05. Januar 2018 / 15:28 Uhr

Frauen: VfL Stenum mit Aufstiegshoffnungen trotz Verletzungssorgen

Frauen: VfL Stenum mit Aufstiegshoffnungen trotz Verletzungssorgen

Michael Kerzel
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Stenum-Coach Oliver Gerrits trainiert die VfL-Damen seit Saisonbeginn. © Ingo Moellers
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Die Bezirksliga-Damen führen die Tabelle an, müssen jedoch auf zwei Topspielerinnen verzichten

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Die Entwicklung der Bezirksliga-Fußballerinnen des VfL Stenum ist beachtlich: Vom Team mit Abstiegssorgen mutierten sie zu einer Elf mit Aufstiegsambitionen. Die Stenumerinnen haben in der Hinserie acht von zehn Spielen gewonnen, dabei die meisten Tore pro Spiel erzielt und die wenigsten Gegentreffer pro Partie kassiert. Sechs Punkte Vorsprung weisen die Schützlinge von Neu-Coach Oliver Gerrits auf die Verfolger FSG Gehlenberg-Neuvrees/Hilkenbrook/Rastdorf und SG Neuscharrel/Altenoythe auf, wobei die SG den Stenumerinnen die einzige Saisonniederlage zufügte und derzeit eine Partie weniger absolviert hat. Kann der VfL, der vergangene Saison bis zum Ende im Abstiegskampf steckte, tatsächlich den Aufstieg in die Landesliga realisieren?

Es wird ein schwieriges Unterfangen, auch weil mit Kapitänin Katrin Stefanski und Torjägerin Janine Celik zwei Topspielerinnen noch einige Monate ausfallen und in der Rückrunde womöglich nicht mehr auflaufen können. Stefanski erzielte in den ersten vier Partien, die der VfL allesamt gewann, fünf Treffer, zog sich dann jedoch einen Kreuzbandriss zu. Celik zeichnet für 14 der 40 Stenumer Tore verantwortlich und liegt damit ligaweit auf Rang zwei. Sie brach sich im Dezember den Knöchel. „Die Tabellenführung ist eine schöne Momentaufnahme, aber die beiden Ausfälle treffen uns hart“, sagt Gerrits. Ziel sei vor der Saison lediglich gewesen, besser als in der der Spielzeit 2016/17 abzuschneiden. Der VfL holte da 28 Punkte aus 20 Spielen, heuer sind es nach zehn Partien bereits 25. „Wir haben nicht den Anspruch, diese Saison aufzusteigen. Aber wenn wir es schaffen, nehmen wir das gerne mit. Mittelfristig würden wir gerne in die Landesliga“, blickt Gerrits voraus.

Gerrits übernahm die VfL-Damen zu Saisonbeginn. Davor coachte er die SF Wüsting-Altmoorhausen, die in der Saison 2016/17 ihre Bezirksligamannschaft aufgrund von Personalmangel zurückziehen mussten. Und er verordnete den Stenumerinnen einen neuen Spielstil. „Sie haben in der Vergangenheit viel auf lange Bälle gesetzt. Wir machen das jetzt anders und etablieren das Kurzpassspiel“, erklärt Gerrits. Natürlich gebe es noch Verbesserungspotenzial, jedoch würde das Team seine Vorgaben bereits nach der kurzen Zeit gut umsetzen. „Wir stehen zu Recht auf dem ersten Platz, schauen jetzt von Spiel zu Spiel und nehmen es, wie es kommt“, sagt Gerrits, der die mannschaftliche Geschlossenheit lobt.

Um den Spitzenplatz zu verteidigen, müsste seine Elf die Leistung aus der Hinrunde wiederholen – und das voraussichtlich ohne Stefanski und Celik, dafür aber mit Mirja Budde und Nadine Bakenhus, die beide von der SG Wüsting/Vielstedt zum VfL kommen. „Ich kenne beide aus meiner Zeit als Wüsting-Trainer und weiß, was sie können. Sie werden uns sofort helfen“, kündigt Gerrits an. Ein wichtiger Faktor werde zudem die Kadergröße sein. „Ich hoffe, dass der Kader gerade zur Mitte der Rückrunde breiter wird und wir da mehr Optionen haben“, sagt der VfL-Coach. Eine große Rolle bei den VfL-Damen spielen die Nachwuchskräfte. Gleich mehrere B-Mädchen schafften in dieser Spielzeit den Sprung, unter anderem Torhüterin Henrike Hohnholz, der Gerrits eine starke Saison attestiert. „Zur kommenden Saison kommen drei weitere B-Mädchen von uns dazu“, blickt Gerrits voraus.

Die Vorbereitung beginnt beim VfL am 16. Januar. „Wir hoffen natürlich, dass wir draußen auf dem Platz trainieren können, aber wenn dieser gesperrt ist, wird es schwierig, sich fußballerisch zu verbessern. Dann gilt es, das Niveau zu halten“, erläutert Gerrits. Neben Lauftraining werden die Fußballerinnen auch in der Halle trainieren. Theoretisch bleibt nur ein guter Monat Zeit bis zum ersten Pflichtspiel 2018. Am 18. Februar soll die ausgefallene Partie gegen die SG Großenmeer/Bardenfleth nachgeholt werden, doch ob das Wetter das zulässt, ist ungewiss. Der normale Rückrundenstart ist für den 11. März terminiert. Spätestens dann gilt es, die Hinrundenleistungen zu wiederholen.

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