28. August 2018 / 08:41 Uhr

Für Fiel ist das Glas bei Dynamo Dresden halb voll

Für Fiel ist das Glas bei Dynamo Dresden halb voll

Jochen Leimert
Dynamos Interimstrainer Cristian Fiel an der Seitenlinie.
Dynamos Interimstrainer Cristian Fiel an der Seitenlinie. © Imago
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Der Interimstrainer hebt die positiven Ansätze seines Teams bei der 1:3-Niederlage gegen Heidenheim hervor.

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Dresden. Die Enttäuschung war ihm anzusehen. Cristian Fiel hatte wie alle Dynamo-Fans im nicht ganz ausverkauften Stadion auf die Wende gehofft, doch nach dem 1:3 gegen kampfstarke und effektive Heidenheimer musste der 38-Jährige sein Debüt als Interimstrainer als nur bedingt geglückt abhaken. Für den Ex-Profi war das Glas aber nicht halb leer, sondern halb voll. Er hob die positiven Aspekte der Partie hervor, lobte seine Spieler für ihren Einsatz, ihre Laufbereitschaft, ihre Moral. Der Spanier wollte keine Trübsal aufkommen lassen, sondern eine Jetzt-erst-recht-Stimmung erzeugen. Er beglückwünschte die Truppe um Vizekapitän Patrick Ebert zu ihrer Leistung.

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Selbst auf die Schlafeinlage seiner Elf nach dem Anschlusstreffer zum 1:2 ging Fiel nicht groß ein, sondern er dankte der Mannschaft für deren Reaktion auf den Knockout durch Nikola Dovedans Flachschuss in der 69. Minute: „Nach dem 1:2 direkt im Gegenstoß das 1:3 zu kassieren, ist enorm bitter. Trotzdem sage ich: Für viele Mannschaften ist das Ding beendet, da lassen sie noch den Ball laufen. Ich finde, dass es die Jungs auch danach noch mal probiert haben.“

Probleme mit der Chancenverwertung

Fiel ermunterte die Profis, trotz des Rückschlags den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Seine Mannschaft dürfe nicht verzweifeln, weil sie wieder eine Reihe von Chancen nicht nutzen konnte, Heidenheims Keeper Kevin Müller, Schiedsrichter Frank Willenborg aus Osnabrück oder der Pfosten Torerfolge verhinderten: „Wenn du weiter arbeitest, wird der Ball früher oder später wieder ins Tor gehen. Das ist einfach so.“ Dynamos Aufstiegsheld von 2011 weiß: „Man bekommt im Fußball nichts geschenkt, mal ja, aber über einen langen Zeitraum nicht.“

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Die schlechte Chancenverwertung möchte auch die Mannschaft so schnell wie möglich verbessern: „Wir müssen Tore machen, um Spiele, um Punkte zu gewinnen. Das haben wir leider nicht geschafft. Und daran müssen wir arbeiten“, räumte Philipp Heise ein. Patrick Ebert geht davon aus: „Der Trainer hat das auch gesehen. Ich denke, wir werden jetzt mehr Abschlüsse trainieren. Dann wird das hoffentlich im nächsten Spiel klappen.“

Keine Kritik am Schiri

Während es vor der „Kiste“ des Gegners noch haperte, sah Ebert durchaus gute Ansätze, wie der Ball in den torgefährlichen Raum gebracht wurde. Fiel habe jeden Spieler ermuntert, die Kugel auch zu fordern: „Er hat gesagt, dass wir das verinnerlichen, immer Dreiecke bilden müssen, damit immer einer frei ist und jeder Spieler, der den Ball hat, eine Lösung hat. Ich denke, das haben wir gut umgesetzt.“ Sein Kollege Aias Aosman meinte: „Unser Fußball war attraktiver, als der, den wir sonst gespielt haben.“ Man habe dieses harte Spiel gut angenommen, so der Deutsch-Syrer. Er wirkte nach der dritten Pleite im vierten Pflichtspiel der Saison nicht geknickt, eher optimistisch: „Wir nehmen sehr viel mit aus diesem Spiel und versuchen, es nächstes Mal besser zu machen.“

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Das hofft auch Fiel – egal, ob er am Sonnabend gegen den Hamburger SV noch an der Seitenlinie steht oder bis dahin ein neuer Cheftrainer das Zepter übernimmt. Er hofft, dass dann auch das Glück auf Seiten Dynamos ist und der Schiedsrichter stets richtig liegt. Wohltuend war, dass sich Fiel über die Fehlentscheidungen des schwachen Referees nicht lautstark echauffierte: „Das habe ich aus meiner Zeit als aktiver Spieler mitgenommen: Es bringt sowieso nichts.“ Dass Chaoten im K-Block zeitweise wütend „Schlagt dem Schiri die Schädeldecke ein!“ sangen, war für die Mannschaft sicher nicht hilfreich. Im Gegenteil.

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