14. September 2018 / 07:45 Uhr

Gnandsteiner haben gegen Geithain Vertrauen in ihre Defensive

Gnandsteiner haben gegen Geithain Vertrauen in ihre Defensive

Heiko Henschel
Geithains Toni Duschinski (r.) führt aktuell die Torschützenliste an.
Geithains Toni Duschinski (r.) führt aktuell die Torschützenliste an. © Andreas Döring
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Fußball-Kreisoberliga: Aufsteiger Pegau trifft auf Spitzenreiter Chemie Böhlen

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Muldental. Nach den Pokal-Begegnungen geht es für die Mannschaften der Fußball-Kreisoberliga darum, wieder in den Punktspielmodus zu schalten. Am Wochenende steht die 4. Runde des noch jungen Spieljahres auf dem Programm. Unter anderem werden zwei direkte Regional-Duelle über die Bühne gehen.

So kommt es am Samstag um 15 Uhr auf der „Großen Reitbahn“ zum Aufeinandertreffen des Aufsteigers TuS Pegau (14.) mit dem aktuellen Klassenprimus SV Chemie Böhlen (1.). Der Neuling scheint nach dem doppelten Auftritt in Leisnig allmählich in die Gänge gekommen zu sein. Erst wurde beim 1:1-Unentschieden der erste Punkt erobert, dann beim 2:1-Erfolg sieben Tage später an gleicher Stelle das Weiterkommen im Pokalwettbewerb bewerkstelligt.

Natürlich wollen sich die Blau-Gelben jetzt auch gegen den derzeitigen Tabellenführer nicht verstecken. Coach Marcus Wolf – der in den beiden erwähnten Partien selbst als Keeper zwischen den Pfosten stand – lässt einen Schuss Optimismus durchblicken: „Ich bin guter Dinge, dass wir zügig weitere Punkte sammeln. Um uns gar nicht erst hinten festzusetzen. Böhlen ist zwar Spitzenreiter, doch die Saison hat gerade begonnen. Personell sind wir gut aufgestellt.“ Nur Steve Bachmann, Steffen Sebastian (beide Urlaub) und Martin Müller (krank) fehlen. Wer in die Kiste geht, wird kurzfristig entschieden.

Röder sieht noch Luft nach oben​

Die Böhlener haben allen Grund, mit breiter Brust in die Elsterstadt zu reisen. Zunächst wurde mit dem 0:0-Remis gegen Hartha trotz der gerissenen Siegesserie die Pole-Position behauptet, bevor im Pokal bei Zschaitz/Ostrau II mit 4:2 gewonnen werden konnte. Toni Röder als Spielertrainer auf der Seite der Chemiker sieht dennoch Luft nach oben und gibt sich vor dem Match in der Elsterstadt forsch: „Wir haben Tacheles geredet, die beiden letzten Spiele waren nicht gerade berauschend. In Pegau wollen wir definitiv gewinnen. Mit einer sicheren Abwehr, offensiven Nadelstichen und genutzten Torchancen. Zumal wir volle Kapelle vermelden können.“

24 Stunden später stehen sich das momentane Schlusslicht SG Gnandstein (16.) und der FSV Alemannia Geithain (8.) gegenüber. Die Burgherren hatten zuletzt wie die Pegauer zweimal den selben Gegner vor der Nase. Im Punktekampf gab es in Großsteinberg eine 3:5-Schlappe, ehe der TSV im Pokal mit 3:0 geschlagen wurde. Welches (Defensiv)-Gesicht zeigt die SG 49 nun im Derby? Coach Enrico Kühn hofft darauf, dass der Schweizer Käse endlich aufgegessen ist: „Wir haben hinten umgestellt, hoffentlich funktioniert es weiterhin so ordentlich. Die Null muss stehen und vorne sind wir immer für den einen oder anderen Treffer gut. Notfalls hilft der liebe Gott. Wer gegen Geithain motiviert werden muss, ist ohnehin fehl am Platze.“

Die Geithainer – welche im Pokal gegen die eigene Reserve einen 8:0-Pflichterfolg landeten – waren mit dem vorherigen 2:2 gegen Regis-Breitingen ob des späten Gegentreffers keineswegs zufrieden. Die verlorenen Zähler will sich Trainer Marco Seifert – welcher erst einmal tief stapelt – mit seiner Truppe jetzt im Nachbarschafts-Duell zurück holen: „Gnandstein ist zu Hause favorisiert, gar keine Frage. Dennoch erwarte ich ein Duell auf Augenhöhe, die Spiele dort waren schließlich immer eng und hart umkämpft. Es geht darum, Paroli zu bieten und nicht die Burg zu bestaunen.“

