04. Januar 2019 / 22:00 Uhr

Grizzlys unterliegen Krefeld mit 4:5 n. V.

Grizzlys unterliegen Krefeld mit 4:5 n. V.

Jürgen Braun
Grizzlys Wolfsburg gegen Krefeld
Krefeld jubelt: Die Gäste gewannen gestern das Schlüsselspiel im Kampf um den letzten Play-Off--Platz mit 5:4 n. V. in Wolfsburg. © Boris Baschin
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Es war eine Art K.o.-Spiel, es ging um die vielleicht letzte Chance, in den Kampf um einen Play-Off-Platz eingreifen zu können - und die Grizzlys Wolfsburg nutzten sie nicht, unterlagen dem direkten Konkurrenten Krefeld Pinguine mit 4:5 (0:1, 3:2, 1:1) nach Verlängerung. Sebastian Furchner (2), Spencer Machacek und William Wrenn trafen für Wolfsburg.

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Ansage von Fliegauf fruchtet erst mal nicht

Die Grizzlys haben nun 14 Punkte Rückstand auf den Play-Off-Platz, ein frühes Saisonende Anfang März ist damit praktisch sicher. Erstmals nach zehn Jahren dürften die Wolfsburger die Endrunde um die Meisterschaft verpassen. "Wir haben den Jungs in aller Deutlichkeit klargemacht, welche Bedeutung dieses Spiel und das Wochenende haben", sagte Grizzlys-Manager Charly Fliegauf vor dem Spiel. Vor 2650 Zuschauern machten die Grizzlys erst mal nicht den Eindruck, als ob die Botschaft bei ihnen angekommen wäre. Sie wirkten einen Tick zu zaghaft, legten nicht die Entschlossenheit an den Tag, die angesichts der Ansage und der Situation zu erwarten gewesen wäre. Dabei hatten die Gastgeber sogar einen guten Start, Dan Sparre und Petr Pohl, die jeweils nur die Schulter von Krefelds Keeper Dimitri Pätzold trafen, hatten Pech. Wenn allerdings die Gäste mal kamen, wirkten sie druckvoller und heiß auf den Rebound. Wie bei ihrem 1:0, als sie mit mehreren Schüssen Druck aufbauten. Zwar hatte Wade Bergman den Puck vor dem Treffer ins Gesicht bekommen, war damit kurz orientierungslos, doch der Treffer fiel dennoch zu billig. Dass der Puck nach Jacob Berglunds Schuss von Cole Cassels' Schlittschuh den Weg ins eigene Netz fand, war die Krönung. Die Grizzlys berappelten sich, Aubin fälschte einen Karachun-Schuss ab - knapp vorbei.

Grizzlys Wolfsburg gegen Krefeld - 4. Januar 2019

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Grizzlys Wolfsburg gegen Krefeld ©
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Grizzlys mit Blitzwende

Ob Fliegaufs Ansage mit Verspätung Wirkung zeigte oder eine weitere in der Kabine oder, ob es der Mut der Verzweiflung war? Krefeld ging nur 62 Sekunden nach Beginn des zweiten Drittels in Führung, doch dann bekam Wolfsburgs Anhang endlich mal was geboten. Nur 39 Sekunden nach dem 0:2 verkürzte Machacek nach Jeremy Welshs gutem Zuspiel, weitere 22 Sekunden später überlistete Furchner Pätzold mit der Rückhand zum 2:2. Und das zweite Drittel war keine fünf Minuten alt, da stand es 3:2. William Wrenn hatte ganz cool abgestaubt. Sein erstes Tor für die Grizzlys, die nun endlich voll da waren. Doppelt ärgerlich: In Überzahl schaffte Phillip Bruggisser, der DEL-Spieler mit dem härtesten Schlagschuss, bei einer Kostprobe seines Könnens den Ausgleich zum 3:3. Und Jeremy Welsh (38.) scheiterte nach gutem Move durch Krefelds Abwehr an Pätzold.

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Coach Kossmann: "Die Bahn Richtung Play-Offs ist abgefahren"

Im Schlussdrittel baute Grizzlys-Coach Hans Kossmann um. Valentin Busch bekam weniger Eiszeit. Im zunehmend umkämpften Spiel mussten die Gastgeber irgendwie den Sieg erzwingen. Und sie kämpften. Sie arbeiteten eine Unterzahl nach unnötigem Foul von Brent Aubin ab, dann erzwangen sie die Führung. Buchstäblich irgendwie. Kapitän Furchner lupfte den Querpass von Welsh und der Puck fand den Weg über Pätzold zum 4:3 ins Netz. Doch es reichte nicht. Berglund (58.) nutzte Costellos Traumpass durch die Mitte zum späten 4:4. Diese Blöße hätte sich die Defensive nicht geben dürfen. In der Verlängerung sicherte Daniel Pietta den Gästen noch den Zusatzpunkt, aber Wolfsburg hätte ohnehin einen glatten Sieg gebraucht, um seine Minimalchance zu wahren. Coach Kossmann war sauer über den Alleingang zum 4:4-Ausgleich und stellte fest: "Die Bahn in die Play-Offs ist abgefahren." Ohne Wolfsburg.

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