Das Duo Daniel Stähr (l.) und Tommy Bastian trainiert den FSV Bentwisch seit November 2016. Das Duo Daniel Stähr (l.) und Tommy Bastian trainiert den FSV Bentwisch seit November 2016. © FSV Bentwisch
Das Duo Daniel Stähr (l.) und Tommy Bastian trainiert den FSV Bentwisch seit November 2016.

FSV Bentwisch: Mehr Konstanz in die eigenen Leistungen bringen

Im großen Doppel-Interview spricht das Trainer-Duo Tommy Bastian/Daniel Stähr über die Hinrunde und wagt eine Prognose für die Restsaison.

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Noch ist Winterpause in der Fußball-Landesklasse, doch der Trainingsauftakt beim FSV Bentwisch rückt näher. Im Interview resümieren das Trainer-Duo Tommy Bastian/Daniel Stähr die erste Halbserie, sprechen über personelle Veränderungen im Winter, die anstehende Vorbereitung und die Ziele in der Rückrunde.

Haben Sie die Feiertage gut überstanden?
Tommy Bastian: Ja, Weihnachten und Silvester waren entspannt. In der Zeit hatte ich auch eine Woche ganz frei, das hat gut getan.
Daniel Stähr: Geht mir ähnlich. Ich habe Weihnachten im Kreis der Familie verbracht und war froh mal ein paar Tage abschalten zu können.

Habt Sie sich auch mit Fußball beschäftigt?
Bastian: Zwischen den Feiertagen fast gar nicht. Aber bis kurz vor Weihnachten kreisten die Gedanken oft zum Fußball. Richtig zufrieden bin ich mit unserer ersten Halbserie nicht.
Stähr: Vor allem Tommy hat Gespräche mit möglichen neuen Spielern geführt. Zwischendurch waren wir essen, haben Statistiken ausgetauscht und ich habe diese aufbereitet. Nächste Woche laden wir alle Trainer und Betreuer der beiden Herren-Teams und den Chefcoach unserer A-Junioren zum Essen ein. Dort werden wir uns sicher ausführlich austauschen zu den anstehenden Herausforderungen und Aufgaben.

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Was hätte in der ersten Halbserie besser laufen können?
Bastian: Wir hatten leider viel Verletzungspech, von Beginn an. Das ist besonders für die Jungs ärgerlich, die es betroffen hat. Mit Christian Möller und Nico Gladis haben uns zwei Stammspieler der vergangenen Rückrunde beinahe die ganze Halbserie lang gefehlt, um nur zwei Beispiele zu nennen. Ich hoffe, dass alle Verletzten sich in der Pause auskurieren konnten und dann auch gesund bleiben.

Und sportlich?
Stähr: In einem Satz: Uns fehlen mindestens fünf, sechs Punkte. In Prohn und Kritzmow haben wir beispielsweise die Spiele bestimmt, aber beide Male verloren. Auch gegen den Förderkader und in Papendorf war mehr drin als nur der eine Zähler, den wir geholt haben. Leider haben wir für den großen Aufwand, den wir in den Spielen betrieben haben, nicht genug Ertrag erzielt.

Woran hat das gelegen?
Bastian: An mangelnder Cleverness, schlechter Chancenverwertung und individuellen Fehlern, mit denen wir die Gegner zum Toreschießen eingeladen haben. Allerdings haben wir über weite Strecken läuferisch und kämpferisch überzeugt, hatten immer Struktur in unserem Spiel. Es gilt, die Fehler zu mininieren und cleverer zu werden. Unser Team ist sehr jung. Es liegt, an den Jungs, dass sie sich steigern. Wir glauben an unsere Mannschaft.
Stähr: Der letzte Punkt ist entscheidend. Wir sind wirklich unglaublich jung, im Schnitt unter 23 Jahre. Wir haben immer darauf hingewiesen, dass es zu Schwankungen kommen kann. Zwar ist die Hoffnung da, dass man diese „Ergebnislöcher“ irgendwie umgeht, aber das ist uns leider nicht gelungen. In der zweiten Halbserie wird es entscheidend sein, reifer und cleverer zu werden. Das gilt für die gesamte Mannschaft.

