Österreichs Nationalspielerin Sarah Zadrazil (l.) kehrt nach überwundener Syndesmosebandverletzung ins Aufgebot zurück.  Österreichs Nationalspielerin Sarah Zadrazil (l.) kehrt nach überwundener Syndesmosebandverletzung ins Aufgebot zurück.  © Jan Kuppert
Österreichs Nationalspielerin Sarah Zadrazil (l.) kehrt nach überwundener Syndesmosebandverletzung ins Aufgebot zurück. 

Frauen-Bundesliga: Bei Turbine Potsdam ist kein Platz für das Wort "Angstgegner"

Frauenfußball: Die letzten drei Duelle gegen den SC Freiburg gingen für den 1. FFC Turbine Potsdam verloren. Die Niederlagenserie wollen die Potsdamerinnen um Rückkehrerin Sarah Zadrazil am Sonntag durchbrechen.

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„Angstgegner, der“ – ein Begriff aus dem „Sportjargon“, erklärt der Duden. „Ein Gegner, der jemandem nicht liegt, den jemand fürchtet“, heißt es im Rechtschreibewörterbuch der deutschen Sprache. Doch im Turbine-Wortschatz taucht das Wort nicht auf. „Das kommt bei uns gar nicht vor“, sagt Sarah Zadrazil vor der Partie des Potsdamer Frauenfußball-Bundesligisten beim SC Freiburg am Sonntag (14 Uhr). „Es wird ein komplett neues Spiel“, fügt die Österreicherin hinzu, die im Breisgau vor ihrem Comeback steht.

Und doch muss man beim Blick auf die jüngste Bilanz feststellen: Turbine und Freiburg, das war zuletzt keine Konstellation, die auf Potsdamer Seite für Freude sorgte. Die letzten drei Bundesliga-Duelle gingen an die SC-Frauen von Trainer Jens Scheuer. In der Vorsaison waren die Freiburgerinnen das einzige Team, das die Elf von der Havel in Hin- (1:2) und Rückserie (0:1) besiegen konnte. Diese Niederlagen seien abgehakt, weiß Sarah Zadrazil. Beide Teams gehen mit weißer Weste, also zwei Siegen aus zwei Spielen in die Partie, die für Turbine mit knapp 800 Kilometern die längste Auswärtsreise dieser Spielzeit bedeutet.

Gelungene Generalprobe im Nationaltrikot

Da wird die Österreicherin, die sich bei der EM am Syndesmoseband verletzte und dann nahezu die komplette Saisonvorbereitung verpasste, wieder zur Kilometersammlerin. Denn erst gestern ist die 24-Jährige nach einem „langen Reisetag“ wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. „Ich war fast zwölf Stunden unterwegs“, berichtet Sarah Zadrazil. Von Krusevac, wo sie zum Auftakt der WM-Qualifikation mit Österreichs Nationalteam einen 4:0-Sieg über Serbien feierte, gab es keinen Direktflug nach Deutschland. Also ging es über Wien zurück nach Berlin. „Es war ein guter Test“, sagt Zadrazil, „alles ist gut, ich bin schmerzfrei.“

Andere Spielerinnen hatten noch größere Reisestrapazen. Etwa Elise Kellond-Knight, die Siegtorschützin von Duisburg, die sogar bis ans andere Ende der Welt flog, um für Australien aufzulaufen. Der Trainingskader, der Turbine-Coach Matthias Rudolph in Potsdam zuletzt zur Verfügung stand, war arg reduziert. Eine optimale Spielvorbereitung sieht anders aus. „Natürlich wäre es besser, wenn wir alle zusammen gewesen wären“, sagt Sarah Zadrazil, die sich in dieser Saison schon bei einem 90-Minuten-Einsatz in der Reserve Spielpraxis holte und nun ins Bundesliga-Aufgebot zurückkehrt. Sie weiß aber: „Das Problem haben die anderen doch auch.“

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