09. September 2018 / 12:00 Uhr

Germanen-Stadion wird zur Festung – turbulente Schlussphase gegen St. Paulis U23

Germanen-Stadion wird zur Festung – turbulente Schlussphase gegen St. Paulis U23

Robby Echelmeyer
Joshua Siegert von Egestorf schreit seinen Frust heraus
Joshua Siegert von Egestorf schreit seinen Frust heraus © Debbie Jayne Kinsey
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Der 1. FC Germania Egestorf/Langreder hat gegen die U23 des FC St. Pauli die Heimbilanz mit einem 1:0-Sieg aufpoliert. Die Nachspielzeit verlief turbulent.

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Das Stadion an der Ammerke wird immer mehr zur Festung. Der 1. FC Germania Egestorf/Langreder hat seine Heimbilanz in der Regionalliga Nord durch einen 1:0 (0:0)-Erfolg über den FC St. Pauli II auf 13 Punkte aus fünf Spielen aufpoliert. Marek Waldschmidt avancierte kurz vor Schluss zum umjubelten Matchwinner der Barsinghäuser, die erneut sieben Ausfälle kompensieren mussten.

„Ein Unentschieden wäre sicherlich gerechter gewesen, aber dieses Glück haben wir uns erarbeitet“, sagte Germania-Coach Jan Zimmermann. Sein Mannschaftsführer Mirko Dismer befand: „Wir standen defensiv wieder stabiler als zuletzt, der Sieg ist schon verdient.“

Keine Tore bis zur Pause


Die erste Halbzeit war noch weitgehend ereignislos verlaufen. Eine Schrecksekunde mussten die heimischen Fans unter den 200 Zuschauern in der 21. Spielminute überstehen: Marvin Schlömer verschätzte sich bei einem hohen Steilpass, Gästekapitän Sirlord Conteh entwischte und schoss den hoppelnden Ball von halbrechts volley aus zehn Metern an die Latte.

Direkt danach sorgten auch die Platzherren erstmals für Gefahr vor dem gegnerischen Tor, wo Justin Wiechens zu lange mit dem Abschluss zögerte. Da eine scharfe Flanke von St. Paulis Profileihgabe Ersin Zehir am zweiten Pfosten an Christian Viet vorbeirauschte (29. Minute), blieb die Begegnung bis zur Pause torlos.

Bilder zum Spiel 1.FC Germania Egestorf gegen FC St. Pauli U23

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Kuriose Aktion von Keeper Straten-Wolf


Mitte des zweiten Durchgangs sah Egestorfs selten geprüfter Torhüter Markus Straten-Wolf für eine kuriose Aktion die Gelbe Karte: An der Strafraumgrenze stürzte er sich auf den Ball, der ihm bei einem verunglückten Abwurf nach links aus der Hand geglitten war (68.). „Ich wollte abbrechen, weil von beiden Seiten plötzlich Gegenspieler kamen, war aber schon voll in der Bewegung“, erklärte der ansonsten fehlerfreie Keeper.

Schiedsrichterin Riem Hussein verortete das Vergehen knapp außerhalb des Strafraums und entschied auf direkten Freistoß. Die Rote Karte ließ sie stecken, da Straten-Wolf keine klare Torchance vereitelt hatte. Acht Minuten später stand die Unparteiische erneut im Fokus: Eine Hereingabe von Conteh stoppte Marvin Stieler mit der Brust. Die Hansestädter forderten einen Handelfmeter, doch Husseins Pfeife blieb zurecht stumm.

Die Nachspielzeit wird turbulent


Eine einstudierte Standardsituation brachte schließlich die Egestorfer auf die Siegerstraße: Waldschmidt verlängerte eine Freistoßflanke von Niklas Teichgräber per Kopf auf das kurze Eck, wo St. Paulis Schlussmann Jesper Heim zur Stelle war, den Ball aber nicht abwehren konnte (85.). „Ich habe ihn nur ganz leicht berührt, der war nicht unhaltbar“, sagte der Torschütze.

Die fünfminütige Nachspielzeit begann turbulent: Conteh griff Dismer bei einem Wortgefecht an den Hals und sah dafür die Rote Karte, nachdem der eingewechselte Jos Homeier die Riesenchance zum 2:0 vergeben hatte (90+1.). Auch Lorenzo Paldino verpasste sein erstes Regionalligator (90+2.).

Am Freitag bei Hannover 96 II werden die heimstarken Germanen versuchen, im vierten Anlauf erstmals in dieser Saison auswärts zu punkten. Verzichten müssen sie dabei auf Teichgräber, der wegen seiner fünften Gelben Karte für ein Spiel gesperrt ist.

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