Stehen personelle Veränderungen in der Winterpause an?
Stähr: Wir wollten ja bereits im Sommer einen erfahrenen Spieler dazuholen, der noch fit und motiviert ist, viel kommuniziert und Bock darauf hat, unsere junge Mannschaft zu führen. Den Spieler glauben wir in Sebastian Denz gefunden zu haben. Er kommt vom SV 47 Rövershagen.
Bastian: Die Gespräche mit Denzer waren super. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihm. Außerdem bekommen Fabian Gurowski, der vom FC Förderkader II kommt, und in der Vorbereitung auch Johannes Dorn und Nils Dethloff eine Chance, sich bei uns zu beweisen. Johannes kommt ebenfalls aus Rövershagen, wurde allerdings in erster Linie für die "Zweite" geholt. Nils stammt aus unserer "Zweiten", ist ein guter Techniker mit Übersicht und Qualität im Abschluss. Abgänge haben wir keine.

Diese Wechsel haben bei den MV-Teams von der 3. Liga bis zur Verbandsliga bereits stattgefunden.

Wann beginnt die Vorbereitung und welche Schwerpunkte werdet Sie dort setzen?
Stähr: Wir starten am 16. Januar mit einer lockeren Einheit. Zur Einstimmung werden wir die Hinrundenauswertung und die Schlüsse, die wir daraus gezogen haben, der Mannschaft vorstellen. Dann besprechen wir, was unsere Ziele für die Rückrunde sind und wie wir diese erreichen wollen. Anschließend werden wir nach einer kurzen Erwärmung eine Spielform durchführen. Zwei Tage später geht es dann so richtig los.
Bastian: Die Jungs haben Laufaufgaben bekommen. Es geht darum, dass sie selbstständig an ihrer Grundlagenausdauer arbeiten und am besten noch Stabilisierungsübungen machen, um Verletzungen vorzubeugen. Daran werden wir in der Vorbereitung anknüpfen. Nur wer fit und bereit ist, für Mannschaft und Verein sein Bestes zu geben, wird spielen. Bei der taktischen Arbeit steht zunächst die Defensive im Mittelpunkt. Fast alles werden wir mit Ball machen. Die Jungs wollen und sollen ja Spaß beim Training haben.

Werden Sie wie im Vorjahr ein Wintertrainingslager beziehen?
Stähr: Ja, die letzten Vorbereitungen für unser Camp vom 7.-11. Februar werden wir in dieser Woche abschließen. Es geht zusammen mit unseren A-Junioren auf die Insel Rügen.

Wie lautet ihr Ziel für die Rückrunde?
Stähr: Wir haben vor der Saison gesagt, dass wir bis zum Saisonende oben mitspielen wollen. Daran hat sich nichts geändert!
Bastian: Unser Ziel ist es, unsere Mannschaft zusammenzuhalten und weiterzuentwickeln. Wir wollen noch bessere Leistungen abliefern als in der Hinrunde und mehr Punkte holen.

Der Aufstieg ist kein Thema?
Stähr: Na klar, alles andere wäre gelogen. Allerdings können wir frei aufspielen. Die Favoriten sind die führenden Top-Teams SV Hafen und Warnow Papendorf. Sie haben bislang eindrucksvoll aufgespielt und ihre gute Qualität bewiesen. Gerade die Erfahrung, die beide Mannschaften in ihren Reihen haben, kann man nicht im Training lernen. Sollten sie allerdings patzen, wollen wir zur Stelle sein.
Bastian: Niemand darf vergessen, wo wir herkommen. Nach dem erfolgreich bestandenen Abstiegskampf in der Vorsaison haben wir uns gesteigert und waren sogar lange Zeit der Spitzenreiter. Unser nächster Schritt sollte sein, mehr Konstanz in die Leistungen zu bringen, mehr Torgefahr von den Außenbahnen zu erzielen und insgesamt noch selbstbewusster und cleverer aufzutreten. Junge Spieler wie Kevin Kleist, Hauke Güldenpenning oder Tom Hudec, um nur einige zu nennen, wissen gar nicht wie gut sie sein können, wenn sie noch viel mehr an sich glauben, richtig fit und noch fokussierter sowie energischer sind.

Die Testspiel-Termine des FSV Bentwisch:
26. Januar - FC Hansa Rostock U 19 (H) - 19 Uhr
3. Februar - Lübzer SV (H) - 14 Uhr
7. - 11. Februar - Trainingslager in Sellin auf der Insel Rügen
7. Februar - Pommern Stralsund (A) - 19 Uhr
10. Februar - Blau-Weiß Baabe (A, in Binz) - 19 Uhr
17. Februar - Blitzturnier in Bad Doberan (mit Doberaner FC und Greifswalder FC) - 13 Uhr
22. Februar - SV Parkentin (H) - 19 Uhr

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