18. August 2015 / 12:38 Uhr

Garbsener SC: Ab in den Container

Garbsener SC: Ab in den Container

Markus Holz
So könnte die neuen Duschcontainer beim GSC von innen aussehen - sie sollen zwischen Vereinsheim und Beachvolleyballfeld platziert werden.
So könnte die neuen Duschcontainer beim GSC von innen aussehen - sie sollen zwischen Vereinsheim und Beachvolleyballfeld platziert werden. © dpa/Symbolfoto
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Vier neue Fußballteams, Training an sieben Tagen die Woche - beim Garbsener SC herrscht Hochbetrieb. Weil das Vereinsheim zu klein geworden ist, ein Anbau aber zu teuer ist, setzt der GSC auf eine ungewöhnliche Lösung.

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Der Garbsener Sportclub befreit sich mit einer ungewöhnlichen Idee aus einer Notlage: In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Freitag ist der Kauf von zwei Dusch- und Umkleidecontainern beschlossen worden. Die Kapazitäten im Vereinsheim reichen nicht mehr aus, ein Anbau ist zu teuer.

Der GSC ist gewachsen. Die junge Ausdauersparte zählt 70 Mitglieder. Vor der neuen Saison sind vier neue Fußballmannschaften gegründet worden, darunter ein Mädchenteam. Es gibt aber nur zwei Umkleiden. Der Trainings- und Wettkampfbetrieb läuft an sieben Tagen die Woche. „Das geben unsere Sanitäranlagen nicht mehr her“, sagt Kassenwartin Alexandra Arndt.

Anbau ist zu teuer

Der Verein hat mehr als 1000 Mitglieder. Das Vereinsheim gehört der Stadt, für Instandhaltung ist der Verein verantwortlich. Dafür erhält er Zuschüsse.  Der Vorstand habe einen Anbau an den Duschtrakt in Erwägung gezogen, das Projekt aber als zu teuer verworfen. Zwei Container sollen als Lösung dienen.

Der Verein will mit dem Aufstellen und Anschließen unter 25.000 Euro bleiben. Ein Angebot der Garbsener Firma Schwarze lasse das Ziel realistisch erscheinen, sagte Arndt. Der Verein wird viel Eigenarbeit investieren. Die Container sollen zwischen Vereinsheim und Beachvolleyballfeld platziert werden.

Anträge für den Bau und die finanzielle Förderung sind bei der Stadt gestellt. Der Verein finanziert das Vorhaben über einen Kredit. „Aus der Portokasse kann das kein Verein mehr bezahlen“, sagt Arndt. Die Container sollen noch dieses Jahr in Betrieb genommen werden. 

*Modernisierungen für Vereinsheim *

Mitglieder werden außerdem gebeten, eine einmalige Sonderumlage zu zahlen. 10 Euro pro Erwachsener, 5 Euro pro Kind. Das Vereinsheim aus den Siebzigerjahren bröckelt. Teile der Elektrik müssen erneuert, Fenster vergittert, eine ehemalige Wohnung für Vereinszwecke hergerichtet werden. Die Duschen brauchen eine Schimmelsanierung und danach leistungsfähige Lüfter, damit die Wände nicht erneut Schimmel ansetzen.

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