USER-BEITRAG Symbolbild © Imago/Rust

Glückliches Remis der Tauchaer C-Junioren gegen Tapfer 06 Leipzig

Tiefschlaf am Anfang, Stückwerk in der Mitte und eine Willensleistung am Ende retteten einen Zähler

BUZZER DEINE MEINUNG!

  • Fail -
  • Läuft -
  • Krass -
  • WTF -
  • Kopf Hoch -
  • Peinlich -
Anzeige

Taucha. Im Moment stottert der Motor etwas bei Tauchas Jahrgang 2003/2004. Nach dem schwachen Auswärtsauftritt von letzter Woche knüpften wir an diesem Spieltag nahtlos an diese Nichtleistung an und kamen am Ende zu einem glücklichen Unentschieden gegen einen keineswegs Bäume ausreißenden Gegner vom SV Tapfer 06.

Wir wurden auf Wiedergutmachung eingeschworen konnten aber in keiner Phase des Spiels auch nur ansatzweise etwas davon auf den heimischen Kunstrasen bringen. Vielleicht lag es am ungewohnten Look, wir spielten in den Farben der Ecuadorianischen bzw. Kolumbianischen Nationalmannschaft im gewöhnungsbedürftig anmutenden Gelb – Blau – Rot. Und völlig indisponiert halfen wir beim ersten Gegentor nach drei Minuten kräftig mit. Unser Abstoß landet genau in den Füssen der Tapfer-Mannschaft, diese spielen vor dem Sechzehner einen Querpass auf einen vollkommen freistehenden Spieler. Dessen schwachen, mittig halbhoch platzierten Torschuss lässt zu allem Unglück Fynn durch die Hände flutschen. Wir waren dadurch sofort völlig verunsichert, und die Leipziger nutzten auch deren zweite Möglichkeit. Nach Ecke und Strafraumtohuwabohu fällt das Leder am Fünfmeterraum einem Angreifer vor die Füsse und er kann mit höflichem Geleitschutz unsererseits flach links einschieben. Wir bekamen im weiteren Spielverlauf leider gar nichts auf die Kette. Die Köpfe waren ob des Spielstandes unten, Selbstvertrauen und der Glaube an den Mitspieler dahin. Somit bolzten wir ausschließlich und hatten mächtig Dusel, dass Tapfer nicht deutlich mehr Kapital aus unserer Konfusion schlug. Immer wieder verzettelten wir uns mit Einzelaktionen oder spielten Langholz. Auch defensiv war vieles ungeordnet. Wir standen zu weit vom Mann, hielten selten die Abstände, verschoben nicht im Block, verteidigten auf der falschen Seite. Kurzum - es gelang offensiv wie defensiv kaum etwas. Zum Glück ging es nur mit zwei Gegentoren zum Pausentee.

Nach dem Wechsel wurde es leider nur unwesentlich besser. Was aber den Jungs angerechnet werden muss, ist ihr Kämpferherz. Wir fighteten nun entschieden dagegen und kamen so auch zu grösseren Spielanteilen. Tapfer reagierte nur noch im Verwaltungsmodus, so dass wir nun auch zu Torannäherungen kamen. In der ersten Halbzeit konnte nur ein jämmerliches Schüsschen auf das gegnerische Tor notiert werden. Im zweiten Spielabschnitt dagegen beschäftigten wir die Abwehrreihe der Leipziger deutlich intensiver und erarbeiteten uns einige Lücken. Spielerisch blieb allerdings vieles Stückwerk, so dass wir es zunehmend mit Einzelaktionen versuchten. So nahm sich Cedrik in der 50. Spielminute ein Herz und marschierte entschlossen durch den Tapfer – Defensivverbund. Aus 13 Metern kam er frei zum Abschluss und lochte flach links unten ein. Im Anschluss brannte es nach Ecken für uns zweimal lichterloh im Strafraum, jedoch brachten wir die Kugel nicht entscheidend Richtung Kasten. Somit war es Simon F. vorbehalten, für den Ausgleich zu sorgen. Am Mittelkreis schnappte er sich die Pille, überlief zwei Abwehrspieler und zog aus 25 Metern mit brachialem Vollspannstoss ab. Dieser Schlug direkt im linken Kreuzeck ein.

Die Späher von RB Leipzig ermittelten ein Tempo von 147,8 km/h. Tapfer kämpfte nun allerdings wieder dagegen, wollten sie doch den sicher geglaubten Sieg nicht herschenken. Und wir taten einiges, um ihrem Vorhaben nachzugeben. Mittig vorm eigenen Strafraum verursachten wir in 22 Metern Torentfernung unnötig einen Freistoß. Den platziert und wuchtig geschossenen Ball kann Fynn aber mit Flugeinlage um den Pfosten lenken. Den anschließenden Eckstoß spielen die Leipziger kurz und bringen ihn über eine weitere Station ans linke Strafraumeck, wo ungedeckt ein Spieler mit Direktabnahme zum Abschluss kommt. Den herrlichen Schuss kann Trung mit letztem Einsatz von der Linie köpfen – das war knapp. Danach waren wir noch einmal an der Reihe, scheiterten aber am glänzend reagierenden Goalie der Gäste, der einen Kopfball noch mit Reflex von der Linie fingerte. Kurz danach war Schluss und die souverän leitende junge Schiedsrichterin pfiff die Begegnung ab.

Fazit: Tiefschlaf am Anfang. Stückwerk in der Mitte, Willensleistung am Ende. Wir haben sicherlich heute nicht den Fußball gespielt den sich Mannschaft und Verantwortliche wünschen. Zu oft brachten wir unseren Coach dazu, in bester Jürgen-Klopp-Manier an der Seitenlinie zu agieren. Auch den zahlreichen Fans und Unterstützern ist heute sicherlich das eine oder andere graue Haar gewachsen. Es gilt weiterhin fleißig im Training an den Automatismen zu arbeiten. Fußballerisch können wir viel mehr, müssen dazu aber auch mental bereit sein. Mit angezogener Handbremse wird es schwierig, Spiele zu gewinnen. Am kommenden Wochenende treten wir bei der spielstarken weiblichen Vertretung von Rasenballsport Leipzig an. Dort müssen wir sicherlich nicht das Spiel machen, was uns in der Vergangenheit oftmals besser lag. Auf gehts Taucha kämpfen uns siegen.

Taucha mit: Fynn –Lucas L., Jonas H., Cedric., Max K. - , Johnny, Paul – Trung, Simon F., Louis – Jonas B.; eingewechselt : Lucas G., Laurin, Maximilian, Marvin, Dominic

Tore: 0:1 (3.), 0:2 (5.), 1:2 (50.) Cedric, 2:2 (60.) Simon F.

Karten: Taucha 1 x Gelb (Max Kluge), Tapfer 1 x Gelb

Schiedsrichter: Erica Wendel

Zuschauer: 39

Region/Leipzig Kreis Leipzig SG Taucha 99 SG Taucha 99 I (C-Junioren) SV Tapfer 06 Leipzig SV Tapfer 06 Leipzig I (C-Junioren) C-Junioren Kreisoberliga Kreis Leipzig Stadtliga

KOMMENTIEREN

Die besten Bundesliga Quoten werden bereitgestellt von Smartbets.

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

KOMMENTARE

Anzeige