14. Juni 2018 / 11:42 Uhr

Gemeinsam Daumendrücken: Hier können Leipziger die WM schauen

Gemeinsam Daumendrücken: Hier können Leipziger die WM schauen

LVZ
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Gute Stimmung herrscht bei Spielen der DFB-Elf seit 2010 im Musikpavillon im Clara-Zetkin-Park.
Gute Stimmung herrscht bei Spielen der DFB-Elf seit 2010 im Musikpavillon im Clara-Zetkin-Park. © André Kempner
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Auch ohne großes Fanfest können Fußballfreunde in Leipzig die Spiele der Weltmeisterschaft in Russland zusammen erleben. Der SPORTBUZZER hat eine Übersicht zusammengestellt und weiß: Die Bierpreise schwanken stark.

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Leipzig. Wenn Jogis Jungs in Russland den WM-Titel verteidigen wollen, fiebern auch in Leipzig viele Fußball-Begeisterte mit. Diesmal wird es aber kein großes Fanfest im öffentlichen Raum geben.

Bei der Heim-WM 2006 waren die Fan-Partys für mehrere Tausend Menschen in Mode gekommen – viele Leute wollten fortan stets im großen Kreis Gleichgesinnter jubeln oder mit der DFB-Elf zittern und bangen. Damals etablierte sich für den deutschen Sprachgebrauch auch der Begriff „Public Viewing“. Diese Wortneuschöpfung hat im Englischen eine viel breitere Bedeutung als im Deutschen, und steht dort beispielsweise für „Tag der offenen Tür“ oder Leichenaufbahrung.

DURCHKLICKEN: Hier könnt Ihr in Leipzig die WM schauen

Glashaus im Clara-Park (Karl-Tauchnitz-Straße 26): Auf die Gäste warten sechs Monitore, die alle Spiele zeigen werden. Im Freisitz haben 250 Leute Platz und im Biergarten noch einmal weitere 150. Für das Finale soll es dann eine große Leinwand geben. Ob sie auch schon vorher aufgebaut wird, entscheidet sich in den nächsten beiden Wochen. Der halbe Liter Bier kostet 4,30 Euro. Zur Galerie
Glashaus im Clara-Park (Karl-Tauchnitz-Straße 26): Auf die Gäste warten sechs Monitore, die alle Spiele zeigen werden. Im Freisitz haben 250 Leute Platz und im Biergarten noch einmal weitere 150. Für das Finale soll es dann eine große Leinwand geben. Ob sie auch schon vorher aufgebaut wird, entscheidet sich in den nächsten beiden Wochen. Der halbe Liter Bier kostet 4,30 Euro. ©
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In Leipzig wurde seither bei großen Turnieren ein Public Viewing veranstaltet. Zur WM 2014 konnten 5000 Besucher am Richard-Wagner-Platz feiern, für eine ähnliche Größenordnung war bei der EM 2016 der Wilhelm-Leuschner-Platz ausgelegt. In diesem Sommer finden aber keine Live-Übertragungen auf öffentlichen Plätzen statt, heißt es aus dem Rathaus. Der Ausrichter der vergangenen Spektakel, die TNC Group, habe seine Anfrage nicht weiter verfolgt. „Das wirtschaftliche Risiko war zu groß“, erläutert Alexander Gaube von der TNC Group. Das Sommermärchen sei lange her, das Interesse am Public Viewing deutschlandweit gesunken.

Kneipen und Cafés statt Fanfest

Zu den Gründen für dieses gesunkene Interesse verweisen die Ausrichter der Veranstaltungen auf ein verändertes Sehverhalten der Fans sowie die Angst vor Terroranschlägen. Auch gestalte sich die Suche nach Sponsoren immer schwieriger. Die Kosten für die Sicherung solcher Events haben zuletzt deutlich zugenommen. Nach den Anschlägen von Berlin und Nizza werden stärkere Absperrungen gefordert, zudem sind die Preise für Aufbau und Personal gestiegen.

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Auch in vielen anderen mitteldeutschen Städten wird es kein großes Fanfest oder Public Viewing geben. Deswegen findet das gemeinsame Schauen dieses Jahr vor allem in Kneipen, Cafés und Biergärten statt. Die Betreiber hoffen auf ein volles Haus und sprudelnde Umsätze, haben deshalb zum Teil ordentlich aufgerüstet. Von einigen Gastronomen hört man die Angst, dass sie dem Besucheransturm nicht standhalten können.

Ebenso schwanken die Bierpreise zwischen den einzelnen Gaststätten stark. Während beispielsweise in der Schaubühne Lindenfels nur 2,90 Euro für den halben Liter bezahlt werden, sind im Café Madrid 4,90 Euro dafür fällig. Wo Freunde des runden Leders in der Messestadt gemeinsam die Daumen drücken können, zeigt unser Überblick, der wegen der Fülle der Angebote natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erfüllt.

Matthias Klöppel / Edgar Lopez

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