06. Januar 2019 / 19:13 Uhr

Grizzlys verlieren in Schwenningen, verhindern aber die rote Laterne

Grizzlys verlieren in Schwenningen, verhindern aber die rote Laterne

Jürgen Braun
Foto; Boris Baschin, Wolfsburg, SPORT, Eishockey, Grizzlys Wolfsburg - Schwenningen, 23.11.2018,
Gekämpft, aber wieder verloren. Die Grizzlys. © Boris Baschin / Archiv
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Durch eine kleine Aufholjagd verhinderte Eishockey-Erstligist Grizzlys Wolfsburg am Sonntag den Sturz ans Tabellenende. Beim Letzten Schwenninger Wild Wings gab es eine Niederlage mit 2:3 (0:2, 1:0, 1:0) nach Penaltys, aber einen Punkt, mit dem Schwenningen auf Distanz gehalten wurde. Sebastian Furchner erzielte beide Wolfsburger Tore.

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Wolfsburg im ersten Drittel behäbig

Es war das Duell der Verlierer, der Vergleich der schlechtesten DEL-Teams. Und so sah das dann auch aus. Die Partie war schwach. Schwenningen, das die rote Laterne an Wolfsburg loswerden konnte, wirkte zielstrebiger, Wolfsburg lange Zeit behäbig, passiv. Und obendrein passierten viele Fehler. Einen nutzte Stefan Giliati, der völlig allein gelassen worden war, während Armin Wurm und Jeremy Dehner zu zweit hinter dem Tor Andre Hult attackierten und ihn trotzdem nicht am Pass hindern konnten. Zwei Verteidiger auf einen Mann hinters Tor - dass das nicht geht, "lernt man schon bei den Schülern", so Manager Charly Fliegauf. In Unterzahl fing sich Wolfsburg noch das 0:2, Phil McRae konnte den Rebound unbedrängt verwerten.

Grizzlys Wolfsburg gegen Krefeld - 4. Januar 2019

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Grizzlys Wolfsburg gegen Krefeld ©
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Die Grizzlys im zweiten Drittel besser

Wolfsburg war 20 Minuten schlecht gewesen, fing sich dann, brachte mehr Scheiben zum Tor. Unter anderem Jason Jaspers (24.) und Dan Sparre (25.) fanden in Dustin Strahlmeier, dem Schwenninger Torwart, ihren Meister. Brent Aubin (34.) hatte ihn schon fast ausgezockt, im Spagat parierte der Keeper aber auch hier. Jeremy Welsh traf noch den Pfosten, auf der anderen Seite allerdings hatte Anthony Rech zuvor nur die Latte getroffen und Jerry Kuhn im Wolfsburger Tor gegen McRaes Alleingang glänzend reagiert. In einem Übezahlspiel kurz vor der zweiten Pause machten die Grizzlys viel richtig, doch nun hatten sie auch kein Glück. Strahlmeier war mehrfach zur Stelle. Aber: Direkt im Anschluss ans Überzahlspiel kam noch ein Schuss von der blauen Linie, Furchner fälschte zum 1:2-Anschluss ab. Den hatten sich die Wolfsburger mittlerweile verdient.

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Fuurchner vollendet Doppelpack

"Wir waren im ersten Drittel zu langsam", versprach Welsh den Gastgebern in der zweiten Drittelpause noch einen heißen Tanz im Schlussabschnitt. Die Grizzlys versuchten es in der Tat weiter, machten Druck, hatten Chancen. Aber die hatte Schwenningen auch. Etwa durch Hult (45.), der nur die Latte traf. Wolfsburgs Bemühen war oft Stückwerk und unstrukturiert, dazu gab es weiter Fehlpässe. Doch weil die keineswegs besseren Gastgeber ihre dicken Chancen nicht nutzten, bekamen sie die Quittung von den zunehmend aktiveren Gästen. Aus spitzestem Winkel glich Furchner (50.) aus. Nun waren die Grizzlys die rote Laterne, die sie bis dahin hatten, wieder los. Und wurden selbstbewusster. Furchner hatte das 3:2 in einem Überzahlspiel auf dem Schläger, Strahlmeier rettete erneut. Wolfsburg drückte, bot aber auch etwas an. Nach einem Riesenpatzer von Jeff Likens verpasste Giliati das 3:2 für Schwenningen. Nach regulärer Zeit war schon klar: Schwenningen bleibt Letzter. Auch in der Verlängerung war Wolfsburg dem Sieg näher, blieb aber glücklos. Im Penaltyschießen wurden zwölf Schützen gebraucht.Ville Sopanen mit dem zweiten Schwenninger Treffer entschied, für die Grizzlys hatte nur Jaspers einen Penalty verwandelt.

Fliegauf kündigt "unangenehme Gespräche" an

Die Play-Off-Teilnahme haben die Wolfsburger Offiziellen abgehakt. Fliegauf meinte: "Mit den Play-Offs beschäftige ich mich nicht." Er schaue darauf, wie sich die Akteure präsentieren. Schon vor längerer Zeit hatte er angekündigt, dass er auch bereit sei, laufende Verträge aufzulösen. Kandidaten dafür gibt es theoretisch einige, auch zur Vertragsverlängerung bieten sich nicht viele an. "Wir wissen, dass wir umstrukturieren müssen. Es wird einige unangenehme Gespräche geben", so der Manager. Vielleicht kann der eine oder andere ihn noch umstimmen, die Zeit dafür ist aber knapp. Fliegauf: "Wir können nach wie vor besser Eishockey spielen und das verlange ich von jedem Einzelnen."

Raabe half Wolfsburgs DNL-Team

Wolfsburgs Nachwuchstalent Steven Raabe war gestern bei den Profis spielfrei. Für die wird er meist als Verteidiger eingesetzt, am Samstag war er mal wieder in seinem Stammteam, den U-20-Junioren in der DNL III, gefragt. Im Schlüsselspiel bei den Moskitos Essen schoss der gelernte Angreifer ein Tor und bereitete drei vor, Wolfsburg gewann 6:3 und liegt nun nur noch einen Zähler hinter Spitzenreiter Essen. Raabe (17) ist im DNL-Team ein Topscorer.

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