18. Mai 2017 / 10:30 Uhr

FSV Ketzin/Falkenrehde: "Wir waren ein kleiner Dorfverein, der es bis in die Verbandsliga geschafft hatte" 

FSV Ketzin/Falkenrehde: "Wir waren ein kleiner Dorfverein, der es bis in die Verbandsliga geschafft hatte" 

Redaktion Sportbuzzer
falke95
Mannschaftsfoto aus dem Jahre 1996 © Verein
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In den neunziger Jahren kickte der FSV Ketzin/Falkenrehde vier Jahre in der Beletage des Brandenburger Fußballs und profitierte von seinem Zusammenhalt.

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Im Vereinsheim sind sie noch deutlich zu sehen, die Spuren der großen Zeit: Die Bilder des Höhenfluges in den neunziger Jahren, als der FSV Ketzin/Falkenrehde vier Jahre in der Verbandsliga kickte, wirken wie eine Art lokale Hall of Fame. "Klar schwelgt man noch gerne in den Erinnerungen", sagt Donald Schwarz, der damals als Defensivmann das Trikot des "Fußball-Sport-Vereins 95" trug und heute die erste Männermannschaft in der Kreisliga coacht, "aus meiner Sicht war das der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Wir waren ein kleiner Dorfverein, der es bis in die Verbandsliga geschafft hatte." Vor fast genau zwanzig Jahren war dann in der Premierensaison der Klassenerhalt gelungen, nachdem der Verein ein Jahr zuvor bereits mit dem Aufstieg für Schlagzeilen und Herzklopfen bei Fußballromantikern gesorgt hatte.

Der "FSV Fal-ke 95", ein Fall für Fußballromantiker

Neben vielen Fotos gibt es auch einen Aktenordner, in dem Dokumente einer der besonders schönen Geschichten des Brandenburgischen Fußballs: Vier Jahre, von 1996 bis 2000, kickte "Fal-Ke 95" in der Beletage des Brandenburgischen Fußballs. "Das war schon eine ganz besondere Mannschaft", erinnert sich Donald Schwarz, "es war keine Frage des Geldes, wir hatten einen ganz besonderen Zusammenhalt. Wir waren einfach eine gute Truppe."

Zum Impulsgeber für den Höhenflug wurde die Fusion der Ketziner und der Falkenrehder Vertretungen 1995. Im Jahr darauf, 1996, gelang dann der Aufstieg in die Verbandsliga, die später als Brandenburgliga firmierte. Nach der ersten Saison sicherte sich das Team als Tabellenzwölfter den Klassenerhalt - für Schwarz allerdings keine so große Überraschung wie für manch einen Außenstehenden. "Wir hatten sehr gute Fußballer, Frank Edeling beispielsweise, der das Team außerdem mit seiner Art und Weise zusammengehalten hat. Einige russische Akteure spielten bei uns, die den Unterschied ausmachen konnten und auch sie waren charakterlich richtig in Ordnung. Mit dem leider schon verstorbenen Wolfgang Hertel stand außerdem ein sehr guter Vorsitzender an der Spitze des Vereines."

Vier Jahre lang hangelte sich die eingeschworene Fußball-Seilschaft durch die sportliche Höhenluft, zu den Gegner gehörten Schwergewichte des Regionalfußballs wie der Frankfurter FC Viktoria oder der BSC Süd Brandenburg. Auch die zweite Spielzeit in Brandenburgs Premiumklasse schließt das Team mit einem respektablen Sicherheitsabstand zur Abstiegszone ab.

Im vierten Jahr folgt der Abstieg

Im dritten Jahr, im Sommer 1999, wäre der FSV dann als Vorletzter eigentlich in die Landesliga abgerutscht - der Rückzug des Konkurrenten Müllrose aber rettet den Verein. Nach der Saison 1999/2000 aber musste das wackere Ensemble den Gang in die zweithöchste Liga des Landes antreten - die Hochphase war vorerst vorbei. Später wurde es ruhiger um den Club, Ketzin/Falkenrehde kämpft inzwischen in der Kreisliga Havelland um Punkte. Die Erinnerungen aber sind geblieben und auch viele Akteure von damals, einige kicken in den Altherrenteams des Vereins. Kein Wunder, die sportliche Heimatverbundenheit: "Der FSV", sagt Schwarz, "ist für mich und viele andere eine Herzensangelegenheit."

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