Der 34-jährige Daniel Gutmann ist seit 2011 im Vorstand der Greifswalder Fußballer aktiv. Der 34-jährige Daniel Gutmann ist seit 2011 im Vorstand der Greifswalder Fußballer aktiv. © Ronald Krumbholz
Der 34-jährige Daniel Gutmann ist seit 2011 im Vorstand der Greifswalder Fußballer aktiv.

Greifswalder FC will sich in Landesspitze etablieren

Sportchef Gutmann spricht über die Hinrunde, Ziele und den Pokal-Kracher gegen Hansa.

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Die Verbandsliga-Fußballer des Greifswalder FC sind nach der Hinserie Tabellenführer. Auch alle anderen Mannschaften geben in ihren Staffeln den Ton an. Die Nachwuchsarbeit beim GFC trägt Früchte. Die OSTSEE-ZEITUNG sprach mit dem sportlichen Leiter des GFC, Daniel Gutmann, über den ersten Teil der Saison, über die Ziele der Verbandsligamannschaft und die sportlichen Anforderungen an die anderen Teams im Verein.

Das Jahr 2017 ist Geschichte. Wie schauen Sie auf das vergangene Jahr zurück?
Daniel Gutmann: Das Jahr war sportlich sehr bewegend, auch für mich. Dabei ging es nicht so gut los. Am Ende der Saison 2016/17 erlebte ich einen persönlichen Tiefpunkt. Da waren die Spiele gegen Torgelow (14. Mai/1:4 – d. Red.) und Pampow (11. Juni/1:3), die uns letztlich den angestrebten Aufstieg in die Oberliga vermasselten. In dieser Zeit gab es für mich die Überlegung, ob im Verein sportlich alles richtig läuft. Ich habe meine Arbeit hinterfragt, mit dem klaren Entschluss, auch weiterhin zur Verfügung zu stehen.

Der GFC hat mit Beginn der Saison 2017/18 einen neuen Trainer ins Boot geholt. Nach einem halben Jahr können Sie die Arbeit von Roland Kroos sicher schon beurteilen. Wie fällt sein „Halbjahreszeugnis“ aus?
Gutmann: Den Wechsel auf der Trainerposition haben wir im Sommer 2017 vollzogen. Roland Kroos übernahm für Hagen Reeck, von dem wir uns gütlich getrennt hatten. Mit der Verpflichtung von Kroos hat der Verein ein Ausrufezeichen gesetzt. Die Arbeit der vergangenen sechs Monate war ziemlich intensiv für uns, obwohl wir keinerlei Anlaufschwierigkeiten in der Zusammenarbeit hatten. Allerdings haben wir dem Trainer keinen optimalen Status übergeben. Die Vorbereitungsphase war nicht zufriedenstellend und somit lag Kroos’ Fokus in den ersten zwölf Wochen ausschließlich auf der Verbandsligamannschaft. In der Folgezeit wurden die Aufgaben für die zweite Mannschaft sowie den A- und B-Jugendbereich durch Roland Kroos ebenso mit Inhalten gefüllt. Diesen Anforderungen müssen wir in den nächsten Wochen die notwendige Aufmerksamkeit schenken.

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In den zurückliegenden beiden Jahren hat es mit dem angepeilten Aufstieg in die Oberliga nicht geklappt. Bis dato gab es von der Vereinsführung des GFC noch keine Zielsetzung für die laufende Saison. Ist es immer noch das Ziel des GFC, den Aufstieg zu schaffen?
Gutmann: Ich mache grundsätzlich mal einen Strich unter die beiden vergangenen Jahre. Der Aufstieg war eine eindeutige Zielformulierung. Im ersten Jahr als Greifswalder FC war diese Rolle eine absolute Zugabe zur gelungenen Neuordnung des Vereins und des Greifswalder Fußballs. Jetzt läuft es etwas anders. Gemeinsam haben wir im Dezember vergangenen Jahres die sportliche Situation sondiert. Wir wollen mit dem Maßstab der Hinrunde auch in der Rückrunde agieren. Im April 2018 werden wir unsere Ziele dann deutlicher formulieren. Dann werden wir mehr als nur ein Lippenbekenntnis bekanntgeben.

Mit Beginn der Punktspiel-Rückrunde hat der Greifswalder FC noch eine andere Aufgabe zu lösen. Im Landespokal-Viertelfinale muss Ihr Team am 27. Februar gegen den FC Hansa Rostock antreten. Wird der Verbandsligist den Drittligisten wie im Vorjahr wieder bis ins Elfmeterschießen zwingen?
Gutmann: Ich erwarte ein Pokalduell auf Augenhöhe. Unser Ziel ist das Halbfinale im Landespokal MV. Das ist meine absolute Überzeugung. Die Fans des Greifswalder FC sollten am 27. Februar um 19.00 Uhr den Weg ins Volksstadion finden. Nur das vorangegangene Wetter kann uns einen Strich durch unsere Planung machen.

In der vorjährigen Winterpause sorgte der GFC landesweit für Aufsehen, als die Verpflichtung des zweitligaerfahrenen Velimir Jovanovic bekannt gegeben wurde. Wird es auch in diesem Winter wieder einen Kracher geben oder ist der Kader des Greifswalder FC ausreichend besetzt für die Rückrunde?
Gutmann: Zumindest haben wir nicht vor, zwingend aktiv zu werden. Im Fußball kann es manchmal aber sehr schnell gehen. Derzeitig sind wir aber nicht auf der Suche nach einer Verstärkung. Die Mannschaft hat unser absolutes Vertrauen.

Insgesamt hat sich der Verein in den zweieinhalb Jahren nach seiner Neugründung gut entwickelt. Fast alle Mannschaften spielen in ihren Ligen oben mit. Brauchte der Neuanfang etwas Zeit und startet der Greifswalder FC jetzt richtig durch?
Gutmann: Ich lege den Fokus der Frage mal auf den Seniorenbereich des Greifswalder FC und kann in diesem Fall deutlich mit „Ja“ antworten. Ich bin noch immer sehr froh dass alle Mitglieder, Trainer, Sponsoren und Unterstützer den Weg für diese erfolgreiche Neuorganisation im Verein geebnet haben. Diese Basis bildet das Gesicht des GFC und sorgt natürlich auch für den Erfolg im Verein. Derzeitig sieht es in den einzelnen Mannschaften sportlich wirklich sehr gut aus, die Trainer machen eine sehr gute Arbeit. Diese Einstellung zeigt sich dann auch in der Entwicklung unserer Spieler und Spielerinnen. Ich kann mir zumindest gut vorstellen, dass sich der Greifswalder FC nachhaltig in der Landesspitze etabliert. Ich bin bereit, die nächsten Entwicklungsschritte gemeinsam mit der Vereinsführung zu begleiten. Greifswald hat dahingehend ein großes Potenzial.

Interview: Philipp Weickert

Region/Mecklenburg Vorpommern ezimport Greifswalder FC (Herren) Greifswalder FC Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern Kreis Vorpommern-Greifswald

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