Marcell Jansen könnte in den Aufsichtsrat rücken und spricht über den Machtkampf beim HSV. Marcell Jansen könnte in den Aufsichtsrat rücken und spricht über den Machtkampf beim HSV. © imago
Marcell Jansen könnte in den Aufsichtsrat rücken und spricht über den Machtkampf beim HSV.

Geht er in den HSV-Aufsichtsrat? Marcell Jansen im Exklusiv-Interview

Der Ex-Nationalspieler gilt als Wunschkandidat von e.V.-Präsident Jens Meier für das Gremium. Am Mittwoch soll eine Entscheidung fallen. Jansen, der von 2008 bis 2015 für den Hamburger SV spielte, ruft beide Parteien zur Einigkeit auf und bekräftigt, als Aufsichtsrat zur Verfügung zu stehen.

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Der Machtkampf beim Hamburger SV geht in seine entscheidende Runde. Zwischen Investor Klaus-Michael Kühne und dem e.V.-Präsident fallen am Mittwoch die Würfel im Ringen um die Neubesetzung des Aufsichtrates.

Kühne hatte in einer Presseerklärung vor mehr als einer Woche für Wirbel gesorgt. Der wichtigste private Gesellschafter der Fußball-AG drohte, den Geldhahn zuzudrehen, falls es keinen „von mir befürworteten, unabhängigen und kompetenten Aufsichtsrat“ geben sollte. Die kolportierten Kandidaten ließen ihn schaudern, da sie sich „nicht aus unabhängigen Persönlichkeiten zusammensetzen, die über Führungs- und Wirtschaftskompetenz verfügen, sondern aus größtenteils vereinsabhängigen Personen, die einseitig von Vereinspräsident Jens Meier nach Anhörung eines Beirats bestimmt werden sollen“.

Hier lesen: Machtkampf im HSV-Aufsichtsrat – Showdown am Mittwochabend

Einer der Namen, die im Zuge der Neubesetzung immer wieder genannt werden, ist der von Marcell Jansen. Der Ex-Nationalspieler gilt als Wunschkandidat von Meier für eine der sechs Positionen im wichtigsten Gremium des Vereins, während Kühne den 32-Jährigen nicht im Aufsichtsrat haben will, weil er zu eng mit dem Verein verzahnt sei. Der SPORTBUZZER traf den früheren HSV-Star (2008–2015) zum Interview. Jansen, der Botschafter des Hamburger Wegs und Wettdienstleister Smartbets ist, spricht offen über den Machtkampf zwischen Kühne und Meier und fordert von den Beteiligten Einigkeit im Sinne des Vereins.

SPORTBUZZER: Herr Jansen, Sie gelten als Kandidat für den Aufsichtsrat und haben gesagt, Sie würden es machen, wenn Sie gefragt werden. Machen Sie’s denn?

Marcell Jansen: Das weiß ich noch nicht. Ich bin angesprochen worden von Jens Meier (Präsident des HSV e.V., d. Red.) und habe ihm gesagt, dass ich mich dem Verein verbunden fühle – das hat man sieben Jahre lang als Spieler gesehen, ich bin Stiftungsgesicht des Hamburger Wegs und auch in anderen Bereichen des Vereins involviert. Wenn Menschen davon überzeugt sind, dass ich mit meiner Art irgendwas zum Gesamtwerk beitragen kann – und sei es auch nur als Puzzleteil –, dann wäre ich bereit. Ich kann mir das prinzipiell vorstellen, weil es mir um den Verein geht und nicht um Einzelschicksale.

Hier lesen: Kühne-Rückzug – bekommt der HSV überhaupt eine Lizenz?

Für Unverständnis sorgt das, was neben dem Platz passiert – der Streit zwischen Investor Klaus-Michael Kühne und Teilen des e.V. um die Neubesetzung des Aufsichtsrates verlief öffentlich. Im SPORTBUZZER haben sich in einer Umfrage 70 Prozent dafür ausgesprochen, das der HSV unabhängiger vom Investor werden muss. Gehen Sie das mit?

Jansen: Da bin ich nicht nah genug dran. Allerdings gilt: Ein Verein muss immer aus sich heraus stark sein und nicht extern geführt werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Herr Kühne ein rein geschäftliches Interesse am HSV hat. Ein Investor wird nicht zurückerhalten, was er in den Fußball steckt. Klar ist für mich unabhängig davon, dass es zu Geld immer eine Vision gibt, das darf nicht bloß kurzfristig auf einen Spieler bezogen sein. Ich wünsche mir, dass man auch in den Führungsetagen enger zusammenrückt, um diesen geilen Verein wieder nach vorn zu bringen. In dieser sportlich schwierigen Phase braucht es Ruhe.


​„Man wird merken, wie groß die Probleme wirklich sind“

Umso verwunderlicher, dass so eine Drohkulisse aufgebaut wird, da Kühne seinen Rückzug als Geldgeber angekündigt hat. Man muss den Eindruck gewinnen, dass die Verantworlichen heillos zerstritten sind.

Jansen: Das wird man ja sehen, da müssen jetzt Entscheidungen gefällt werden. Man wird relativ schnell merken, was medial dazuaddiert wurde und wie groß die Probleme wirklich sind. Das, was nach außen dargestellt wurde, ist für mich noch gar nicht bewiesen.

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