Patrick Herrmann Dauerbrenner und Publikumsliebling Patrick Herrmann hätte gegen Chemnitz fast sein erstes Drittligator erzielt. © Paesler
Patrick Herrmann

Fußball-Gott Herrmann

Holsteins Rechtsverteidiger Patrick Herrmann erzielt beinahe sein erstes Tor im 153. Drittliga-Spiel

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Wird bei Heimspielen des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel die Aufstellung verlesen, folgt seinem Namen ein lautstarkes Ritual: „Mit der Nummer 19  – Patrick Herrmann – Fußball-Gott.“ Erworben hat sich der 29-Jährige diesen Ehrentitel wegen seiner kompromisslosen Art des Verteidigens. Nicht das Filigrane, im beständig souverän ausgeübten Groben liegt die Kernkompetenz des Rechtsverteidigers. Der mittlerweile beim FSV Frankfurt unter Vertrag stehende Flügelflitzer und Ex-Kieler Milad Salem hatte einmal stellvertretend für viele Kollegen gesagt: „Das Beste an dem Vertrag bei Holstein ist für mich , dass ich nicht mehr gegen Patrick Herrmann spielen muss.“

Nicht dass der Kieler Dauerbrenner auf der Rechtsverteidiger-Position den Vorwärtsgang vernachlässigen würde. Auch als Antreiber, bisweilen sogar als Flankengeber hat sich der Mann mit dem kahlen Schädel einen exzellenten Ruf erworben. Doch ein Drittliga-Tor war dem Muster-Profi, der Verträge ohne Berater aushandelt, bislang nicht vergönnt.

Am Sonnabend in seinem 153. Drittliga-Spiel schien diese Allergie schon fast beseitigt. In der 75. Minute, als KSV-Joker Manuel Janzer die Kugel flach vor das Chemnitzer Gehäuse gepasst hatte. Herrmann hatte sich in Position geschlichen, stand plötzlich vier Meter frei vor dem Ziel der Träume. Der Ball indes holperte, Herrmann schoss die Kugel am Tor vorbei. „Ich weiß auch nicht, irgendwie ist der Ball komisch aufgesprungen“, lachte der Hobby-Pianist später über sein offenkundig von himmlischen Mächten beeinflusstes Missgeschick. Selbst Cheftrainer Markus Anfang musste später ob dieser Szene schmunzeln. „Schade für Patrick, aber gut, dass er sich in diese Aktion überhaupt eingeschaltet hat.“

Die Kieler konnten den Patzer verschmerzen, schließlich war das 2:0 gegen Chemnitz der bereits zehnte Heimsieg dieser Saison. Gegönnt hätte dem Fußball-Gott, und das ist auch ohne empirische Untersuchung sicher,  seinen
Premieren-Treffer jeder.

Region/Kiel 3. Liga Deutschland 3.Liga (Herren) Holstein Kiel Holstein Kiel (Herren) Patrick Herrmann (Borussia M'gladbach)

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