Daniel Frahn in Siegerpose Daniel Frahn in Siegerpose © dpa
Daniel Frahn in Siegerpose

Frahn, Schinke, Frahn

Ex-Bulle nimmt mit dem CFC 2:1 die Lok auf die Hörner und gewinnt den Sachsen-Pokal.

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Leipzig. „Schön hier zu treffen, nicht mehr und nicht weniger“, zog Daniel Frahn nach der Partie gegen Lok sein persönliches Sachsenpokal-Fazit. „Leipziger Luft tut gut“, hängte er schelmisch dran, bevor er in der Umkleide hinterm Bruno-Plache-Stadion verschwand. Dort flog bereits die Kuh und der Korken von der Pulle. Spürbar, wie erleichtert die Spieler des Chemnitzer FC nach ihren 2:1-Erfolg (1:1) gegen den Regionalligisten Lok Leipzig waren. „Ein paar Steine sind von uns gefallen. Wenn wir das verkackt hätten, hätten wir uns nirgendwo mehr blicken lassen können“, hatte Frahn das vor der großen Sause beschrieben.

Der Matchwinner. Das bestätigte auch sein ehemaliger Mannschaftskamerad bei RB Leipzig, Paul Schinke. „Er hat seine individuelle Klasse zweimal aufblitzen lassen.“ Seit zwei Jahren trägt der Delitzscher mittlerweile das Trikot der Blau-Gelben (wird es auch die kommenden zwei) und brachte Lok zurück ins Geschäft. In der 33. Minute staubte der 26-Jährige ab. Felix Brügmann hatte sich an Alexander Bittroff herangeschlichen und den Ball stibitzt. Mit der Kugel zog der 24-Jährige in den Strafraum, passte auf Christian Hanne, der die Pille auf Schinke weiterschob. Lok war wieder da. Was auch zwei Drittel der 6800 Fans (ausverkauft) im Bruno freute.

„Als sie den Ausgleich gemacht haben, hätten sie uns knacken können“, gestand Frahn. Die Parade-Sturmramme zog in der 20. Minute unwiderstehlich auf und davon. Björn Jopek hatte den Ball durchgesteckt. Frahn zog in den 16er und ließ einen Lok-Verteidiger nach dem anderen aussteigen und ließ selbst Benjamin Kirsten keine Chance. Obwohl Benny zwei Minuten zuvor den CFC-Mann noch zur Weisglut trieb. Mit einer unglaublichen Parade – krakengleich – bewahrte er sein Team vor dem frühen Rückstand.

Kirsten auf dem aufsteigenden Ast und auch in der nächsten Saison am Start. Sponsoren, die er selbst angesprochen hat, finanzieren das. Dafür muss Trainer Heiko Scholz Brügmann ziehen lassen. Der Reinbeker geht wohl zu Viktoria Berlin. Das hatte er seinem Coach nach dem Pokalfinale mitgeteilt. Auch Nachwuchsmann Jonas Arnold geht.

„Mit dem 2:1 haben sie uns ein bissl geköpft“, versuchte Brügmann nach der Partie die Niederlage in Worte zu kleiden. Und meint, damit war bei der Lok der Dampf raus. In der 74. Minute ließ der Druck auf dem Kessel nach. Frahn den Lok-Entlüfter betätigt. Florian Hansch, der zehn Minuten zuvor beim CFC für Anton Fink aufs Feld kam, tänzelte Linksaußen alles aus, zog nach Innen, scheiterte an Kirsten und überließ ihm dann zur Vollendung den Ball.

Lok-Trainer Scholz lobte nach der Partie Gegner, Mannschaft und die Fans. „Das 2:1 für Chemnitz war verdient, weil sie ein Tor besser waren.“ Balsam für die Seele war der Sieg für Sven Köhler, der mit einem Lächeln wie ein junger Flo Richtung Kabine sprintete. „Es fühlt sich gut an“, sagte er.

zum Männertag hatten auch die Jungs von Lok Grund zur Freude. In Mannschaftsstärke ging es mit dem Kremser durch die Pampa. Feuchtfröhlich natürlich. Auf die Saison! Teil zwei folgt für die meisten dann auf Malle.

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