Auf zum zweiten Testspiel: Das Schiedsrichtergespann Ulf Kröger, Jens Simoleit und David Möller geleitet die Spieler des Grimmener SV (weiß) und des FC Mecklenburg Schwerin auf den Platz. Auf zum zweiten Testspiel: Das Schiedsrichtergespann Ulf Kröger, Jens Simoleit und David Möller geleitet die Spieler des Grimmener SV (weiß) und des FC Mecklenburg Schwerin auf den Platz. © Anja Krüger
Auf zum zweiten Testspiel: Das Schiedsrichtergespann Ulf Kröger, Jens Simoleit und David Möller geleitet die Spieler des Grimmener SV (weiß) und des FC Mecklenburg Schwerin auf den Platz.

Grimmener SV verliert zweites Testspiel

1:7 gegen FC Mecklenburger Schwerin / Weniger Besucher als erwartet beim Vereinsfest / Kuchenbasar für die Nachwuchsarbeit.

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Grimmen. Ein vielseitiges Programm hatten die Fußballer des Grimmener SV anlässlich ihres Vereinsfestes auf die Beine gestellt. Stefanie Bockhahn hatte eine Registrierungsaktion für potenzielle Stammzellenspender organisiert, beim Fußball-Golf konnte jeder Gast sein Ballgeschick unter Beweis stellen. Mütter junger Kicker hatten einen Kuchenbasar aufgebaut, um den Nachwuchsbereich des Vereins finanziell zu unterstützen, und auch Fußball wurde natürlich gespielt. Unterm Strich gab es allerdings aufgrund der eher geringen Besucherzahl ein ernüchterndes Fazit vom stellvertretenden Vereinspräsidenten Christian Bockhahn: „Es war zwar eine kurzweilige Veranstaltung, die wir in den kommenden Tagen auswerten werden. Auch über  Verbesserungen werden wir uns austauschen müssen.“

57 potenzielle Spender mehr

Kaum eine Minute verging, in der Stefanie Bockhahn mit Unterstützung von Ines Zimak und Josefine Frohme keine Gesellschaft hatten. Die drei Frauen warben für die DKMS gGmbH und akquirierten potenzielle Stammzellenspender. 50 Registrierungen hatten sie sich vorgenommen. Am Ende waren es 57. „Ein voller Erfolg“, freute sich Stefanie Bockhahn (29). Sie selbst hat schon auf der Kinderkrebsstation gearbeitet. „Als ich von einem kleinen Mädchen dort hörte, die an Leukämie erkrankt ist, habe ich mich vor eineinhalb Wochen spontan entschieden, diese Aktion hier durchzuführen“, erzählt die junge Frau, die selbst Mutter zweier Kinder ist. Die Kirchdorferin hat sich schon vor sechs Jahren registrieren lassen und kam im vergangenen Jahr sogar als Spenderin in Frage.

Bildergalerie zum Vereinsfest

„Aufgrund meiner Schwangerschaft konnte ich aber nicht spenden“, erzählt sie. Gezögert hätte sie ansonsten nicht und sich sofort zu einer Spende bereiterklärt. „Einige haben Angst davor, dass ihnen etwas bei der Spende zustoßen könnte“, sagt sie. Diese Angst konnte sie den meisten Skeptikern nehmen. Nicht nur die Anzahl an Registrierungen nennt Stefanie Bockhahn einen Erfolg. Sie machte sich in den eineinhalb Wochen, die sie für die Vorbereitung hatte, auch auf den Weg, finanzielle Spenden zu sammeln.

„40 Euro kostet die DKMS eine Registrierung. Dank Grimmener Unternehmen, allen voran dem Handelshof Vorpommern, entstehen der DKMS keine Kosten“, erzählt sie. Und auch beim Vereinsfest bekam sie durchweg positives Feedback. „Ich habe mich schon lange mit dem Gedanken getragen, mich registrieren zu lassen. Jetzt habe ich hier vor Ort die Möglichkeit. Das ist klasse und ich kann vielleicht sogar Leben retten“, sagt Dominic Kroschwald.

Futtern für den guten Zweck

Wenn es auch nicht die erhoffte Besucherzahl gab, mit dem Erlös aus dem Kuchenbasar können die engagierten Muttis zufrieden sein. „Jeder Euro für den Nachwuchs ist wichtig“, sagt Christian Bockhahn. Der Erlös sowie jener aus der Tombola werden in den Nachwuchsbereich, speziell in Trainingsutensilien, investiert.

Erste verliert ihren zweiten Test

1:7 unterlag die Verbandsliga-Elf des Grimmener SV dem Oberligisten FC Mecklenburg Schwerin. Ein Ergebnis, mit dem GSV-Trainer Burghard Schultz ganz und gar nicht zufrieden ist. „Das ärgert mich richtig“, sagt er. Vor allem die Leistung seiner Männer von der 29. bis zur 34. Minute. In der Zeit kassierte der GSV gleich vier Gegentore. „Da nehme ich die älteren Spieler in die Pflicht. Nach dem zweiten Gegentor ging es bei uns total ungeordnet zu. Es wäre ihre Aufgabe gewesen, die Mannschaft wieder zu ordnen“, kritisierte Schultz. In der zweiten Hälfte der Partie lief das Grimmener Spiel etwas besser, und Sven Berndt erzielte das einzige GSV-Tor (68.) durch einen Elfmeter. „Das hatte aber auch damit zu tun, dass Mecklenburg einen Gang zurückschaltete“, sagt Burghard Schultz.

Jetzt bleiben dem GSV noch drei Wochen bis zum Saisonstart. „Diese Woche werden wir noch einige Konditions- und Krafteinheiten sowie Läufe absolvieren und in den darauffolgenden beiden Wochen Fußball spielen“, gibt Schultz das Restprogramm für die Vorbereitung vor.

Grimmener SV: Griwahn (46. Claas) – Lambrecht (46. Otto), Simdorn (46. Piechotka), Boljahn, Müller, Niendorf (46. Brenz), Wollenburg, Schmidt, Gau, Jeschke, Berndt.

Grimmener SV (Herren) Grimmener SV FC Mecklenburg Schwerin (Herren) Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern Herren Region/Mecklenburg Vorpommern Kreis Nordvorpommern-Rügen

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