Justus Zorn hatte in der 35. Minute KSV-Flügel Kingsley Schindler mit einer Gelb-Roten Karte des Feldes verwiesen Justus Zorn hatte in der 35. Minute KSV-Flügel Kingsley Schindler mit einer Gelb-Roten Karte des Feldes verwiesen © imago
Justus Zorn hatte in der 35. Minute KSV-Flügel Kingsley Schindler mit einer Gelb-Roten Karte des Feldes verwiesen

Gelb, die Farbe des Holstein-Zornes

Flügel-Storch Schindler fühlt sich betrogen – Schiedsrichter blieb beim 0:0 in Frankfurt ohne Freunde.

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Gelb war die Farbe des Zornes beim Fußball-Drittligisten Holstein Kiel. Die Farbe des Schiedsrichter-Trikots. Der Nachname des Trägers war aus Störche-Sicht beim 0:0 gegen den FSV Frankfurt Programm. Justus Zorn hatte in der 35. Minute KSV-Flügel Kingsley Schindler mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen und damit die Nordlichter in eine 58-minütige Unterzahl gezwungen.

Zunächst hatten Schindler Sekundenbruchteile gefehlt, um nach einem verpatzten Rückpass der Frankfurter vor deren Schlussmann Sören Pirson am Ball zu sein. Der routinierte Keeper sank schreiend zu Boden. Zorn zeigte Schindler erstmals die Gelbe Karte (31.). „Kingsley hat mir Stein und Bein geschworen, dass er den Torwart in dieser Aktion gar nicht berührt hat“, grollte Störche-Cheftrainer Markus Anfang nach dem Abpfiff.

Und Holstein-Spielmacher Dominick Drexler ergänzte: „Ich habe dem Schiri gesagt, er solle vorsichtig mit den Gelben Karten sein. Er bringe sich damit frühzeitig und ohne Not in die Bredouille.“ Ein Rat ohne Tat. Denn vier Minuten nach seiner ersten Verwarnung kassierte Schindler die zweite – diesmal nach „drüberhalten“ gegen Denis Streker zu Recht.

Zorn, der 26-jährige Physiker, bestimmte damit die Chemie des Spiels maßgeblich mit. Denn in Unterzahl bewiesen die Kieler Kampfgeist und Leidenschaft, während den Hessen trotz numerischer Überzahl nicht mehr viel einfiel. „Der Feldverweis hat uns nicht gutgetan. Du willst zu viel erzwingen, musst aber vorsichtig sein, nicht in einen Konter zu laufen“, sagte FSV-Coach Roland Vrabec, der die Vorführung seiner Schützlinge bei Elf-gegen-elf deutlich besser bewertete.

Dass die Partie nur äußerst wenig Torraumszenen zu bieten hatte, daran besaß Zorn allerdings eher geringen Anteil. Und mit Kritik umzugehen, das hat der Mann vom SV Opfingen bereits gelernt. Im August 2015 hatte er einen Freistoß für Großaspach freigegeben, ohne das Spray benutzt zu haben. Der Protest der mit 0:2 unterlegenen Auern wurde abgewiesen. Keine acht Tage später zählte Zorn beim Spielabbruch des DFB-Pokalspiels zwischen Osnabrück und Leipzig zum Gespann der Unparteiischen. Kollege Martin Petersen war in dieser Begegnung ein Feuerzeug an den Kopf geworfen worden.

Region/Kiel Holstein Kiel (Herren)

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