USER-BEITRAG Symbolbild © dpa

Grimma verliert Punktspielauftakt mit 0:3

Das Team von Coach Daniel Wohllebe verlor deutlich bei den Kickers 94 Markkleeberg.

BUZZER DEINE MEINUNG!

  • Fail -
  • Läuft -
  • Krass -
  • WTF -
  • Kopf Hoch -
  • Peinlich -
Anzeige

Markkleeberg. Der FC Grimma hat den Meisterschaftsauftakt der Sachsenliga gehörig in den Sand gesetzt. Im altehrwürdigen Markkleeberger Sportpark „Camillo Ugi“ unterlagen die Schützlinge von Trainer Daniel Wohllebe den heimischen Kickers 94 mit 0:3 (0:1) und enttäuschten in den kompletten 90 Minuten auf ganzer Linie. Nach einem absoluten Katastrophenstart konnte zwar jedem einzelnen Grimmaer Akteur der Wille nicht abgesprochen werden, doch fehlte es in Unterzahl einfach an spielerischen Lösungen sowie Ideen um die Auftaktpleite abwenden zu können. Blind und stereotyp wurden die Bälle meist hoch in Richtung des Markkleeberger Strafraumes gedroschen – ein gefundenes Fressen vor die lang aufgeschossenen Defensivakteure der Kickers. Zwingende Tormöglichkeiten waren an einer Hand abzuzählen, stattdessen beschäftigte man sich gegen Ende wieder mit jeder Menge Nebenkriegsschauplätzen. Ganz anders die Kickers, die sich auf das Wesentliche konzentrierten, viel präsenter wirkten und gegen Ende noch hätten höher gewinnen können. Bleibt zu hoffen, dass dieser Schuss vor den Bug aus Grimmaer Sicht genau zur rechten Zeit kam. Am kommenden Samstag ist daheim um 14.00 Uhr gegen Aufsteiger Lipsia Eutritzsch die dringend notwendige Reaktion zu erwarten.

Doppelter Schock für die Gäste von der Mulde

Wer fünf Minuten später im Markkleeberger Sportpark „Camillo Ugi“ eintraf, hatte bereits einiges verpasst. Schon wenige Sekunden nach Anpfiff gingen die Platzherren in Führung. Nach einer schnellen Einwurf-Ausführung spritzte Freyer in eine Eingabe von rechts und überwand FC-Keeper Jan Evers aus Nahdistanz – 1:0 (1.). Schlimmer konnte es aus Grimmaer Sicht eigentlich nicht losgehen, doch dies sollte noch übertroffen werden. Nach einem Ballverlust im Vorwärtsgang steckte der Ex-Grimmaer Julian Adam geschickt die Kugel zu seinem rechtzeitig startenden Bruder Kevin durch, Felix Horn konnte den frei durchlaufenden Kickers-Akteur nur per Festhalten am Durchbruch hindern. Zwar zögerte Schiedsrichter Teichmann (Schneeberg) nach dem Pfiff kurz, doch schickte er den FC-Mittelfeldabräumer anschließend mit Rot aufgrund der Notbremse vom Platz (4.). Damit war jegliches taktische Konzept der Muldestädter nach fünf Minuten bereits über den Haufen geworfen, es galt sich fortan neu zu ordnen. Und siehe da, in der Folgezeit kamen die Gäste besser in die Partie. Einen zu kurz abgewehrten Ball setzte Toni Ziffert knapp über das Gebälk (6.), einen Schuss von Rico Engler stellte Kickers-Schlussmann Czempik auf die Probe (11.).

Die Unterzahl merkte man den Gästen in der Folgezeit kaum an, die Gastgeber wurden mehr und mehr in die eigene Hälfte gedrängt. Seht gut von Robin Brand eingeleitet, versuchte sich Christoph Jackisch aus spitzem Winkel, doch konnte der im letzten Moment hereingrätschende Mewes schlimmeres verhindern (22.). Die beste Gelegenheit zum Ausgleich ließ dann jedoch Kapitän Brand verstreichen. Prima von Jackisch per Querpass in Szene gesetzt, stand Brand völlig frei vor Czempik, der schoss er den Kickers-Schlussmann aus guter Position an (29.). Allerdings soll nicht verborgen bleiben, dass man die Einheimischen durch teilweise haarsträubende Fehler und Ballverluste im Spielaufbau immer wieder zu Konterattacken einlud. So hatte der Markkleeberger Kauerauf binnen kurzer Zeit vier richtig große Möglichkeiten um das Ergebnis zu erhöhen. Zunächst lief er nach Pass von K. Adam allein aufs Tor zu, doch verfehlte er hier ebenfalls das Ziel wie kurze Zeit später als er von J. Adam eingesetzt wurde (27., 31.). Wiederum waren einige Minuten vergangen, als sich abermals Kauerauf zunächst per Heber und anschließend per Distanzschuss versuchte – beide Male fehlte es wiederum an der nötigen Genauigkeit (36., 40.). Spätestens hier hätte der Markkleeberger Vorsprung anwachsen müssen, doch ließen die Gastgeber die haarsträubenden Grimmaer Unzulänglichkeiten ungenutzt. Dies hätte sich fast gerächt, wurden die Muldestädter vor dem Pausenpfiff noch zweimal gefährlich. Stefan Tröger konnte nach einem Engler-Eckball Czempik nicht überwinden (42.), nach einer langgezogenen Ziffert-Flanke ließ Engler eine sehr vielversprechende Kopfballgelegenheit ungenutzt (45.+1).

