Der FFV Leipzig zieht sich aus dem Spielbetrieb zurück. © imago/Zink

Frauenfußball-Verein Leipzig zieht sich aus dem Spielbetrieb zurück

Auch die Lizenz für die nächste Saison wird aus wirtschaftlichen Gründen nicht beantragt.

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Leipzig. Vor wenigen Tagen klang alles noch recht zuversichtlich beim FFV Leipzig, dem bislang höchstklassigsten Frauenfußball-Verein der Messestadt. Der Verbleib in der Regionalliga war sportlich gesichert, Trainer Frank Tresp hatte mit seinem kleinen Kader ein kleines Wunder geschafft, der drohende freie Fall aus der 2. Bundesliga durch die Regionalliga war sportlich gestoppt (LVZ berichtete). Doch nun ging dem noch unter Altschulden leidenden Verein doch das Geld aus.

Mitte der Woche beschloss der FFV, seine Mannschaft aus dem Spielbetrieb der Regionalliga Nordost sowie aus dem Landespokal, wo am Ostermontag das Halbfinalspiel bei Silesia Görlitz angestanden hätte, zurückzuziehen. Eine Pressemeldung wurde am Donnerstag um 23.31 Uhr per Mail unters Volk gebracht, darin werden finanzielle Argumente angeführt: „Aus wirtschaftlichen Gründen ist ein weiterer Spielbetrieb nicht möglich.“ Trainer Frank Tresp war gestern dazu nicht zu erreichen. In der Saison 2011/12 hatten Leipzig beste Fußballerinnen unter dem Dach und Namen des 1. FC Lok sogar für ein Jahr Bundesliga gespielt, wohin sie mit Trainer Jürgen Brauße aufgestiegen waren. In der ersten Liga konnten sie sich aber nicht behaupten. Danach gründeten sie sich als FFV Leipzig neu und spielten bis 2016 in der 2. Bundesliga. Von dort war der FFV im Vorjahr abgestiegen.

Dies war mit einem erheblichen Verlust an Spielerinnen einhergegangen. Die besten hatte RB Leipzig übernommen. RB war vom FFV zunächst als Fusionspartner angestrebt worden, doch Rasenballsport wollte eine eigene Mannschaft und wurde – unter Protest etlicher anderer Vereine – in der Frauen-Landesliga eingeordnet. Dort steht RB gegenwärtig mit großem Vorsprung auf Rang eins und hat den Aufstieg zur Regionalliga Nordost praktisch sicher. Durch den Rückzug des FFV verfügt RB nun auch im Frauenfußball über das am höchsten spielende Team in Leipzig. Auf der RB-Mitgliederversammlung vor zwei Wochen wurde beschlossen, dass auch im Frauenbereich der Weg der Rasenballer(innen) in die erste Liga führen soll.

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