Vor Manuel Neuer haben die Franzosen besonderen Respekt. © imago/Xinhua

Franzosen fürchten "Monster" Neuer - Löw: "Willensfrage"

In Marseille sind die finalen Vorbereitungen der deutschen Nationalmannschaft für das große EM-Halbfinale am Abend gegen Gastgeber Frankreich angelaufen. Die Thermometer-Anzeige hat die 30-Grad-Schwelle überschritten.

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Ein kräftezehrender Fußballabend kündigt sich an, der erneut Überlänge haben könnte. Auch auf eine Verlängerung und ein mögliches weiteres Elfmeterschießen wie beim Viertelfinal-Drama gegen Italien sind Bundestrainer Joachim Löw und seine 20 gegen Frankreich verfügbaren Spieler vorbereitet. 

"Es wird eine Frage des Willens sein", sagte Löw zur mentalen Komponente der Partie, die darüber entscheidet, wer am Sonntag (21.00 Uhr) im Stade de France von Paris gegen Portugal um den Titel und die Nachfolge des entthronten Europameisters Spanien kämpfen darf.

"Die Motivation bei beiden Mannschaften wird nichts zu wünschen übrig lassen. Der Wille ist bei allen vorhanden", äußerte Löw. Der 56 Jahre alte Weltmeistercoach hat großes Vertrauen in sein Ensemble, das im sechsten Turnierspiel erstmals von Kapitän Bastian Schweinsteiger aufs Feld geführt werden soll. Der 31-Jährige kann trotz Knieblessur auflaufen. "Unsere Spieler werden alles abrufen, was in ihnen steckt", versprach Löw den erwartungsfrohen Fans in Deutschland.

Wie beim 1:0 im WM-Viertelfinale 2014 gegen Frankreich in Rio werden auch im Stade Vélodrome wieder extreme Bedingungen herrschen. Aber das schreckt den bei Real Madrid Wärme gewohnten Toni Kroos nicht. "Ich spiele lieber bei Hitze als bei Regen oder Kälte", sagte der Mittelfeldspieler: "Die Hitze spielt keine Rolle für uns."

Gastgeber Frankreich ist euphorisiert. Aber in den Medien schwang auch höchster Respekt, ja fast Furcht vor den Deutschen mit. Von einer "kolossalen Herausforderung" schrieb der "Figaro". Besonders herausgestellt wird Torhüter Manuel Neuer, "ein Monster".

Region/National

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