Strand-Macher Frank Salomon Strand-"Macher" Frank Salomon © 54°/Schaffrath
Strand-Macher Frank Salomon

Geht Strand 08 beim Aufstieg ins "Exil" nach Lübeck?

Die Auflagen für Stadien in der Regionalliga sind bei den erfolgreichen "Strandpiraten" Thema

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Mit einem Vorsprung von neun Punkten geht der souveräne Spitzenreiter NTSV Strand  08 in den Titelkampf der Fußball-Oberliga. Das Ziel ist der Aufstieg in die Regionalliga Nord. Während sportlich alles rund läuft, ist noch offen, wo die Ostholsteiner ihre Heimspiele im Aufstiegsfall austragen.

Braucht Strand bald ein Regionalliga-Stadion?

Am liebsten würde NTSV-Sportchef Frank Salomon in der heimischen Strand-Arena am Höppnerweg spielen. Das Problem ist aber, dass das Stadion in die Jahre gekommen ist und für viel Geld umgebaut werden müsste. Denn die Auflagen in der vierten Liga sind hoch. So sind Sitzplätze/Bänke, Zäune oder ein Gästeblock vorgeschrieben. Für den Umbau rechnet Salomon mit einer „höheren fünfstelligen Summe.“ Ein erstes Gespräch mit Gemeindevertretern aus dem Sozialausschuss fand Mitte Januar im Rathaus statt. Bürgermeisterin Hatice Kara fehlte aus Krankheitsgründen und wurde durch Andreas Müller, zweiter stellvertretender Bürgermeister, vertreten.

Werden alles für einen Umbau tun

„Bis heute habe ich leider kein Statement erhalten, wie die Gemeinde dem Thema gegenüber steht“, sagt Salomon. Ein weiterer Termin am Donnerstag wurde kurzfristig abgesagt. „Ein Mitarbeiter des von uns beauftragten Büros war krank“, bestätigte Kara auf LN-Nachfrage. Der Termin solle aber nächste Woche nachgeholt werden. Laut Kara würde die Gemeinde mit dem Verein in enger Abstimmung stehen. Das stattgefundene Gespräch bezeichnet sie als fruchtbar. „Wir werden unmissverständlich alles dafür tun, dass das Stadion zur nächsten Saison umgebaut wird, und sind guter Dinge“, betonte sie.

Gemeinde nicht interessiert an Fußball?

Das beauftragte Büro würde im Moment entsprechende Kostenvoranschläge einholen. So soll dem Sozialausschuss bei der nächsten Sitzung am 1. März eine Grundlage vorgelegt wird. Ob der Antrag  dann genehmigt wird, ist ungewiss. Kara räumte weiter ein, dass es sich hierbei um eine politische Entscheidung handeln würde. In den letzten Jahren hatte man nicht unbedingt den Eindruck, dass sich die Gemeinde groß für Fußball interessiert. So wurde in der Vergangenheit schon mal vergessen, den Rasen in der Strand-Arena vor einem Heimspiel zu mähen.

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Nicht zuletzt ist die Liste der diesjährigen Baumaßnahmen in Timmendorfer Strand und Niendorf lang – unter anderem die Sanierung des Eissport- und Tenniscentrums (ETC) für mehrere Millionen. „Wir blieben leider unerwähnt“, erklärt Salomon und fügt an: „Aufgrund unseres jetzigen Stands, ob überhaupt jemand von der Politik unseren Antrag befürwortet, beschäftigen wir uns parallel damit, eventuell ins Exil zu gehen.“ Das heißt, der Klub würde dann woanders spielen. Laut LN-Infos geht es um die Sportanlage des TSV Siems, wo Kapitän Marco Pajonk & Co. schon seit Wochen trainieren und die letzten vier Heimspiele ausgetragen haben.

Ein anderer Spielort ist grundsätzlich kein Problem, sagte Hans-Ludwig-Meyer, erster Vizepräsident des NFV-Verbands, zu den LN. Lediglich müssten auch in Siems, die Sicherheitsauflagen erfüllt werden. Hört man bei Salomon zwischen die Zeilen, sieht er darin kein Problem. Fest steht, dass die Strand-Arena bei ihm aber weiter oberste Priorität genießt. Doch guter Rat ist teuer. Denn die Zeit drängt. So müssen die Lizensierungsunterlagen spätestens bis zum 31. März in Bremen eingereicht werden.

Region/Lübeck Kreis Ostholstein NTSV Strand (Herren) NTSV Strand Oberliga Schleswig-Holstein

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