29. November 2018 / 07:22 Uhr

Quo vadis, Grizzlys Wolfsburg? Das sagen der Manager und der Aufsichtsrats-Chef

Quo vadis, Grizzlys Wolfsburg? Das sagen der Manager und der Aufsichtsrats-Chef

Jürgen Braun
Wohin bloß führt der Weg der Grizzlys Wolfsburg, scheint sich auch Spieler Daniel Sparre zu fragen.
Wohin bloß führt der Weg der Grizzlys Wolfsburg, scheint sich auch Spieler Daniel Sparre zu fragen. © Michael Täger
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Es läuft alles andere als rund bei den Grizzlys Wolfsburg - ein Play-Off-Platz ist in weiter Ferne. Manager Charly Fliegauf und Aufsichtsrats-Chef Klaus Mohrs beziehen im Gespräch mit dem SPORTBUZZER Stellung und blicken auch in die Zukunft.

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Die Grizzlys Wolfsburg liegen am Boden, sind schlecht wie noch nie. Und angesichts ihrer ungeheuren Personalnot scheint eine Aufholjagd Richtung angepeiltem Play-Off-Platz ausgeschlossen. Das sagen Manager Charly Fliegauf und Aufsichtsrats-Chef Klaus Mohrs, Wolfsburgs OB, zur Lage und zur Zukunft bei dem Klub, der erstmals nach zehn Jahren die Endrunde verpassen dürfte.

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Die Stimmung nach der 2:6-Niederlage in Augsburg: „Coach Hans Kossmann hat eine Ansage gemacht, deutlich, aber nicht laut“ verrät Fliegauf. Tenor: „Jeder muss mehr in seine Arbeit investieren, um sie richtig zu machen.“ Dabei seien auch Spieler direkt angezählt worden. Fliegauf: „Das macht man nicht so oft, schadet aber nicht.“

Play-Offs: „Da wo wir stehen, muss man darüber nicht sprechen“, so der Manager.

"Die Spieler sind Profis, sie müssen ihren Job machen"

Die Forderungen ans Team: „Es geht darum, ehrliche Arbeit abzuliefern“, sagt Fliegauf. „Die Fans haben noch viel Verständnis für unsere Situation, aber je öfter wir solche Leistungen wie in Nürnberg und Augsburg abliefern, desto mehr ärgern sie sich. Doch die Spieler sind Profis, sie müssen ihren Job machen. Wir erwarten die Basics.“

Mohrs sagt: „Es ist eine absolut vertrackte Situation. Eine hohe Verletzungsdichte, Misserfolgserlebnisse – aber man darf trotzdem nicht nach drei Minuten 0:2 hinten liegen. Auch nicht mit einem kleinen Kader.“

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Was die Grizzlys in dieser Saison noch erreichen können: „Wir müssen aufs Eis bringen, wofür wir stehen, auch in dieser Situation zeigen, dass wir für etwas stehen: Und das ist Arbeit, Leidenschaft, Zusammenhalt. Jeder für sich muss in seinem Bereich alles reinhauen. Eishockey besteht aus Eins-gegen-Eins-Zweitkämpfen, da wollen wir die hundertprozentige Bereitschaft haben, die zu führen und gewinnen zu wollen. Außergewöhnliches verlangen wir nicht“, sagt Fliegauf.

"Wir schenken die Saison nicht einfach ab"

„Als Aufsichtsrat erwarten wir ein deutliches Aufbäumen, dass die Mannschaft Spaß am Eishockey zeigt und in Wolfsburg noch gutes Eishockey zeigt. Auch für die Fans“, sagt Mohrs.

Weitere Verpflichtungen wegen der großen Personalnot: „Das war und bleibt das Ziel. Wir schenken die Saison nicht einfach ab, betont Manager Fliegauf. „Das ist ein Zeichen an die Mannschaft. Wir wollen, dass möglichst gutes Eishockey gespielt werden kann“, so Mohrs.

Kris Foucault (M.) kommt nach einer Gehirnerschütterung nicht auf die Beine. Zur Galerie
Kris Foucault (M.) kommt nach einer Gehirnerschütterung nicht auf die Beine. ©
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Die Zukunft: Der Aufsichtsratschef sagt: „Die Mannschaft ist in der Verantwortung, als Aufsichtsrat haben wir volles Vertrauen in die Geschäftsführung und die sportliche Leitung.“ Mohrs weiter: „Für den Hauptsponsor ist so eine sportliche Misere nicht schön, aber VW hat gelernt, langfristig zu denken. Auch beim Fußball gab es schwierige Phasen. Solche Seuchen-Situationen gehören zum Sport.

"Ich scheue mich nicht, einen Neuaufbau mit 20 Neuen zu machen"

Fliegauf sagt: „Die Spieler können mit sich selber nicht zufrieden sein. Ich erwarte, dass sie um ihre Zukunft kämpfen.“ Und er meint damit die Zukunft in Wolfsburg oder anderswo. In dieser Krise zeige sich, wer mitziehen wolle. „Verträge sind mir egal“, würde er nicht davor zurückschrecken, Kontrakte aufzulösen. „Ich scheue mich nicht, einen Neuaufbau mit 20 Neuen zu machen.“ Der erfahrene Manager gibt zu: „So eine Situation, wie wir sie haben, ist für mich Neuland, aber das ist auch etwas, woraus man lernen kann.“

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