stecke das meinem Vater. Darauf habe ich keine Lust. Jeder geht seinen eigenen Weg. Benny ist in Hoffenheim erfolgreich, bei uns hier in Hannover läuft es auch. Dass wir drei uns in der Bundesliga treffen, schaffen wir auch so.

In Teil I des Interviews spricht der 96-Verteidiger über die Derby-Folgen und den Aufstieg. Mehr dazu hier.

Region/Hannover Hannover 96 (Herren) Fussball 2. Bundesliga

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