10. August 2018 / 17:27 Uhr

Gelingt jetzt der große Wurf, FC Hambergen?

Gelingt jetzt der große Wurf, FC Hambergen?

Christian Thiemann
Jubelnde Hamberger nach einem Torerfolg - aber auch zum Saisonende?
Jubelnde Hamberger nach einem Torerfolg - aber auch zum Saisonende? © Tobias Dohr
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Nach zwei Vize-Meisterschaften startet der Bezirksligist in die neue Saison

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Die Sehnsucht nach der Landesliga, sie ist groß beim FC Hambergen. Zwei Jahre in Folge mussten sich die „Zebras“ mit dem undankbaren Vizemeistertitel in der Bezirksliga begnügen. Was einerseits als Konstanz und somit positives Signal für den Standort gewertet werden darf,  aber gleichzeitig auch zeigt, dass es zum ganz großen Wurf bislang eben noch nicht reichte. Der FC Verden 04 war schier übermächtig in der vergangenen Spielzeit, sodass eine überragende Saison des FCH eben wieder „nur“ zur Vizemeisterschaft reichte. Im kommenden Jahr, das für das Team von Eric Schürhaus am Sonntag mit einem Heimspiel beginnt (15 Uhr gegen FSV Langwedel-Völkersen), wird es jedoch keinesfalls leichter.

Der Vizemeister gilt natürlich automatisch immer als Titelkandidat für das Folgejahr. Erst recht, wenn er sich wieder punktuell verstärken konnte. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Mit dem TSV Etelsen und dem TSV Ottersberg sind namhafte Gegner aus der Landesliga abgestiegen. Für FCH-Coach Eric Schürhaus ergibt sich dadurch ein breites Favoritenfeld.
Eine Dominanz wie von Verden erwartet er jedoch nicht: „Viele haben ihre Hausaufgaben gemacht und wollen Erster werden. Wenn wir sagen, der Weg zum Meistertitel geht nur über uns, wäre das nicht gerecht.“

Schürhaus zählt auch den VSK Osterholz-Scharmbeck zum Kreis der Favoriten. Die Kreisstädter haben unter Neu-Trainer Oliver Schilling bekanntlich gewaltig aufgerüstet. Gleich am zweiten Spieltag kommt es zum Duell Hambergen – VSK. „Das wird eine echte Standortbestimmung“, ist sich Schürhaus sicher. Mit Heeslingen II erwartet er zudem einen

unberechenbaren Aufsteiger, der immer wieder auf Unterstützung der Ersten bauen kann: „Die werden ein gefährlicher Punkteklauer.“ Dass sie endlich in die Landesliga wollen, kann Schürhaus vor seinem zweiten Jahr als FCH-Coach natürlich trotzdem nicht verhehlen: „Wir haben den Kader in der Breite ergänzt und das Spektrum erweitert.“ Offensiv und
defensiv. Mit Keno Liebschner zum Beispiel:  Der Toptorjäger des ASV Ihlpohl will sich nun eine Liga höher beweisen. „Ich traue ihm das absolut zu. Er ist unbekümmert und haut sich voll rein“, ist Schürhaus voll des Lobes für den Nachwuchsmann, der durch Schichtarbeit aber nur bedingt trainieren kann.

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Zudem freut sich der Chefcoach auf Luka Muskee, der gemeinsam mit Thorsten Klindworth vom Nachbarn TSV Wallhöfen kam. Insbesondere im Spielaufbau soll Muskee ackern. Derzeit ist er allerdings noch von seinem abgebenden Verein gesperrt. „Ich hoffe, dass sich das klärt“, so Schürhaus, der seinen Defensivmann ansonsten erst im November einsetzen dürfte. Klindworth dagegen ist frei und spielberechtigt, fehlte zuletzt aber krankheitsbedingt und könnte deshalb noch nicht im Kader für Sonntag stehen. Definitiv ausfallen werden dagegen Kevin Prigge (Schambeinentzündung), Simon Brinkwirth (Außenbandriss), Kevin Struß (Beruf) und Malte Puckhaber (Aufbautraining).

Gut aufgestellt für die neue Saison ist Hambergen dennoch. Die Kapitänswahl steht zwar noch aus, deshalb wird Lars Meyer, ehemaliger stellvertretender Captain, seine Elf am Sonntag mit der Binde aufs Feld führen. Eine Schwächephase wie in der letzten Hinserie will Meyer aber nicht noch einmal erleben: „Wenn wir konstanter spielen und etwas Glück haben, dann kann es reichen.“ Von den Neuzugängen ist er zudem restlos überzeugt: „Menschlich ergänzen sie uns super, und auch spielerisch hat man schon gesehen, dass sie uns verstärken.“

Ins gleich Horn bläst Meyers Trainer: „Charakterlich sind sie top. Aber darauf achten wir natürlich auch immer. “ Bedeutet zweimal Vize also gleich einmal Meister? Wenn es nach den „Zebras“ geht, dürfte diese Rechnung durchaus aufgehen.

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