Sportchef Wagner: «Das Ziel des FSV Zwickau für die neue Saison kann erneut nur Klassenerhalt lauten!» © dpa

FSV Zwickau plant nach Platz fünf Umbruch in der Sommerpause 

Drittligist FSV Zwickau sah in der Winterpause schon wie ein sicherer Absteiger aus. Doch dank einer fulminanten Aufholjagd in der Rückrunde kämpfte sich die Mannschaft von Trainer Ziegner noch auf Platz fünf vor. Trotzdem ist auch künftig der Klassenerhalt das Ziel.

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Zwickau (dpa). Immer wieder schauen Spieler, Verantwortliche und Fans des FSV Zwickau in diesen Tagen fast schon etwas ungläubig auf die Rückrunden-Tabelle der 3. Fußball-Liga. Dort landet die Mannschaft von Trainer Torsten Ziegner punktgleich mit Aufsteiger Holstein Kiel auf dem zweiten Platz. 39 Punkte holte der FSV in der zweiten Saisonhälfte. In der Endabrechnung belegt der Aufsteiger mit 56 Zählern Rang fünf – ein starkes Ergebnis. «Ich hatte immer gesagt, dass ich an meine Mannschaft und den Klassenerhalt fest glaube. Auch im Herbst, als wir gegen eine lange Durststrecke zu kämpfen hatten, oder in der Winterpause, als wir mit vier Punkten Rückstand ans rettende Ufer noch Vorletzter waren. Dass es am Ende der fünfte Platz wird, ist der Lohn harter Arbeit», sagt Ziegner zur grandiosen Zwickauer Aufholjagd.

Mit viel Leidenschaft, einer gesunden Aggressivität in der Zweikämpfen, hohem läuferischen Aufwand, aber auch mit der nötigen Portion Glück kämpfte sich der FSV in der Rückrunde aus dem Tabellenkeller ins gesicherte Mittelfeld. Dazu konnten sich die Westsachsen auf ihren Torjäger Ronny König verlassen. Der 33-jährige Stürmer erzielte insgesamt 15 Treffer und war neben Schlussmann Johannes Brinkies, Kapitän Toni Wachsmuth oder Patrick Göbel, der zwölf Torvorlagen lieferte, einer der Garanten des Erfolges.

«Ich kenne keine andere Mannschaft, die über so einen starken Charakter und so eine unglaublich gute Mentalität verfügt wie wir. Der Zusammenhalt war unser großes Plus», betont Wachsmuth, der die Saison mit seinen Mitspielern seit Sonntag auf der Ferieninsel Mallorca feucht-fröhlich ausklingen lässt. Anschließend verabschieden sich die Zwickauer in den individuellen Sommerurlaub. Am 20. Juni bittet Ziegner wieder zum Trainingsauftakt.

Bis dahin liegt vor den Verantwortlichen noch viel Arbeit. Sportvorstand David Wagner ist gerade dabei, den Spielerkreis für die kommende Saison zusammenzustellen. Der Kader soll von 27 auf 23 Spieler verkleinert werden. Mit Jonas Nietfeld, Marcel Bär, Patrick Wolf, Robert Berger, Michael Schlicht, Kevin Bönisch, Martin Juhar und Maximilian Rosenkranz stehen bereits acht Abgänge fest. Auch bei Lukas Wilton und Felix Geisler stehen die Zeichen auf Abschied. Offen ist die Zukunft von Robert Paul, Marian Unger (beide Vertrag bis 2018) und Jonas Acquistapace, der sich noch in Vertragsgesprächen mit dem FSV befindet. Mit Anthony Barylla, Fridolin Wagner (beide RB Leipzig II) und Julian Hodek (eigener Nachwuchs) wurden bereits drei Spieler für die Saison 2017/18 verpflichtet.

Für die Erteilung der Drittliga-Lizenz muss der FSV bis 2. Juni allerdings noch die notwendigen Nachweise beim DFB einreichen. «Wir sind relativ zuversichtlich, dass wir es schaffen werden. Sollten bis dahin nicht alle Sponsorenverträge vorliegen, müssen wir auch kurzfristig über die Aufnahme eines Kredits nachdenken», erklärte Vorstandssprecher Tobias Leege.

Der FSV plant für die kommende Spielzeit mit einem Etat von 5,3 Millionen Euro. Für die Profimannschaft stehen nur 2,1 Millionen Euro zur Verfügung. «Im Vergleich zur abgelaufenen Saison müssen wir beim Personal rund 25 Prozent sparen. Das macht die Aufgabe nicht einfacher, aber wir werden wieder eine gute Mannschaft präsentieren. Trotz des starken Abschneidens in der Rückrunde werden wir nicht überheblich. Unser Ziel für die neue Saison kann erneut nur Klassenerhalt lauten», stellt Sportchef Wagner klar.

FSV Zwickau verpflichtet Christian Mauersberger

Der FSV Zwickau verstärkt sich außerdem für die kommende Saison mit Christian Mauersberger. Der 22-jährige Mittelfeldspieler kommt von der U23-Mannschaft des FC Schalke 04 und erhält bei den Westsachsen einen Ein-Jahresvertrag mit Option auf eine weitere Spielzeit. Der ehemalige Junioren-Nationalspieler ist in der Region kein Unbekannter. Vor seinem Wechsel 2015 nach Schalke, wo er für die Regionalliga-Mannschaft des FC insgesamt 43 Mal zum Einsatz kam, spielte Mauersberger acht Jahre lang beim Chemnitzer FC. «Christian passt genau in unser Anforderungsprofil. Er ist ein junger, gut ausgebildeter Fußballer, der sich bei uns weiterentwickeln kann», sagte FSV-Sportvorstand David Wagner zur vierten Verpflichtung des Vereins.

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