Krauspe warnt: "Das wird kein Selbstläufer"​

Offensichtlich bestens in Form ist der amtierende Meister BSV Einheit Frohburg (3.). Wobei sich Gegensätze scheinbar anziehen. Dem durchaus beachtlichen 1:0-Erfolg gegen Absteiger Borna folgte ein 15:0-Kantersieg im Pokal in Kiebitz. Haben sich die Rennstädter damit für das Match beim TSV Burkartshain (15.) am Samstag um 15 Uhr an der Diesterwegstraße warm geschossen?

Für Coach Tom Krauspe ist Vorsicht allerdings die Mutter der Porzellankiste: „Das ist kein Selbstläufer, ein richtig ekliges Ding. Wir müssen den Kampf annehmen. Personell wird es sehr kompliziert, uns fehlt fast die halbe Mannschaft.“ Andre Spranger, Simon Gey, Domenic Zein, Christopher Ussat und Sven Schmidt plagen sich mit Blessuren verschiedenster Art herum. Jona Anders und Lars Mertin sind im Urlaub.

Auch eine Klasse tiefer werden keine Geschenke verteilt, der Bornaer SV (4.) hat es in Frohburg schmerzlich erfahren müssen. Die knappe Niederlage beim Champion der Vorsaison gilt es nun zu revidieren, was gegen den SV Ostrau (5.) am Samstag um 15 Uhr im Rudolf-Harbig-Stadion mit Sicherheit kein einfaches Unterfangen wird. Trainer Marco Gruhne nimmt sein Team – das beim 2:0 im Pokal gegen Hartha bereits etwas Wiedergutmachung betrieb – jedoch weiterhin in die Pflicht: „Es gibt keine Ausreden, ab sofort zählen nur Siege. Wir sind Favorit, gut drauf, fit, die Moral stimmt. Ganz einfach mit Überzeugung und Tempo dem Spiel unseren Stempel aufdrücken, gegen einen sicherlich defensiv eingestellten Gegner Lösungen finden und den Sack beizeiten zubinden. Weil Ostrau stets brandgefährlich ist, vor allem Marcus Hausmann.“ Die zurückgekehrten Urlauber beleben den Konkurrenzkampf. Nur Franz Müller, Erik Mäder (beide verletzt) und Johann Burkhardt (privat verhindert) fallen aus.

Minimalziel für Regis ist ein Remis​

Das kurz vor Schluss erkämpfte Unentschieden in Geithain und dann der 3:1-Erfolg im Pokal in Hohnstädt. Es ist alles im grünen Bereich beim SV Regis-Breitingen (9.). Was auch dringend notwendig ist, denn der am Samstag um 15 Uhr im Dr. Fritz-Fröhlich-Stadion gastierende SV Blau-Weiß Bennewitz (2.) stellt ein mächtiges Kaliber dar. Von dem sich Coach Swen Licht aber ebenso wenig wie seine Jungs einschüchtern lassen möchte: „Wir haben nichts zu verlieren und wollen unsere kleine Serie von drei ungeschlagenen Spielen unbedingt fortsetzen. Minimalziel ist also ein Unentschieden. Das Motto lautet: Hinten kompakt stehen, vorn geht immer etwas. Der Kader ist ausreichend bestückt, selbst wenn einige Leute fehlen. Vierzehn, fünfzehn Mann bekommen wir auch so locker zusammen.“

Mit vielen Toren hatte der SV Blau-Weiß Deutzen (12.) in seinen jüngsten Begegnungen nichts am Hut. 0:0 gegen Burkartshain, 1:0 im Pokal gegen Auligk. In der Partie beim Otterwischer SV (11.) am Sonntag um 15 Uhr baut Trainer Rolf Tröger erneut auf eine stabile Abwehr und wünscht sich darüber hinaus mehr Angriffsschwung: „Im Offensivbereich kann es nur besser werden. Ein Peter Neumann zum Beispiel fehlt dort halt an allen Ecken und Enden, aber auch er ist wieder ins Training eingestiegen. Wir werden es schon irgendwie packen. Dafür müssen wir von Beginn an dagegenzuhalten.“ Jimmy Lange, Nico Dreblow, Kevin Kunath und Christian Kreisel (alle Arbeit beziehungsweise Urlaub) sind im Jahnsportpark allerdings nicht dabei.

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