02. Oktober 2018 / 10:25 Uhr

Grizzlys Wolfsburg in der Krise: Wer nicht mitzieht, muss zugucken

Grizzlys Wolfsburg in der Krise: Wer nicht mitzieht, muss zugucken

Jürgen Braun
Bei den Grizzlys Wolfsburg ist aktuell der Wurm drin.
Bei den Grizzlys Wolfsburg ist aktuell der Wurm drin. © Boris Baschin
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Bei Eishockey-Erstligist Grizzlys Wolfsburg läuft es nicht. Die Pleite am Sonntag in Krefeld war die fünfte binnen sechs Partien, obendrein nach 3:0-Führung. Das brachte das Fass zum Überlaufen. Manager Charly Fliegauf redete Tacheles und ließ seine geplante Geburtstagsfeier sausen. 

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Der Sportdirektor des Eishockey-Bundesligisten erwartet eine Reaktion, bereits am Mittwoch (19.30 Uhr) im Spiel beim ERC Ingolstadt. Es gibt klare Ansagen. Fliegauf: „Wenn jetzt noch irgendeiner den Schuss nicht gehört hat, dann wird es knallen!“ Eigentlich hatte sich Fliegauf (wurde am Montag 58) in Karlsruhe mit der Gattin bei Tochter und Enkelkind treffen wollen. Er sagte ab. Die Grizzlys gingen vor.

"Werden nicht in Aktionismus verfallen"

Mit dem Trainerstab entwickelte er Strategie und Ansage für die nächsten Partien. Fliegauf: „Ich habe halt in der Saison Geburtstag, es ist nicht das erste Mal, dass die Umstände nicht zum Feiern passen. Ich habe umdisponiert. Es war wichtiger, im Büro zu sein.“ Dort sprach er gestern mit dem Trainergespann. Tenor: „Defensiv stabilisieren, das ist die Basis von allem.“ Und: Voller Einsatz von jedem. Der fehle bei vielen Spielern. Fliegauf: „In Aktionismus werden wir nicht verfallen, aber es ist auch klar: Ich bin nicht einverstanden mit dem Angebotenen.“

Diese acht Spieler mit Import-Lizenz haben die Grizzlys derzeit im Einsatz:

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Bei fehlendem Einsatz droht die Tribüne

Der Plan: Neustart. Alles was in Krefeld und vorher war, soll in Krefeld bleiben, die Grizzlys nehmen am Mittwoch einen neuen Anlauf. „Jeder bekommt seine Chance, sich zu zeigen“, sagt der Manager. Auch die Förderlizenzspieler Valentin Busch und Eric Valentin sind nun mit dabei. Wer nicht mitziehe, müsse damit rechnen, sich auf der Tribüne wiederzufinden, auch wenn Platz im Kader sei.

Der eine oder andere schaffte es, seine Rolle auszufüllen, teils sogar über alle Erwartungen. So liegt etwa Christoph Höhenleitner in derPlus-Minus-Wertung bei starken +5, aber andere hängen total durch.

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Fliegauf will "nichts Außergewöhnliches" sehen

Die Grizzlys übrigens schwächeln nicht erst in dieser Saison. Aus den 18 letzten Punktspielen der vergangenen Saison hatte es auch nur sechs Siege und 17 Punkte gegeben. Mit Tyler Haskins, Mark Voakes fehlten da auch über weite Strecken Mittelstürmer – so wie jetzt. Trotzdem sei die Situation nicht vergleichbar, es gebe noch genug Akteure, die in der Lage seien, Verantwortung zu übernehmen. Fliegauf: „In Ingolstadt will ich etwas sehen. Und zwar nichts Außergewöhnliches. Die Mannschaft soll ihr Spiel einfach halten, Einsatz zeigen, Fehler vermeiden.“

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