07. Februar 2019 / 16:26 Uhr

Grizzlys nur noch Plüschbärchen: Wolfsburgs Eishockey-Erstligist drohen Negativ-Rekorde

Grizzlys nur noch Plüschbärchen: Wolfsburgs Eishockey-Erstligist drohen Negativ-Rekorde

Jürgen Braun
Foto; Boris Baschin, Wolfsburg,SPORT, Eishockey, Grizzlys Wolfsburg - Nürnberg Ice Tigers, 12.10.2018,
Es will einfach nicht laufen: Den Grizzlys Wolfsburg droht eine Saison der Negativ-Rekorde © Boris Baschin
Anzeige

Dreimal Vizemeister - doch nun droht Wolfsburgs Eishockey-Erstligist die schlechteste Saison aller Zeiten. Nur noch sieben Partien haben die Grizzlys Zeit, einige Negativ-Rekorde zu vermeiden.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Drei Siege in Folge, danach einige weitere ordentlich geführte Partien, aber vier Niederlagen – den Grizzlys Wolfsburg sollte die gerade laufende Spielpause gelegen kommen, um die Akkus aufzuladen. Damit sie vielleicht noch ein Rekord-Desaster im Eishockey-Oberhaus verhindern. Denn die Grizzlys brüllen nicht mehr. Sie sind nur noch zum Heulen. Die Grizzlys sind Plüschbären geworden, es drohen mehrere Negativ-Rekorde – mehr Teddybärchen geht kaum.

Letzer am Ende war man noch nie

Theoretisch ist das Erreichen der Play-Offs immer noch möglich. Naheliegender aber ist etwas anderes: der letzte Platz. Den haben die Grizzlys in ihren zwölf DEL-Spielzeiten zuvor noch nie nach dem letzten Spieltag bekleidet. Schwenningen liegt nur drei Punkte zurück, hat noch ein Heimspiel gegen das Team von Trainer Hans Kossmann, das seinerseits noch schwere Heimspiele gegen Mannheim (mit über 1000 Gästefans per Sonderzug) und Bremerhaven vor der Brust hat. Letzter am Ende – das wäre Negativ-Rekord Nummer 1.

Grizzlys Allstars

Ivan Ciernik: die rasende Dampfwalze. Er spielte nur eine Saison bei den Grizzlys, hatte schon einen neuen Mehrjahres-Vertrag, aber Wolfsburg keine DEL-taugliche Halle mehr. 30 Treffer schoss er 2004/05 im Zwangsabstiegs-Jahr. Der Mann, der manchmal ein wenig teilnahmslos wirkte, war einer der gefährlichsten Stürmer, die  jemals in der Liga spielten. Wenn er antrat, war er kaum aufzuhalten. Für seine 248 DEL-Tore brauchte er nur 564 Partien, die er außerdem für Köln, Hannover und Augsburg absolvierte. Zur Galerie
Ivan Ciernik: die rasende Dampfwalze. Er spielte nur eine Saison bei den Grizzlys, hatte schon einen neuen Mehrjahres-Vertrag, aber Wolfsburg keine DEL-taugliche Halle mehr. 30 Treffer schoss er 2004/05 im Zwangsabstiegs-Jahr. Der Mann, der manchmal ein wenig teilnahmslos wirkte, war einer der gefährlichsten Stürmer, die  jemals in der Liga spielten. Wenn er antrat, war er kaum aufzuhalten. Für seine 248 DEL-Tore brauchte er nur 564 Partien, die er außerdem für Köln, Hannover und Augsburg absolvierte. ©
Anzeige

So wenig Punkte wie noch nie drohen

Die Grizzlys punkten so schlecht wie noch nie. Hier droht Minus-Rekord Nummer 2. Momentan stehen sie bei 0,980 Punkten pro Partie. Ihr Tiefstwert stammt aus der Saison 2007/08 (0,982). Holt Wolfsburg aus den verbleibenden sieben Spielen nicht mindestens sieben Punkte, wird die Saison 2018/19 die punktschwächste der Grizzlys-DEL-Geschichte.

Höchster Gegentorschnitt bahnt sich an

Tiefpunkt Nummer 3 winkt bei den Gegentoren. 202 wie 2007/08 werden die Wolfsburger wohl am Ende nicht kassiert haben, denn damals gab es 56 Saisonpartien. Durchschnittlich die meisten Gegentore pro Spiel hatte es dennoch gesetzt, nämlich 3,61 im Schnitt. Im Moment liegt Wolfsburgs Gegentorschnitt bei 3,64 – da droht Tiefstwert Nummer 3.

Mehr zu den Gizzlys Wolfsburg

Abschlussschwächer waren die Grizzlys noch nie

Und Tiefstwert Nummer 4 bahnt sich, nicht überraschend, bei den erzielten Toren an. Der steht bei 134 in der Saison 2004/05 (Schnitt 2,57). Sieben Spiele vor Schluss der laufenden Serie haben die Grizzlys erst 109 Treffer erzielt und damit nur 2,42 pro Partie.

Zuschauerzahlen erstaunlich gut

Immerhin: Der Zuschauerzuspruch ist gut. Wahrscheinlich werden die Grizzlys ihn dank der noch folgenden lukrativen Heimspiele gegen Mannheim und Bremerhaven auf über 2800 schrauben. Im Moment liegt der Schnitt bei 2749 und damit nur 4 unter der Bestmarke von 2753 aus der Vorsaison. Ohne Play-Offs – stark. Statistisch ebenfalls positiv: Es wird nicht die mieseste Punktzahl herausspringen, die je ein Team in Wolfsburgs DEL-Zeit erzielte. Denn diese Minusmarke halten die Füchse Duisburg (35).

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Wolfsburg/Gifhorn
Sport aus aller Welt