20. August 2018 / 10:50 Uhr

Fußball-Oberliga: Eutin 08 punktet erstmals dreifach

Fußball-Oberliga: Eutin 08 punktet erstmals dreifach

Redaktion Sportbuzzer
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Eutins Lukas Lindner (rechts) klärt mit hohem Risiko gegen PSV-Angreifer Hasan Mercan.
Eutins Lukas Lindner (rechts) klärt mit hohem Risiko gegen PSV-Angreifer Hasan Mercan. © Wottge
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08er gewinnen 4:0 beim PSV Neumünster – VfR Neumünster nach 0:6 Letzter – Auch TSV Schilksee weiter sieglos

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Der TSV Schilksee und der VfR Neumünster sind auch nach dem vierten Spieltag der Fußball-Oberliga weiter sieglos. Die Neumünsteraner zieren nach der 0:6-Schlappe beim NTSV Strand 08 das Tabellenende. Einen Platz und einen Punkt davor steht der TSV Schilksee nach der 0:4-Niederlage beim Heider SV. Derweil feierte Eutin 08 mit dem 4:0 beim PSV Neumünster den ersten Saisondreier. Inter Türkspor Kiel trotzte bereits am Freitagabend dem SC Weiche Flensburg 08 II ein torloses Remis ab.

TSV Bordesholm – VfB Lübeck II 0:2

Die Platzherren waren durch den frühen 0:1-Rückstand (Furkan Kalfa/8.) offenbar so geschockt, dass sie gegen die mit hohem Tempo agierenden Lübecker keine richtige Einstellung fanden. Auch der SPD-Landesvorsitzende Ralf Stegner musste mit ansehen, wie die Bordesholmer Mannschaft mit seinem Sohn Simon durcheinander gewirbelt wurde. Als „katastrophal“ bewertete TSV-Coach Björn Sörensen den Auftritt seiner Elf, „wir haben spielerisch und körperlich nicht stattgefunden“, vermisste auch er „giftige Zweikämpfe“ seiner Spieler. Die hatten gleich nach Wiederanpfiff des souveränen Schiedsrichters Christopher Horn zwar Pech, als ein Treffer von Sebastian Klimmek wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt wurde, andererseits aber auch Riesenglück, dass ihr Keeper Patrick Dahmen innerhalb von zwei Minuten (48. bis 50.) drei Großchancen der Lübecker glänzend abwehrte. Den „ersten 45 verschenkten Minuten“ (Sörensen) bescheinigte der Bordesholmer Coach in Halbzeit zwei „in Ansätzen eine etwas bessere Leistung“, die reichte jedoch nicht zum Punktgewinn. „Joker“ Ramazan Acer machte mit dem späten 2:0 (90.+3) den Erfolg der Gäste perfekt, den VfB-Sportvorstand Michael Hopp – vertrat den erkrankten Trainer Serkan Rinal – zu Recht als verdient bezeichnete und insbesondere die Vorstellung seiner sieben Spieler des Jahrgangs 1999 lobte.

Die Bilder zum Spiel des TSV Bordesholm gegen den VfB Lübeck II:

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PSV Neumünster – Eutin 08 0:4

„Das war nicht so überzeugend, wie wir uns das vorgestellt haben“, gestand 08-Coach Lars Callsen trotz des ersten Saisonsieges. Zäh ging’s los. Als Eutins Sebastian Witt von Paulinius Igbokwe in der Box zu Fall gebracht wurde und Christian Rave per Foulelfmeter zur Gästeführung (17.) traf, war das Eis gebrochen. Rasmus Tobinski erhöhte nach Rave-Sololauf und Querpass auf 2:0 (27.). Kurz darauf setzte der Ex-Paulianer einen Kopfball knapp neben das PSV-Tor (29.). Der PSV suchte sein Heil in der Offensive, vergab aber durch Hasan Mercan (40./48.), Paul Falk (43./60.) und Philipp Lorenzen (63.) Hochkaräter. „Wenn uns in dieser Phase das Anschlusstor gelingt, geht vielleicht noch was“, konstatierte PSV-Coach Thomas Möller. Doch anstatt 1:2 stand es plötzlich 0:3. Kevin Ferchen knallte PSV-Keeper Philipp Reinhold eine Tobinski-Absatzablage durch die Beine (66.). Die Eutiner verteidigten geschickt und setzten durch Tobinski (90.) in der Schlussminute noch das 4:0 oben drauf.

