11. Oktober 2018 / 10:17 Uhr

Auf dem Weg zu alter Stärke? Für Gian-Luca Itter waren die "letzten Wochen sehr erfreulich"

Auf dem Weg zu alter Stärke? Für Gian-Luca Itter waren die "letzten Wochen sehr erfreulich"

Tim Lüddecke
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<b>Gian Luca Itter</b>: 67 (FIFA 18: 64)
Er dreht wieder auf: Gian-Luca Itter ist auf dem Weg zurück zu alter Stärke. © imago/Jan Huebner
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In der Vorbereitung konnte er keine zehn Flanken am Stück schlagen, jetzt hat Gian-Luca Itter offenbar seine Adduktorenprobleme hinter sich gelassen. Der talentierte Linksverteidiger steht beim VfL Wolfsburg wieder regelmäßig auf dem Platz - noch für die U23.

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Sein letztes Bundesligaspiel machte Gian-Luca Itter am 17. Februar 2018 gegen den nächsten Gegner des VfL Wolfsburg: den FC Bayern. Am vergangenen Freitag, gegen Werder Bremen, stand er zumindest mal als 19. Mann im Profikader. Doch erst mal geht es für den 19-Jährigen nun darum, „dass er zum Spielen kommt, das ist das Allerwichtigste“, sagt Trainer Bruno Labbadia, „denn er hat in den vergangenen eineinhalb Jahren definitiv zu wenig Fußball gespielt“.

Itter steht wieder regelmäßig auf dem Platz

Seit einigen Wochen steht er nun wieder regelmäßig auf dem Platz, fünf Mal spielte er über 90 Minuten – bei der U23. In der Regionalliga. Aber das ist gerade erst mal nicht so wichtig. Wichtiger ist, dass die Adduktorenprobleme, die ihn schon die gesamte Vorbereitung bei den Profis begleiteten, weg sind. „Die letzten Wochen waren sehr erfreulich“, so Labbadia, „wir haben ihn stabil bekommen mit einem ganz speziellen knallharten Programm, das wir ihm über mehrere Wochen auferlegt haben“.

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Und: Nachdem Itter zuvor im Training teilweise nicht mal zehn Flanken am Stück schlagen konnte, fühlt er sich, so die Rückmeldung, mittlerweile wieder ganz anders. Nach dem Spiel gegen Bremen fragte der Linksverteidiger den VfL-Coach, ob er am nächsten Tag bei der U23 spielen könne. „Klar, super“, entgegnete der 52-Jährige. „Er muss die Spiele machen, damit er die Selbstverständlichkeit wiederbekommt, marschieren zu können. Ich bin momentan sehr froh, dass er auf dem Weg ist.“

Vor Kai Havertz und Arne Maier

Auf dem Weg zu alter Stärke? Vor zwei Jahren, am 31. August 2016, wurde Itter in Mönchengladbach mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold ausgezeichnet, der höchsten Anerkennung, die es für einen Nachwuchsspieler in Fußball-Deutschland gibt: Bei den U17-Junioren landete er vor Kai Havertz (Bayer Leverkusen) und Arne Maier (Hertha BSC). Als die jährliche Auszeichnung nun am 9. September in Sinsheim bei der U19 vergeben wurde, holte Havertz Gold, Maier Silber. In ihren Vereinen haben beide inzwischen auch den Sprung zum Bundesliga-Stammspieler geschafft.

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Und Itter? Der war nicht mehr dabei. Verletzungen hatten ihn immer wieder zurückgeworfen. „Seit ich da bin, war er fast nur verletzt, es sind ganz wenige Möglichkeiten dabei gewesen, nach denen wir ihn klar hätten beurteilen können“, sagt Labbadia, der gleichwohl betont, schon gewisse Anlagen zu sehen: „Klar! Es ist gut, dass wir so jemanden mit seinen Fähigkeiten haben. Er kann die Wege gut machen, aber er braucht die Substanz. Und dafür haben wir jetzt eine Grundlage geschaffen. Ich bin sehr gespannt.“

Lieber in Wolfsburg bleiben?

Aktuell weilt Itter erst mal bei der U20-Nationalmannschaft, Trainer Meikel Schönweitz hat ihn, genau wie Zwillingsbruder Davide-Jerome Itter, für die anstehenden Länderspiele gegen die Niederlande und die Schweiz nominiert. Und diesmal lässt Labbadia sein Talent leichten Herzens zum DFB-Team reisen – das war vor dem U20-Länderspiel Anfang September gegen Tschechien noch anders. „Da haben wir überlegt, ob Gian-Luca nicht vielleicht besser bei uns in Wolfsburg bleibt.“

Auf zur Auswahl, dank Aufbauprogramm!

Als ihm dann Schönweitz aber am Telefon zusagte, dass Itter auch beim DFB sein spezielles Aufbauprogramm durchziehen kann, dachte Labbadia um. „Der U20-Trainer hat betont, wie wichtig Gian-Luca für ihn ist. Und dann hat der spezielle Einheiten machen können, das hat sehr gut geklappt.“ Auch auf dem Platz: Beim 3:2-Sieg gegen Tschechien hatte Itter das zwischenzeitliche 2:2 erzielt.

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