Horst Hrubesch musste schon viele Absagen hinnehmen. © dpa

Fußball bei Olympia - Was ist da eigentlich los?

Am Donnerstag gibt der DFB den 18-köpfigen Kader für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro bekannt. Aber Fußball bei Olympia - was ist das?

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Zum ersten Mal seit 28 Jahren hat sich eine deutsche Herren-Nationalmannschaft wieder für ein Olympisches Fußballturnier qualifiziert. Kein Wunder, dass das Interesse in Deutschland an dem Turnier während der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro steigt. Aber einige Fragen sind noch offen. Der Sportbuzzer beantwortet sie.

Warum nahm Deutschland zuletzt 1988 an dem Turnier teil?

Der Uefa stehen nur vier Startplätze für das Olympische Fußballturnier zur Verfügung. Diese Plätze belegen die vier Halbfinalisten der U21-Europameisterschaft einem Jahr vor Olympia. 2015 stand das Team von Horst Hrubesch im Halbfinale gegen Portugal, verlor dort aber 0:5. Für die Olympia-Qualifikation hat es trotzdem gereicht. Die weiteren europäischen Teilnehmer sind also Portugal, Dänemark und Schweden.

Welche Fußballer dürfen spielen?

Früher durften nur Amateurspieler an den Turnieren teilnehmen. Das hat sich seit 1984 geändert. Seitdem sind auch Profifußballer zugelassen. Dennoch gibt es eine Einschränkung: Nur drei Spieler eines 18-köpfigen Kaders dürfen älter als 22 Jahre alt sein. Ergo: Es tritt jeweils die U21-Mannschaft mit drei älteren Spielern an.

Wer spielt für Deutschland?

Auf jeden Fall nicht die beste Mannschaft - der genaue Kader wird noch bekannt gegeben. Das Olympische Turnier steht nämlich nicht im offiziellen Kalender der FIFA. Das bedeutet für die Vereine, dass sie ihre Spieler nicht abstellen müssen. Die Vereine können frei entscheiden, wie wichtig es ihnen ist, die Spieler während der Vorbereitung dabei zu haben. Mahmoud Dahoud bekam von Borussia Mönchengladbach zum Beispiel keine Freigabe, weil die Borussia in der der Champions-League-Qualifikation ran muss. Einige Spieler wie Kevin Volland, Loris Karius oder Timo Werner verzichteten zudem freiwillig auf die Teilnahme. Horst Hrubesch will höchstens zwei Spieler eines Vereins mitnehmen. Julian Brandt von Bayer Leverkusen soll das Team anführen.

Wie funktioniert der Modus?

16 Mannschaften tragen in vier Gruppen in sechs Städten eine Vorrunde aus - ähnlich wie bei der WM vor 2 Jahren in Brasilien. Der Erste und der Zweiter einer jeden Gruppe qualifiziert sich für das Viertelfinale. Ab dann geht es im K.-o.-Modus weiter. Das Finale wird am 20. Juni gespielt.

Gegen wen spielt Deutschland?

Die DFB-Junioren haben eine relativ schwere Gruppe zugelost bekommen. Am 4. August trifft die Mannschaft auf Mexiko, den Olympiasieger von 2012. Schon drei Tage später spielt Deutschland gegen Südkorea. Am 10. August geht es in Belo Horizonte im letzten Vorrundenspiel gegen den krassen Außenseiter Fidschi.

Welche Stars spielten schon bei Olympia?

2012 war das Turnier in London hochklassig besetzt. Für Brasilien spielten etwa Thiago Silva von Paris St. Germain und Neymar vom FC Barcelona. Für Uruguay liefen die Topstars Edinson Cavani und Luis Suarez auf. Ryan Giggs spielte damals für Großbritannien. Auch Ronaldinho nahm schon einmal an einem olympischen Fußballturnier teil: 2008 in Peking. Damals ebenfalls dabei war Lionel Messi, der seine Argentinier zum Olympiasieg führte.

Region/National

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