NTSV Strand 08 – VfR Neumünster 6:0

Der Meister hatte den längeren Atem. Marcello Meyer eröffnete mit einem Freistoß via Innenpfosten zum 1:0 (17.) den Strander Torreigen. Nach einem schnell ausgeführten Einwurf legte der Ex-Lübecker Abdullah Abou Rashed (44.) noch vor der Pause das 2:0 nach. Die Veilchen blühten nach dem Seitenwechsel kurzzeitig auf, verpassten aber durch Frieder Blunck (54.) und Bennet Rantzsch (58.) das Anschlusstor. Als die Kräfte beim VfR langsam schwanden, spielte der NTSV seine individuellen Qualitäten aus. Joker Sergen Tarim per Doppelpack (70./87.), Torschützenkönig Marco Pajonk (77.) und nochmals Abou Rashed (83.) schnürten den Sechserpack, der den VfR ans Tabellenende katapultierte. „Hinten raus fehlte uns einfach die Power in einem kräftezehrenden Spiel. Es hätten aber nicht sechs Tore Unterschied sein müssen. Wir hatten auch unsere Chancen“, resümierte VfR-Coach Jörg Zenker nach der vierten Schlappe in Serie.

Hier abstimmen: Was sind eure Tipps für den 5. Spieltag der Flens-Oberliga?

Heider SV – TSV Schilksee 4:0

„Heide war nicht besser, aber wesentlich cleverer als wir. Bei allen Gegentoren helfen wir tatkräftig mit“, ärgerte sich Schilksees Coach Daniel Sahre über die dritte Niederlage in Serie. Es war eine Vielzahl an Fehlern im Schilkseer Spielaufbau, die dem HSV in die Karten spielte. Vor dem 0:1 wusste sich Thies Waschewski nach einem Wrzesinski-Fehlpass nur noch mit einem Foul an Tobias Hass im Strafraum zu behelfen. Den folgenden Elfmeter verwandelte Heides Leif Hahn (27.). Nur vier Minuten später erlief Marvin Wolf einen zu kurzen Rückpass und markierte das 2:0 (31.). Vor dem 3:0 diskutierten die Schilkseer noch über eine Einwurfentscheidung, während der HSV den Ball schnell wieder ins Spiel brachte. Jasper Peters bediente Jannik Sierks per Absatzkick – 3:0 (77.). Tobias Hass erhöhte nach schnell ausgeführtem Freistoß gar auf 4:0 (80.). Der HSV grüßt von der Tabellenspitze, während sich die Fördekicker erstmal am Ende der Tabelle einnisten.

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Weiche Flensburg 08 II – Inter Türkspor Kiel 0:0

In einem hochklassigen Spiel mit viel Tempo und Spielwitz strahlte zunächst Weiche mehr Gefahr aus, nutzte aber die beiden Einschussmöglichkeiten nicht (20., 25.). „Wir haben unsere Ballgewinne schnell wieder hergegeben“, bemängelte Inter-Coach Özcan Atasoy, dessen Team nach dem Wechsel konzentrierter spielte. Die Kieler waren nun das aktivere Team und hatten durch Alban Jasari (55., Latte) sowie einer direkten Ecke von Erdogan Cumur (63., Pfosten) zwei gute Möglichkeiten und zudem Pech, als ein Heber von Jasari noch auf der Linie geklärt wurde (71.). „Wir haben in der zweiten Halbzeit mutiger verteidigt. Es war ein gutes Oberligaspiel und ein 0:0 der besseren Sorte. Das Ergebnis geht absolut in Ordnung“, war Atasoy von der Leistungssteigerung seiner Mannschaft angetan.

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