14. September 2018 / 19:08 Uhr

Bericht: Wegen Erdogan - DFB-Präsident Grindel legte sich mit FIFA-Boss an

Bericht: Wegen Erdogan - DFB-Präsident Grindel legte sich mit FIFA-Boss an

Redaktion Sportbuzzer
Twitter-Profil
Zwischen Reinhard Grindel und Gianni Infantino soll es einen heftigen Konflikt gegeben haben.
Zwischen Reinhard Grindel und Gianni Infantino soll es einen heftigen Konflikt gegeben haben. © imago/Camera 4
Anzeige

Brisanter Bericht über einen Streit zwischen DFB-Präsident Reinhard Grindel und FIFA-Boss Gianni Infantino. Im Zuge der deutschen Bewerbung um die EM 2020 soll Grindel dem Weltfußball-Chef in einem Brief um Neutralität gebeten haben - weil sich Infantino mit Türkei-Präsident Erdogan traf.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Im Kampf um die Austragung der Fußball-EM 2024 ist es vor einigen Monaten zu einer heftigen Kontroverse zwischen DFB-Präsident Reinhard Grindel und FIFA-Boss Gianni Infantino gekommen. Darüber berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel.

Demnach hatte Grindel den Präsidenten des Weltverbandes in einem Brief vom 28. November 2017 in sachlicher Form um Fairness und Neutralität im Bewerbungsverfahren um die EURO 2024, die am 27. September durch die Exekutive der Europäischen Fußball-Union (UEFA) vergeben wird, gebeten. Grund für Grindels Schreiben war ein vorangegangener öffentlicher Auftritt Infantinos in der Türkei, bei dem der FIFA-Chef den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan traf und den deutschen Konkurrenten in höchsten Tönen gelobt hatte.

Der Ablauf der Özil-Erdogan-Affäre in Zitaten

Zur Galerie
Anzeige

Harsche Atwort von Infantino auf Grindel-Brief

Nach Spiegel-Informationen habe Infantino darauf äußerst harsch reagiert. „Erst einmal muss ich meine Überraschung und Enttäuschung über den Ton und den Inhalt Ihres Briefes zum Ausdruck bringen. Bevor man solch einen Brief schickt, würde ich es persönlich für angemessener halten, in eine direkte Diskussion einzusteigen, umzu erfahren, was wirklich passiert ist und um zu vermeiden, sich allein auf Vorwürfe in den Medien zu stützen“, zitierte das Nachrichtenmagazin aus dem Antwortschreiben des FIFA-Präsidenten.

Infantino gehört zwar nicht zu den 17 Wahlmännern der UEFA-Exekutive. Laut Spiegel wird der Schweizer im Entwurf einer von der PR-Agentur Burson-Marsteller für den DFB erstellten Kampagnenstrategie jedoch als „key influencer“ (Hauptmeinungsmacher) aufgelistet.

Böses Blut zwischen Grindel und Infantino gibt es offenbar aber nicht (mehr): Beide Seiten hätten ihre Differenzen mittlerweile aber bei einem Treffen ausgeräumt, sagte der Deutsche Fußball-Bund am Freitag auf dpa-Anfrage.


Hier abstimmen: 3. Spieltag der Bundesliga


Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus aller Welt