13. April 2018 / 08:49 Uhr

Franz Pawletta: Ein Oschatzer Junge beim Chemnitzer FC

Franz Pawletta: Ein Oschatzer Junge beim Chemnitzer FC

Dominik Ferl
Der gebürtige Oschatzer Franz Pawletta (am Ball) spielt mit der Chemnitzer U15 auch gegen RB Leipzig.
Der gebürtige Oschatzer Franz Pawletta (am Ball) spielt mit der Chemnitzer U15 auch gegen RB Leipzig. © (c) by Dominik Ferl
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Das U15-Talent über seinen Tagesablauf im Nachwuchszentrum des CFC

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„Wir wollten Franz unbedingt hier haben und ich bin froh, dass er in meiner Mannschaft ist“, sagt Daniel Wölfel, Trainer der U15 des Chemnitzer FC. Seit Beginn dieser Saison spielt Franz Josef Pawletta in seinem Team und macht ständig Fortschritte. Wölfel findet vor allem positive Worte zur Entwicklung des 14-jährigen Mittelstürmers, der beim FSV Oschatz das Fußball-ABC erlernte.

Vom Oschatzer Elternhaus ins Chemnitzer Internat​

Im Jahr 2016 trainierte Pawletta bereits in der Chemnitzer Mannschaft und konnte Testspiel-Erfahrungen sammeln. Seit dem vergangenen Sommer wohnt der gebürtige Oschatzer nun auch im Chemnitzer Internat – ein Schritt, den nicht viele in diesem Alter gehen.

Franz hat diesen weder bereut noch sei es schwierig für ihn gewesen, sich zurechtzufinden, kannte er die Mannschaft doch bereits durch die gemeinsamen Trainingseinheiten. Trotzdem meint er: „Am Anfang war es natürlich eine Umstellung, da musste man sich an alles gewöhnen, aber ich wurde super aufgenommen und unterstützt.“

Große Gegner für den Achtklässler aus Oschatz​

Fußballerisch läuft es gut für den Schüler der achten Klasse, der mit seinem Team in der Regionalliga Nordost, der höchsten Spielklasse der C-Junioren, antritt und dort mit dem Chemnitzer FC auf Rang drei steht. Gegner sind Mannschaften wie RB Leipzig, Hertha BSC Berlin oder Dynamo Dresden.

Für seine sportliche Entwicklung ist das Training der Grundstein, den Franz Tag für Tag legen muss. Den Ablauf beschreibt er wie folgt: „Meist haben wir bis 15 Uhr Unterricht, dann ist Zeit zum Training, das bis nach 18 Uhr geht. Um 19 Uhr können wir in der Mensa essen gehen und dann müssen abends noch Hausaufgaben gemacht werden.“ Im täglichen Profilsport-Unterricht hat er noch zusätzlich mit dem runden Leder zu tun.

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Eine Menge Fußball also. Franz lebt gern damit: „Aber es ist anstrengender und natürlich auch taktischer als früher.“ Für Trainer Wölfel ist Talent allerdings nicht das einzige, was in bei Entwicklung seiner Spieler zählt. „Die Jungs müssen die Grundtugenden wie Einsatzwille oder Ehrgeiz selbst mitbringen. Ohne die geht es nicht und man muss Woche für Woche an sein Leistungslimit gehen“, sagt der Coach. Fußballerisch habe Pawletta viel Potenzial. Wölfel: „Franz ist manchmal noch zu fahrlässig bei der Chancenverwertung und er schafft es nicht immer, seinen Körper optimal und gezielt einzusetzen, aber das wird schon besser.“ Pawletta weiß um seine Steigerungsmöglichkeiten. „Ich kann meine Größe mit meinem Tempo schon gut ausgleichen, technisch kann ich aber noch zulegen“, schätzt der 14-Jährige ein.

Der Wechsel zum CFC war eine einfache Entscheidung​

Franz möchte weiterhin an sich arbeiten, und zwar beim CFC. Doch wieso ist es überhaupt Chemnitz geworden, obwohl auch noch andere Vereine interessiert waren? Franz erklärt seine Entscheidung vor allem mit dem Gesamtpaket, das den Ausschlag gegeben habe: „Die Chemnitzer waren die ersten, die anfragten, ich wurde gleich gut aufgenommen. Chemnitz war mir sympathisch und ich war zufrieden.“ Neben Trainingseinheiten und Spielen bleibt Franz trotzdem noch Zeit füralte Freunde. An den Wochenenden ist Franz nach den Ligaspielen meist in Oschatz und kann seine Kumpels treffen.

Seine Eltern sind stolz auf den Sohn und beschreiben ihn als selbstständigeren und selbstbewussteren Jungen, seitdem er unter der Woche nicht mehr zu Hause wohnt. In gewisser Weise waren sie sogar überrascht, wie gut Franz den „terminlich straffen Tagesplan“ von Anfang an gemeistert habe. Klar ist, dass Franz auf familiäre Unterstützung zählen kann. Förderlich ist übrigens auch der Campus im Chemnitzer Nachwuchsleistungszentrum. Zwischen Schule, Internat, Mensa und Trainingsgelände liegen nur wenige hundert Meter. Alles ist in ein paar Minuten erreichbar. Doch für eine erfolgreiche Karriere und den Sprung in den Profi-Fußball ist es für Franz Pawletta noch ein langer Weg.

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