07. März 2018 / 18:25 Uhr

Frank Paulus beerbt Nico Däbritz - Landesligist VfL Pirna-Copitz präsentiert neuen Trainer

Frank Paulus beerbt Nico Däbritz - Landesligist VfL Pirna-Copitz präsentiert neuen Trainer

Redaktion Sportbuzzer
Frank Paulus wollte im Sommer als Spieler aufhören, jetzt ist er Trainer im Tröger-Stadion.
Frank Paulus wollte im Sommer als Spieler aufhören, jetzt ist er Trainer im Tröger-Stadion. © Marko Förster
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Ex-Dynamo-Profi übernimmt das Ruder im Tröger-Stadion.

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Dresden. Nur wenige Tage nach dem überraschenden Rücktritt von Nico Däbritz hat Fußball-Landesligist VfL Pirna-Copitz einen neuen Trainer präsentiert. Und wieder ist es ein Ex-Dynamo, der das Ruder im Tröger-Stadion übernimmt: Frank Paulus, bisher Stand-by-Profi beim VfL, betreut die Mannschaft ab sofort gemeinsam mit dem bisherigen Co-Trainer Enrico Mühle. Der 39-Jährige, der in dieser Saison bislang sechs Kurzeinsätze bestritt, leitete bereits am Dienstag sein erstes Training und wird die Mannschaft am Sonnabend (15 Uhr) gegen den Großenhainer FV erstmals als Cheftrainer coachen.

Selbst auflaufen möchte er nicht mehr: „Ich habe mich sowieso nur noch als Backup für die jüngeren Spieler gesehen, im Sommer wäre ohnehin Schluss gewesen. Außerdem macht man sich angreifbar, wenn man seine Leistung mal nicht bringt. Zweitens hat man als Spieler nicht den Blick aufs Spiel wie von außen, ist selber mit sich beschäftigt, wenn es nicht läuft. Man sieht nicht alle Mannschaftsteile von seiner Position aus, sieht nicht, wie sich das Ganze verschiebt. Da ist es wichtig, dass man jetzt den Schritt nach draußen macht. Jetzt noch als Trainer selber zu spielen, halte ich für keine gute Idee.“

Weiterbildung geplant

Einen Trainerschein hat der Ex-Profi, den der Engländer Colin Bell 1999 vom 1. FC Köln II zu Dynamo holte, zwar noch nicht, doch Mühle besitzt die erforderliche Qualifikation für die Landesliga. Bei der Trainerausbildung müsste Paulus selbst auch nicht bei null anfangen. Immerhin bestritt der gebürtige Wetzlarer nach seiner Zeit bei Dynamo (bis 2003) mit Alemannia Aachen 38 Zweitliga-Spiele und kickte sogar fünfmal im Uefa-Cup mit. Profi war er auch noch zwei Jahre bei Holstein Kiel, ehe er nach Dresden zurückkehrte und bei Borea zu kicken begann. Wie man eine Mannschaft coacht, braucht er also nicht komplett neu lernen. Weiterbilden möchte er sich aber: „Ich muss mal beim Sächsischen Fußball-Verband oder beim DFB nachhaken, wo ich da einsteigen könnte“, sagt der Rechtsverteidiger.

Ganz neu ist das Traineramt für den IT-Kaufmann, der in Dresden wohnt und hier in der Außenstelle einer Leipziger Firma für Datenanalyse arbeitet, ohnehin nicht. Im VfL-Nachwuchs hat er erste Erfahrungen gesammelt: „Ich habe in der D1 angefangen, habe sie zwei Jahre betreut, bin dann mit dem Jahrgang in die C1 gewandert, habe dort den Sprung vom Klein- aufs Großfeld gemacht und bin dort jetzt ein Jahr tätig. Wir stehen auch ganz gut da, sind Tabellenführer, hätten am Ende der Saison die Möglichkeit aufzusteigen.“ Die Mannschaft werde er aber jetzt abgeben, um sich allein den Männern zu widmen, so Paulus.

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Mit dem VfL will er in den nächsten Spielen die Weichen in Richtung Klassenerhalt stellen, derzeit haben die Lila-Weißen als Zehnter sechs Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Der soll möglichst schon mit einem Sieg gegen Großenhain anwachsen. Dass die Mission erfolgreich endet, davon ist Vereinschef Stefan Bohne überzeugt: „Frank Paulus kennt nicht nur unsere Mannschaft und den VfL-Nachwuchs bestens, sondern wird auch im gesamten Klub sehr geschätzt. Er genießt unser volles Vertrauen, um das junge Team sicher zum Klassenerhalt zu führen.“

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