07. Februar 2019 / 12:00 Uhr

Für Scoccimarro beginnt das Olympia-Rennen

Für Scoccimarro beginnt das Olympia-Rennen

Jürgen Braun
Möchte in Paris weit kommen: Giovanna Scoccimarro vom MTV Vorsfelde.
Möchte in Paris weit kommen: Giovanna Scoccimarro vom MTV Vorsfelde. © Gabriela Sabau
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Geht diesmal noch ein bisschen mehr beim Wimbledon des Judo für Giovanna Scoccimarro vom MTV Vorsfelde? Am Sonntag startet sie zum zweiten Mal in ihrer Karriere beim Grand Slam in Paris, wo über 10.000 Zuschauer in der Halle erwartet werden. Im Vorjahr war für die aktuelle DM-Dritte der Klasse bis 70 Kilo im zweiten Kampf Endstation. 

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„Diesmal möchte ich weiterkommen, das habe ich mir eigentlich schon vorgenommen“, sagt die VW-Auszubildende zur Kauffrau für Büro-Management. 2018 hatte Scoccimarro ihr Grand-Slam- Debüt gegeben, dabei in Paris die Weltranglisten-Erste Chizuru Arai aus Japan über die volle Distanz gezwungen. Die Japanerin bleibt ihr diesmal erspart, dennoch ist das Feld erlesen und so muss Scoccimarro erneut mit schweren Gegnerinnen rechnen. Die acht Gesetzten, von denen sie eine im Pool erwischen wird, rangieren in der Welt zwischen den Plätzen zwei (Eve Marie Gahie/Frankreich) und zwölf (Yoko Ono/Japan). „Im zweiten Kampf muss ich mit einer dieser Sportlerinnen rechnen“, so Scoccimarro. Doch Erfahrungen hat sie inzwischen einige gesammelt, das unbefriedigende Ergebnis bei der DM (immerhin war sie Titelverteidigerin) verdaut. „Ich weiß, dass ich es besser kann.“

International geht es ab jetzt um Punkte für die Weltrangliste und damit um die Quali für Olympia. Scoccimarro müsste, um ein Ticket für die Spiele zu erhalten, unter die 18 Besten der Welt und beste Deutsche sein. Beste Deutsche ist sie, aber in der Welt rangiert sie auf Rang 19, gefolgt von ihrer Nationalmannschaftskollegin Miriam Butkereit (TSV Glinde), die jüngst deutsche Meisterin geworden war und auch in Paris dabei ist. Als Judoka neigt Scoccimarro nicht dazu, zu weit voraus zu denken, allerdings „will ich schon so viele Punkte wie möglich holen, um mir die Olympia-Chance offen zu halten.“ Auf sie warten anstrengende Monate, denn im Mai steht die schriftliche Prüfung im Rahmen ihrer Ausbildung an, im Juni die mündliche. Sie hofft, dass sie die Vorbereitungen dafür mit den Turnieren und Wettkämpfen unter einen Hut bekommt.

„Ich bin da zuversichtlich“, sagt sie. Und nebenbei wird sie wie in den vergangenen Jahren auch in der Bundesliga starten. Aber nicht mehr mit dem MTV, der nach dem Bundesliga-Abstieg auch nicht in der 2. Liga antritt, sondern mit dem JC Wiesbaden. Ihr Einzelstartrecht bleibt beim MTV.

Von Jürgen Braun

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