10. Juli 2018 / 16:34 Uhr

Frank Fahlbusch feilt an den Spielplänen für den Schaumburger Herrenfußball

Frank Fahlbusch feilt an den Spielplänen für den Schaumburger Herrenfußball

Uwe Kläfker
Konzentriertes Arbeiten: Der Niedernwöhrener Frank Fahlbusch erstellt in seiner Freizeit die Spielpläne für den Schaumburger Herrenfußball.
Konzentriertes Arbeiten: Der Niedernwöhrener Frank Fahlbusch erstellt in seiner Freizeit die Spielpläne für den Schaumburger Herrenfußball. © uk
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Niedernwöhrener macht aus Schlüsselzahlen eine komplette Fußball-Saison

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Wo bleiben bloß wieder die Spielpläne? Das fragen sich in der Sommerpause Trainer, Spieler und Fans der heimischen Fußball-Szene. Die Neugier auf die neue Saison ist groß, schließlich habe einige andere Kreise die Begegnungen schon veröffentlicht, der Kreis Verden war am schnellsten. Aber auch in Schaumburg wird fleißig gewerkelt. Der Sportbuzzer Schaumburg war auf Spurensuche.

Wenn die in Verden schon fertig sind, hat da jemand vielleicht nichts anderes zu tun.

Frank Fahlbusch

Draußen scheint die Sonne, aber Frank Fahlbusch sitzt im stillen Kämmerlein und klickt sich am Computer durch Zahlenkolonnen: Der Vorsitzende des Schaumburger Spielausschusses feilt an den Spielplänen für die neue Saison. Zumindest für die Herren und Senioren. Um die Jugend kümmert sich andernorts Tobias Runge. „Wenn die in Verden schon fertig sind, hat da jemand vielleicht nichts anderes zu tun“, mutmaßt Fahlbusch und deutet damit an: Gut Ding will  Weile haben. Heißt umgerechnet: „Drei Wochenenden wird es dauern.“

Der Rahmenspielplan steht, der Bezirk hat seine Daten geschickt, der ehrenamtlichen Tätigkeit des Spielplaners steht nichts mehr im Weg. Schlüsselzahlen  sind das Geheimnis bei der Planung der sechs Schaumburger Herrenstaffeln. Dazu kommen noch Altherren und Altsenioren. So wünschen sich die meisten Vereine gemeinsame Heimspieltage für die Herrenmannschaften. Nach dem Muster: um 13 Uhr die zweite und zwei Stunden später die erste Mannschaft. Bei einigen Vereinen kommt noch ein drittes Team dazu, das dann ab 10 Uhr im Plan untergebracht werden kann. „Das ist der Trick – die Schlüsselzahlen mit den anderen Mannschaften des Vereins zu verbinden“, sagt der Niedernwöhrener.

Natürlich könnte der 57-Jährige auch den bequemen Weg wählen, auf den Knopf, in diesem Fall ein Menüfeld, drücken und einen Spielplan per Zufall generieren lassen. „Aber dann würde nichts zusammenpassen“, weiß Fahlbusch. So versucht der Softwareentwickler, das Optimale für die Vereine zu erreichen. „Das klappt nicht immer. Wenn dann ein Verein mal Pech hat, versuche ich, das im nächsten Jahr zu verbessern“, erklärt er.

Die Zahlenkolonnen sind für Laien monoton, aber Fahlbusch, der mal Mathematik studiert hat, bleibt locker: „Ich hangele mich durch, es ist halt eine  Geduldsarbeit. Man muss früh genug aufhören, damit man keinen Mist baut“, flachst der Funktionär. Um sich die Arbeit zu erleichtern hat er ein eigenes Programm geschrieben. Wenn alles fertig ist, müssen noch die zahlreichen Sonderwünsche der Vereine ins System eingepflegt werden. Anschließend werden die Daten ins DFBnet, dem bundesweit alle Vereine angeschlossen sind, übertragen.

Bis zum 20. Juli muss ich fertig sein, das ist meine Deadline.

Frank Fahlbusch

Als Fahlbusch 1994 die ersten Spielpläne erstellte, war daran noch nicht zu denken. „Ich habe das bei Günther „Jimmy“ Stahlhut gelernt. Noch mit Block und Bleistift“, sagt Fahlbusch. Der legendäre Spielausschussvorsitzende war einer seiner Vorgänger, der auch schon mal zur rustikalen Ansprache griff: „Wenn auch das nicht passt, dann spielt doch in Honolulu.“ So weit ist es nie gekommen, auch, weil meist eine einvernehmliche Lösung gefunden wurde. Die digitale Erstellung des Spielplans bietet zahlreiche Vorteile – unter anderem eine enorme Zeitersparung. „Inzwischen funktioniert das sehr gut“, weiß Fahlbusch.

Es ist nicht immer leicht, den Überblick zu behalten, und mit der Erstellung des Plans ist es nicht getan. Vor allem die vergangene Serie war sehr schwierig. "Wir hatten pro Staffel im Schnitt 100 Spielausfälle zu bewältigen“, berichtet der Niedernwöhrener, der auf ein schnelles Ende seiner Planungen hofft. Bis zum  20. Juli muss ich fertig sein, das ist meine Deadline. Dann müssen wir noch die Ausschreibung aktualisieren“, sagt der Spielausschussvorsitzende und fügt hoffnungsvoll an: „Vielleicht schaffe ich es doch eine Woche früher.

Im Fußballkreis steigt derweil die Spannung. Sicher ist nur, dass der Spielbetrieb der Herren am ersten Wochenende im August startet.

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