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© Frank Söllner

„Geisterspiel“: Nur 200 dürfen ins Ostseestadion

Alle vier Hansa-Neuzugänge sind beim heutigen Rückrunden-Auftakt gegen Regensburg dabei / Kofler wechselt nach Elversberg

Das Abschlusstraining des FC Hansa im Ostseestadion ist in vollem Gange. Die Profis üben Spielformen. Christian Brand läuft über den Platz. Der Coach des Rostocker Fußball-Drittligisten schaut zu den fünf Männern, die am Zaun stehen und das Geschehen aus der Ferne verfolgen. „Mach mal das Tor auf!“, fordert ein Zuschauer. „Ich hab auch keinen Schlüssel“, entgegnet Brand. Der 44-Jährige geht weiter, dreht sich um, macht kehrt und bittet die Besucher durch eine Seitentür ins Stadioninnere. Brand begrüßt jeden mit Handschlag. „Hier könnt ihr euch hinstellen“, sagt er. „Aber macht bitte keine Fotos und Videos!“

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Die fünf Fans stehen unterhalb der Westtribüne und schauen interessiert zu. Sie plaudern über den Wechsel von Marco Kofler, der gestern beim Südwest-Regionalligisten SV Elversberg anheuerte, über die Neuzugänge und das heutige Spiel gegen Regensburg.

Brand teilt seine Truppe in zwei Teams auf. Die elf, die beim heutigen Rückrunden-Auftakt gegen Jahn Regensburg (14.00 Uhr) voraussichtlich in der Anfangsformation stehen, tragen ein gelbes Leibchen.

Dazu gehören auch die vier Neuzugänge Tim Väyrynen, Joshua Nadeau, Christopher Quiring und Amaury Bischoff. Nach dem kurzen Kick werden Flanken, Torschüsse und Standards geprobt.

Jeder Zuruf hallt durchs leere Stadion. Für die Profis ist das ein kleiner Vorgeschmack auf das heutige „Geisterspiel“. Lediglich 200 Personen werden gegen Regensburg im Ostseestadion sein, inklusive Spieler, Trainer, Funktionsteam und Führungsriege. Auch Fanbetreuer, Ordnungsdienst, Technik- Spezialisten, Platzwarte, Reinigungspersonal, Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes, Dopingbeauftragte, Catering-Personal und akkreditierte Medienvertreter haben Zutritt.

Tobias Jänicke kennt die Atmosphäre, die bei einem Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit herrscht. Der 29-Jährige stand bereits bei Hansas erstem „Geisterspiel“ am 18. Dezember 2011 (2:2 gegen Dresden) auf dem Platz. „Ich hatte damals gehofft, dass es ein einmaliges Erlebnis bleibt“, sagt Jänicke.

Angesichts der fehlenden Unterstützung von den Rängen „braucht man mehr Eigenmotivation. Man wird ja nicht von außen getragen, wie es sonst in den Heimspielen ist“, meint Jänicke, der sogar „den Bratwurstgeruch“ vermissen wird.

Lautes Fluchen in der Stille könne gefährlich werden, weiß Tobias Jänicke: „Man hört jedes Wort. Das muss man im Hinterkopf haben und ein wenig vorsichtiger sein.“ Stefan Ehlers

So könnten sie spielen:

Hansa: Schuhen – Ahlschwede, Nadeau, Hoffmann, Dorda – Erdmann, Bischoff – Jänicke, Quiring – Väyrynen, Ziemer.

Regensburg: Pentke – Hein, Nachreiner, Knoll, Nandzik – Lais, Geipl – George, Pusch, Thommy – Grüttner.

OZ

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Region/Mecklenburg Vorpommern F.C. Hansa Rostock (Herren) F.C. Hansa Rostock (Herren) SSV Jahn Regensburg (Herren) 3. Liga
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