27. April 2017 / 11:17 Uhr

Griechischer Pokal: Ex-Bundesliga-Stürmer Hugo Almeida plötzlich Torwart

Griechischer Pokal: Ex-Bundesliga-Stürmer Hugo Almeida plötzlich Torwart

Sönke Gorgos
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Hugo Almeida stand im griechischen Pokal-Halbfinale im Tor von AEK Athen.
Hugo Almeida stand im griechischen Pokal-Halbfinale im Tor von AEK Athen. © dpa
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Der Werder-Held und 96-Flop musste bei AEK Athen in der Nachspielzeit zwischen die Pfosten - und ließ keinen mehr rein.

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Eigentlich ist Hugo Almeida ja für's Toreschießen zuständig. Damit hat der Portugiese sich nicht zuletzt in Deutschland einen Namen gemacht. Bei Werder Bremen gelang das sehr gut, bei Hannover 96 - nun ja - eher weniger. Für das Verhindern von Toren war der 32-Jährige noch nie zuständig - bis jetzt!

Griechisches Pokal-Halbfinale, Rückspiel. AEK Athen steht gegen Olympiakos Piräus (mit Marko Marin) dicht vor dem Einzug ins Endspiel. Das Hinspiel haben die Schwarz-Gelben aus der griechischen Hauptstadt mit 2:1 gewonnen, im Rückspiel liegt das AEK-Team von Ex-Sevilla-Coach Manolo Jiménez nach einem Gegentor von Alaixys Romao (82.) zwar mit 0:1 zurück, das würde aufgrund der Auswärtstorregel aber reichen. Hugo Almeida, der im Hinspiel verletzt fehlte, steht bereits auf dem Platz. Der Ex-Bundesliga-Star ist in der 78. Minute eingewechselt worden - eigentlich als Stürmer.

In einer überaus hektischen und emotionalen Schlussphase überschlagen sich die Ereignisse: AEK-Torwart Giannis Anestis sieht innerhalb weniger Augenblicke tief in der knapp zehnminütigen Nachspielzeit zwei Gelbe Karten, muss vom Platz - wie später übrigens auch Olympiakos-Verteidiger da Costa. Jiménez hat aber schon dreimal gewechselt - was nun?

Almeida hält den Finaleinzug fest

Almeida, in dieser Saison häufig verletzt, fasst sich ein Herz, streift sich die Torwart-Handschuhe von Anestis über, schlüpft ins Trikot und stellt sich kurzerhand selbst in den Kasten. Und der Portugiese behält seine weiße Weste, obwohl er noch über fünf Minuten im Kasten steht. **Wirklich selbstsicher sieht er auf Fotodokumenten mit dem Ball in der Hand allerdings nicht aus...

In Deutschland spielte Vollblutstürmer Almeida zweimal. Bei Werder Bremen schoss der Portugiese zwischen 2006 und 2011 65 Tore in 180 Spielen, bei Hannover 96 bei einem weniger ruhmreichen Gastspiel in der Abstiegssaison 2015/16 nur einen Treffer in fünf Spielen. Trainer Daniel Stendel warf den erfahrenen Angreifer ob schwacher Leistungen im April nach nur drei Monaten wieder aus dem Kader, ablösefrei wechselte er im Sommer zu AEK Athen. In der laufenden Saison schoss der Altstar vier Tore. Und zog mit den Schwarz-Gelben jetzt ins Pokalfinale ein - denn AEK schaukelte das Ergebnis mit ungewöhnlichem Torwart über die Zeit.

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