Die SG Glienick (gelb) unterlag am Sonnabend gegen den 1. FFC Turbine Potsdam. © Karl-Heinz Krebs

Frauenpower auf dem Rasen in Glienick

Der Bundesligist und Champions-League-Sieger 1. FFC Turbine Potsdam gewinnt beim Benny-Bohn-Gedächtnisturnier mit 8:1 gegen die erste Männermannschaft der SGG

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Ein negatives Fazit mochte Christian Lehmann trotz des deutlichen Ergebnisses nicht ziehen, ganz im Gegenteil. „Für mich war das das Spiel meines Lebens. Ich habe noch nie vor solch einer Kulisse gespielt und noch nie gegen so einen Gegner“, strahlte der Keeper der SG Glienick,der in der zweiten Hälfte das Tor gehütet hatte. Am Ende war der Frauen-Bundesligist 1. FFC Turbine Potsdam mit einem 8:1 (4:1)-Erfolg bei der Männermannschaft der SG Glienick (1. Kreisklasse) in die Saisonvorbereitung gestartet.

In der Mittagszeit dürften die Glienicker Verantwortlichen bange Blicke zum Himmel geschickt haben, denn aus dunkelgrauen Wolken prasselte unaufhörlich der Regen. Keine guten Aussichten für das Benefizspiel gegen die Erstliga-Kickerinnen, die Einnahmen des Spiels kommen dem Sohn des tragisch ums Leben gekommenen Glienickers Benny Bohn zugute. Petrus hatte dann aber doch ein Einsehen. Der Regen ebbte ab und hörte mit dem Anpfiff ganz auf. Die Verantwortlichen durften sich über 341 zahlende Zuschauer freuen, die der Partie einen würdigen Rahmen gaben.

Turbine hatte seine Teilnahme an diesem Spiel ohne zu zögern zugesagt. „Wir sind bekannt dafür, uns bei solchen Sachen zu engagieren. Da mussten wir nicht nachdenken“, bestätigte Potsdams Trainer Matthias Rudolph. Der neue Coach der Turbinen tritt in große Fußstapfen, denn er beerbt die Trainerlegende Bernd Schröder. Eine Situation, die Rudolph keine Angst macht: „Ich bin ein optimistischer Mensch und habe keine Sorgen vor dem Vergleich. Im Gegenteil. Ich bin stolz darauf, in diese Fußstapfen treten zu dürfen.“

Auf dem Rasen übernahmen die Turbinen von Beginn an das Kommando und erzielten bis zur Pause vier teils schön herausgespielte Tore. Zwischenzeitlich hatte Oliver Lehmann den umjubelten Ausgleich zum 1:1 erzielt. Turbine war von der Spielanlage und technisch klar überlegen. Der Gastgeber hatte dem nur seinen Willen entgegenzusetzen und hielt bis kurz vor der Pause ein knappes 1:2. Erst ein Doppelschlag der Turbinen Sekunden vor dem Pausenpfiff sorgte für die klare Führung.

Beide Teams begannen bereits in der ersten Halbzeit mit dem Auswechseln und setzten im Laufe des Nachmittags alle mitgebrachten Akteure ein. Auch nach der Pause wirbelte Potsdam weiter, die Angreiferinnen scheiterten aber immer wieder an Christian Lehmann im Glienicker Tor. In den letzten zwanzig Minuten musste er dann aber auch viermal hinter sich greifen. „Die waren alle platziert und scharf geschossen, da war nichts zu machen. Am Ende hatte Turbine das, was wir nicht hatten – Kondition“, sagte Lehmann.

Auf der anderen Seite war auch Rudolph zufrieden: „Wir haben in unserer ersten Trainingswoche viel für die Kondition gemacht, aber auch spielerische Elemente eingebaut, um die Freude hoch zu halten. Heute wollten wir das Geübte umsetzten, den Ball laufen lassen. Das war alles gut.“ Unterschiede in der Vorbereitung auf Spiele gegen Frauen- oder Männermannschaften gibt es dabei nicht. „Unser Ziel ist es, gegen jeden Gegner unser Spiel zu machen, unsere Linie durchzusetzen“, sagte der Coach. Kurz vor Ende des Spiels verhinderte der Pfosten das zweite Glienicker Tor, den Ehrentreffer in der zweiten Halbzeit.

Der 8:1-Erfolg der Turbinen in einem sehr fairen Spiel – es gab nur eine gelbe Karte – war auch in dieser Höhe verdient. Noch wichtiger war aber das gesammelte Geld für Finn Bohn, den Sohn des verstorbenen Spielers, der sich auch über einen Fußball mit den Unterschriften aller Potsdamerinnen freuen durfte.

1.FFC Turbine Potsdam SG Glienick Frauen Bundesliga Deutschland Allianz Frauen-Bundesliga Region/Brandenburg SG Glienick (Herren) 1.FFC Turbine Potsdam (Frauen)

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