07. März 2018 / 00:00 Uhr

Fußball-Profis von Hansa Rostock werden zu Spiele-Stars

Fußball-Profis von Hansa Rostock werden zu Spiele-Stars

Philip Schülermann
Soufian Benyamina wurde ebenfalls gescannt.
Soufian Benyamina wurde ebenfalls gescannt. © Philip Schülermann
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Die Kicker von Drittligist Hansa Rostock waren am Dienstag bei der Firma Staramba in Berlin zu Gast und ließen 3D-Aufnahmen von sich machen.

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Dass Kameras auf sie gerichtet sind, kennen die Profis vom FC Hansa Rostock. Dass die aber alle zeitgleich auslösen, ist dann doch etwas Besonderes. Am Dienstag ist das Team samt Trainerstab digital erfasst worden - als erstes Drittligateam überhaupt. Denn: Sie könnten bald detailgetreu in Computerspielen wie Fifa oder Pro Evolution Soccer (PES) zu sehen sein. Außerdem werden Spielzeug-Figuren von ihnen angefertigt.

Auf dem Weg zum Auswärtsspiel am Mittwoch in Zwickau hat die Kogge dazu in Berlin Halt gemacht. Bei der Firma Staramba werden sie von 120 Spiegelreflexkameras in einem mobilen Studio fotografiert - einer nach dem anderen, allen voran Trainer Pavel Dotchev. Er darf als erster in die Kabine voller Kameras. "Ich kenne es ja, fotografiert zu werden", sagte der 52-jährige Bulgare: "Dabei die Augen zuzuhaben, ist sehr ungewohnt."

Von jedem der Spieler werden zwei Fotos gemacht: Eines in A-Pose, leichtgespreizte Beine, Arme vom Körper etwas abgewinkelt, mit geschlossenen Augen und eines in entspannter Haltung. So haben es schon viele vorher getan - Stars wie Cristiano Ronaldo (Real Madrid), Mannschaften wie Juventus Turin oder Sprint-Ikone Usain Bolt. Und an diesem Tag Hansa Rostock. Marius Meyer-Natus von Staramba macht die Bilder. Ein Knopfdruck genügt, dann blitzt es, das war's.

Ein paar Impressionen vom Besuch des FC Hansa Rostock beim 3D-Unternehmen Staramba

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Die Spieler müssen die A-Pose möglich penibel einhalten. Umso leichter haben es die Programmierer, Tommy Grupe und Co. nachzubilden. Von ihnen würden am Computer digitale Skelette erstellt, die sich später bewegen lassen, erklärt Meyer-Natus.

"Ich freue mich schon auf die Figur", sagt Mike Owusu und ergänzt: "Die sieht bestimmt cool aus." Stürmer Soufian Benyamina ist ebenfalls gespannt. "Als Kind habe ich auch mit solchen Figuren gespielt - aber mit Wrestlern", erzählt er und lacht. Mit Mini-Benyamina soll sein Sohn spielen.

In dem unscheinbaren Büro im Berliner Stadtteil Reinickendorf stehen Vitrinen voll mit Figuren: Comic-Helden, Musiker und jede Menge Fußballer. Sicher kein Zufall. Zu den Aktionären zählten Fredi Bobic, Manuel Neuer, Ex-Hansaspieler Marco Rehmer und Oliver Neuville, berichtet Staramba-Chef Thomas Richter. Ebenso wenig zufällig scheint, dass Hansa als erster Drittligist digitalisiert wird. Hansa-Investor Rolf Elgeti hat seine Finger im Spiel: Seine Hevella Capital hält Anteile an Staramba, ebenso der Rostocker Spielerberater Christian Daudert. "Und mein Schwiegervater ist Rostock-Fan", sagt Richter augenzwinkernd.

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Ob die Hansa-Stars tatsächlich in PES oder Fifa zu sehen sind, ist noch offen. Laut Hansa und Thomas Richter hätten die Computerspiel-Hersteller Konami (PES) und EA Sports (Fifa) Interesse bekundet. Wann die Hansa-Figuren in den Fanshops stehen, ist ebenso noch unklar. "Wir hoffen, dass sie bis zum Weihnachtsgeschäft fertig sind", sagt Richter. Als sicher hingegen gilt, dass Hansa bald im Staramba-Space, einer Virtual-Reality-Welt, mit anderen Promis zu sehen sein wird.

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