10. Februar 2018 / 16:09 Uhr

Spitzenspiel ohne Esprit: Egestorfer nehmen Arbeitspunkt in Wolfsburg mit (mit Galerie!)

Spitzenspiel ohne Esprit: Egestorfer nehmen Arbeitspunkt in Wolfsburg mit (mit Galerie!)

Stephan Gaube
Spielbilder vom VfL Wolfsburg U23 - 1. FC Germania Egestorf/Langreder
Mit viel Kampf setzten die Egestorfer den Wolfsburgern erfolgreich zu. © Boris Baschin
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Der Blick vom 1. FC Germania Egestorf/Langreder ging vor dem Spiel bei der U23 vom VfL Wolfsburg nach oben. Der Druck auf den Tabellendritten sollte mit einem Dreier erhöht werden. Das Spitzenspiel erfüllte die hohen Erwartungen jedoch nicht.

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Das einzige Spiel der Regionalliga Nord an diesem Wochenende war zugleich auch ein Spitzenspiel. Der Tabellensechste Germania Egestorf/Langreder war bei der U23 des VfL Wolfsburg (3.) zu Gast. Dank einer funktionieren Rasenheizung im AOK-Stadion konnte Schiedsrichter Christian Meermann das Spiel anpfeifen. Am Ende wurde es kein Spitzenspiel. Torlos trennten sich die Kontrahenten in der Autostadt. ​

Bilder vom Spiel des 1. FC Germania Egestorf/Langreder beim der U23 vom VfL Wolfsburg

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​Schumacher trifft - und wird zurückgepfiffen

Zehn Minuten brauchte die Elf vom Deister, um ins Spiel zu finden. Dann schaffte es das Team von Trainer Jan Zimmermann die Jungwölfe oft weit in der eigenen Hälfte zu halten. Zwei gute Möglichkeiten hatten die Gäste in der Folgezeit. Zunächst verpasste Torjäger Hendrik Weydandt eine scharfe Hereingabe von Björn Lindemann (12.), drei Minuten später strich ein Lindemann-Freistoß knapp am VfL-Tor vorbei. Danach neutralisierten sich beide Teams. Egestorfs Mittelfeld ließ VfL-Innenverteidiger Paul Jaeckel gewähren, dessen Vorarbeit konnt Daniel Hanslik aber nicht verwerten (40.). Mit dem Halbzeitpfiff jubelten die 50 mitgereisten Germanen-Fans. Weydandt köpfte einen Freistoß von Kevin Schumacher ins Tor. Linienrichterin Sina Diekmann hatte aber eine Abseitsposition erkannt. ​

Nach dem Seitenwechsel kamen die Hausherren besser aus der Kabine. Der agile Hanslik traf per Kopf nach 52 Minuten die Latte. Glück für Germania. Die 248 Zuschauer sahen nun eher ein Spiel für Taktikliebhaber. Wenig Fehler auf beiden Seiten, dafür viel Disziplin. Torchancen blieben logischerweise Mangelware. Die beste hatte Germania in der 81. Minute. Nach einer Standardsituation kam Robin Gaida zehn Meter vor dem Tor frei zum Schuss. Für den geschlagenen VfL-Torwart Philipp Menzel rettete Jaeckel auf der Linie. In der Nachspielzeit wurde es für die Gäste noch einmal gefährlich. Nach einer Flanke von Badu stieg Hanslik wieder am höchsten. Den Kopfball konnte FC-Torwart Markus Straten-Wolf gerade noch abwehren. Damit bewahrte der Keeper sein Team vor der Niederlage. ​

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​Weydandt ist den Wölfen "zu alt"

Einen Sieg hatten beide Teams an diesem Nachmittag nicht verdient. Die Wölfe hätten ihre Aufstiegsambitionen mit einem Heimsieg gerne unterstrichen. „Gegen eine gut organisierte Egestorfer Mannschaft war es nicht leicht für uns“, analysierte VfL-Trainer Rüdiger Ziehl nach dem Spiel in der Mixedzone. „Gegen Egestorf wird es für den HSV und Flensburg auch schwer zu gewinnen“, schob der Wölfe-Coach nach. „Wir spielen sogar noch zweimal gegen Flensburg“, konterte Jan Zimmermann und machte dem VfL Hoffnung auf Schützenhilfe im Titelkampf. Zimmermann selbst hätte gerne mehr aus Wolfsburg mitgenommen, war am Ende aber mit dem Punkt zufrieden. „Defensiv haben wir gut gestanden. Offensiv fehlte der letzte Zug“, analysierte der Germanen-Coach. Sein Team kletterte durch den Punktgewinn auf Platz vier.

Torjäger Weydandt, der auf dem Platz des öfteren mit sich selbst haderte, war nach dem Spiel wieder versöhnlicher. „Wir haben bei einem Aufstiegskandidaten einen Punkt geholt. Das ist absolut in Ordnung“, sagte der Torjäger der bei vielen Vereinen, aber nicht beim VfL, auf der Wunschliste steht. „Er ist ein interessanter Spieler, aber für uns mit 22 Jahren schon etwas zu alt“, sagte VfL-Trainer Ziehl. Für Egestorf geht es nun am kommenden Wochenende zum Derby beim TSV Havelse. Dessen Trainer Christian Benbennek beobachtete die Germanen am Samstag live. Zimmermann ist zuversichtlich für die nächste Aufgabe in Garbsen. „Wir sind jetzt im Rhythmus. Die Mannschaft wird von Woche zu Woche stabiler. Wir wollen jetzt auch in Havelse etwas mitnehmen.“

1. FC Germania Egestorf/Langreder im Spanien-Trainingslager

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