13. Juni 2017 / 12:59 Uhr

Greifwalder Trainer Reeck hört auf

Greifwalder Trainer Reeck hört auf

Steffen Oldörp
Hagen Reeck (57), Trainer von Fußball-Verbandsligist Greifswalder FC, hört zum Saisonende bei den Vorpommern auf.
Hagen Reeck (57), Trainer von Fußball-Verbandsligist Greifswalder FC, hört zum Saisonende bei den Vorpommern auf. © Ronald Krumbholz
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Der Trainer des Fußball-Verbandsligisten Greifswalder FC tritt ab: Weil er mit der Mannschaft den Aufstieg in die Oberliga verpasste.

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Greifswald. Hagen Reeck verlässt den Greifswalder FC. Der Trainer des Verbandsligisten hat den Spielern am Montag seinen Abschied zum 30. Juni bekanntgegeben. „Ich übernehme damit die Verantwortung dafür, dass wir in dieser Saison nicht in die Oberliga aufgestiegen sind“, so Reeck.

Mit dem 57-Jährigen standen die Greifswalder in dieser und in der vergangenen Saison zur Winterpause an der Tabellenspitze. Am Ende verpasste der GFC jeweils den Oberligaaufstieg. 2016 fing der FC Mecklenburg Schwerin die Greifswalder noch ab. In diesem Jahr hat der Torgelower FC Greif einen Spieltag vor Schluss drei Punkte Vorsprung und das deutlich bessere Torverhältnis.

„Ich ärgere mich sehr, dass wir das Saisonziel nicht geschafft haben“, sagt Reeck, dessen Zweijahresvertrag Ende Juni ohnehin ausgelaufen wäre. Er hatte aber eine Option auf ein weiteres Jahr als Trainer beim GFC. Der Verein hätte diese Option bis Ende April ziehen müssen, hatte daran aber offenbar kein Interesse. „Deshalb habe ich von mir aus die Reißleine gezogen. Vor allem, weil ich gespürt habe, in welche Richtung es geht“, sagt Reeck.

Der 57-jährige Hagen Reeck (r.), hier mit Spieler Frank Rohde, trainiert den Greifswalder FC seit 2015.
Trainer Hagen Reeck hier im Gespräch mit GFC-Kicker Frank Rohde, © Werner Franke
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Bereits vor dem Hagenowspiel vor zwei Wochen, das die Greifswalder mit 12:1 gewannen, habe er Sportvorstand Daniel Gutmann seinen Abschied zunächst telefonisch, später auch persönlich mitgeteilt. Ein Grund für seine Entscheidung: Fehlende Kommunikation zwischen einigen Vorstandsmitgliedern und ihm. „Ich hatte das Gefühl, dass zwischen Mannschaft und Trainer alles in Ordnung ist. Aber irgendwie war das Verhältnis zwischen Teilen des Präsidiums und mir belastet.“ So kamen bereits vor Wochen, als der GFC noch Tabellenführer der Verbandsliga war, Gerüchte auf, dass der Verein einen neuen Trainer sucht. „Für mich unverständlich, da wir zu dem Zeitpunkt noch alle Möglichkeiten für den Aufstieg hatten", bedauert Reeck, der sagt:. „Da hätte ich mir klare Worte vom Verein gewünscht.“

Der 57-Jährige hatte den Greifswalder FC vor zwei Jahren übernommen. Das Ziel damals war klar: Sofortiger Oberliga-Aufstieg. „Vielleicht haben wir uns damit ein wenig zu weit aus dem Fenster gelehnt“, sagt Reeck. „Man hätte das optimaler lösen können, aber natürlich war ich vollkommen überzeugt, dass wir das schaffen. Dass wir es nicht gepackt haben, dafür bin ganz klar ich verantwortlich. Ohne wenn und aber.“

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