Grimma trotz Unterzahl zu einfallslos

Wer dachte, dass die Gäste mit Schwung aus der Pause kommen würden, wurde bitter enttäuscht. Zwar hatten die Wohllebe-Schützlinge die erste Möglichkeit, als Brand nach einem Engler-Freistoß per Kopf an Czempik scheiterte (47.), doch bereits wenige Minuten später brachte ein erneuter verhängnisvoller Ballverlust im Vorwärtsgang den zweiten Gegentreffer. Blitzschnell schalteten die Gastgeber um – Kauerauf bediente J. Adam, der im Duell gegen Evers der Sieger blieb und auf 2:0 erhöhte (53.). Nun sollte sich die Grimmaer Angelegenheit natürlich noch mehr erschweren. Mehr und mehr kamen die Muldestädter fortan von ihrer Linie ab und droschen die Bälle immer öfter in Richtung des Markkleeberger Strafraums – ein völlig unzureichendes Rezept gegen die baumlangen Heyse, Sund & Co. Etwas gefährlich wurde einzig bei Standards oder Einzelaktionen. Einen Freistoß sowie eine Direktabnahme von Jackisch krallte sich Czempik sicher (69., 77.), nach einem Kurzbach-Eckball traf der aufgerückte Innenverteidiger Stefan Maruhn per Kopf nur das Lattenkreuz (70.), Englers Schuss aus der Drehung wurde erneut sichere Beute des Kickers-Schlussmannes (78.).

Die Gäste hätten noch Stunden oder Tage spielen können, einen Treffer hätten sie mit Sicherheit nicht erzielt. Ganz anders die Platzherren, die kurz vor Ultimo den Deckel draufmachten. Erneut wurden die Gäste klassisch ausgekontert – der eingewechselte Blochwitz bedankte sich für die glänzende Vorarbeit von Freyer und erhöhte mühelos auf 3:0 (84.). Damit waren alles Messen gelesen, die Gäste fielen auf dem Feld nur noch Undiszipliniertheiten auf. Hätte Evers in der Endphase nicht noch gegen Freyer und Blochwitz im Eins-gegen-Eins gerettet, hätte die Niederlage sogar noch höher ausfallen können (86., 89.).

Fazit: Es kann nur aus Grimmaer Sicht nur besser werden. Nun gilt es, innerhalb der Trainingswoche dieses Spiel schonungslos auszuwerten, sich dementsprechend vorzubereiten und am Samstag gegen Lipsia Eutritzsch eine Reaktion zu zeigen. Und die wird definitiv auch folgen!

Markkleeberg: Czempik – Mewes, Sund, Heyse, Moreno Morales – K. Adam (ab 81. Morgenstern), Nguyen – Scherz, Kauerauf (ab 87. Galetzka), Freyer – J. Adam (ab 76. Blochwitz) – Trainer: Brestrich 

Grimma: Evers – Theinert, Maruhn, Dietrich, Ziffert – Tröger, Horn – Jackisch, Engler, Markus (ab 69. Kurzbach) – Brand – Trainer: Wohllebe 

Schiedsrichter: Teichmann (Schneeberg) – Schiedsrichter-Assistenten: Seidl (Langenbernsdorf), Fiebig (Burgstädt)

Tore: 1:0 Freyer (1.), 2:0 J. Adam (53.), 3:0 Blochwitz (84.)

Gelbe Karten: Kauerauf (Foulspiel – 6.), Nguyen (Foulspiel – 25.), Sund (Foulspiel – 33.), Mewes (Foulspiel – 58.) – Theinert (Foulspiel – 57.), Jackisch (Foulspiel – 61.), Dietrich (Meckern – 87.), Tröger (Meckern – 90.)

Rote Karten: Horn (Grimma) wegen einer Notbremse (3.) 

Zuschauer: 125 im Sportpark „Camillo Ugi“ zu Markkleeberg

Region/Leipzig Kreis Muldental/Leipziger Land FC Grimma FC Grimma (Herren) Kickers 94 Markkleeberg Kickers 94 Markkleeberg (Herren) FV Eintracht Niesky-FC Grimma (14/08/2016 16:00) Landesliga Sachsen WEKU Sachsenliga (Herren)

KOMMENTIEREN

Die besten Bundesliga Quoten werden bereitgestellt von Smartbets.

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

KOMMENTARE

Anzeige