18. Januar 2019 / 18:21 Uhr

Gerhard Delling im Abschieds-Interview: "Keine Party" zum "Sportschau"-Ende

Gerhard Delling im Abschieds-Interview: "Keine Party" zum "Sportschau"-Ende

Lena Obschinsky
ARD-Moderator Gerhard Delling hört zum Saisonende auf. Jetzt startet er in seine letzte Rückrunde bei der Sportschau.
ARD-Moderator Gerhard Delling hört zum Saisonende auf. Jetzt startet er in seine letzte Rückrunde bei der "Sportschau". © imago
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Noch knapp 40 Jahren ist Schluss. Gerhard Delling startet in seine letzte Bundesliga-Rückrunde bei der "Sportschau" - der 59-Jährige hört bei der ARD sogar komplett aus. Im SPORTBUZZER-Interview verrät Delling, wie er über seinen Abschied denkt und verrät seine Buch-Pläne.

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Herr Delling, Sie haben im Oktober nach fast 40 Jahren Ihren Rückzug aus der ARD bekannt gegeben. Nun startet am Sonnabend Ihre letzte Rückrunde bei der Sportschau. Sind Sie schon wehmütig?

Präsent ist der Abschied auf jeden Fall, weil es ja eine bewusste Entscheidung gewesen ist. Und das wird zum Ende hin sicherlich nochmal schwer, so nach 39 Jahren ARD. Aber ich habe noch so viel Neugier in mir, da wird sich ganz viel Neues entwickeln.

Planen Sie eine große Abschiedsparty?

Es gibt eine ganz klare Planung: Nichts dergleichen wird passieren. Es gibt gar keinen Grund dafür. Ich habe ja nur einen Beruf ausgeübt, da gibt’s nichts zu feiern. Ich hab das alles mit Überzeugung gemacht, auch den Abschied.

Das heißt, es wird noch nicht einmal einen kleinen Ausstand geben?

Vielleicht im kleinen Rahmen. Aber mit den engsten Leuten werde ich ja auch weiterhin Kontakt haben. Ich gehe ja noch nicht mal in Rente. Es wird nichts beendet, es wird eher etwas fortgesetzt.

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Gerhard Delling: Deshalb schreibt er jetzt ein Buch

Sie haben angekündigt, ein Buch schreiben zu wollen. Warum?

Da schreibe ich schon länger dran. Es ist allerdings weniger wichtig, dass das ein Öffentlichkeitserfolg wird. Die Geschichte liegt mir am Herzen. Jetzt kann ich die Schlagzahl endlich etwas erhöhen.

Worum geht es?

Es ist ein bisschen fiktional, ein bisschen wahr. Es geht unter anderem um die Geschichte einer Frau, die Ende des Zweiten Weltkrieges als Unternehmerin tätig gewesen ist.

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Gibt es jemanden, der das Buch vorab lesen darf?

Es wird sicherlich Menschen geben, denen ich das vorher gebe, aber ich kenne das Urteil schon.

Delling: "Ich möchte das Buch schreiben, wie ich es möchte"

Wie meinen Sie das?

Ich möchte das Buch schreiben, wie ich es möchte. Ich habe eine relativ eigene Schreibe, die ist nicht jedermanns Sache. Ich mache zum Beispiel unbewusst wahnsinnig lange Sätze.

Das heißt, Sie rechnen schon vorab mit schlechten Kritiken?

Ich weiß nicht, ob sich mit meinem Buch überhaupt jemand auseinandersetzen wird. Da müssen schon spezielle Vorlieben vorherrschen. Ich mache das in erster Linie für mich, weil es mir Spaß macht.

Das Jahr ist auch in anderer Hinsicht für Sie besonders. Sie werden im April 60 Jahre alt. Was denken Sie über das Alter?

Angst macht mir die Zahl nicht, weil das ja eine latente Entwicklung ist, auf die ich zusteuere. Aber beruhigen tut es mich auch nicht. Auch da gibt es keinen Grund, etwas ganz Großes daraus zu machen.

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Delling kann nicht mehr richtig Fußball spielen: "Trifft mich wirklich hart"

Was geht mit fast 60 nicht mehr, was früher ging?

Was mich wirklich hart trifft, ist, dass ich nach über 50 Jahren nicht mehr richtig Fußball spielen kann. Das macht mein Fußgelenk nicht mehr mit. Ich hab jetzt wieder angefangen mit dem Training, aber nur ganz sanft.

Vor vier Jahren gaben Sie die Trennung von Ihrer Ehefrau bekannt. Stimmt es, dass es eine neue Liebe in Ihrem Leben gibt?

Es gibt im Augenblick zumindest nichts dazu zu veröffentlichen. Aber ich bin glücklich.

Hier abstimmen: Wirst du Gerhard Delling in der Sportschau vermissen?

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