11. Januar 2019 / 21:49 Uhr

Grizzlys Wolfsburg nach 0:5 gegen Nürnberg Letzter im Eishockey-Oberhaus

Grizzlys Wolfsburg nach 0:5 gegen Nürnberg Letzter im Eishockey-Oberhaus

Jürgen Braun
Foto: Boris Baschin, Wolfsburg,     Sport, Eishockey, Grizzlys Wolfsburg - Nürnberg Ice Tigers, 11.01.2019,
Die sechste Niederlage in Folge: Hier kassieren die Grizzlys Wolfsburg das 0:2 beim späteren 0:5 gegen Nürnberg. © Boris Baschin
Anzeige

Die Ergebnis-Talfahrt ging weiter. Mit 0:5 (0:2, 0:2, 0:1) bezog Eishockey-Erstligist Grizzlys Wolfsburg am Freitag vor 2300 Zuschauern gegen Nürnberg die sechste Pleite in Folge und die höchste Heimniederlage der Saison. In der Tabelle geht es nicht mehr tiefer. Wolfsburg ist durch den gleichzeitigen Schwenninger Sieg nun Letzter in der DEL.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Wochenlang hatten alle Wolfsburger davon gesprochen, dass der Kampf um die Play-Offs noch nicht vorbei ist. Am vergangenen Sonntag, nach den Niederlagen vier und fünf in Folge, hatte Coach Hans Kossmann dann öffentlich festgestellt, dass die Bahn in die Play-Offs abgefahren sei. Vielleicht war es kein gutes Signal, vielleicht wollte er so aber auch nur den Druck von seinen Spielern nehmen. Am Spiel seiner Schützlinge änderte sich nichts. Es sah so aus wie fast immer. Defensiv regelmäßig unsortiert. Meist unorganisiert und zusammenhanglos in der Offensive. Bemüht, aber harmlos. Und noch harmloser in Überzahl. Aber das ist beim schlechtesten Powerplay-Team der Liga ja auch nichts Neues.

Mehr zu den Grizzlys Wolfsburg

Kuhn wird zum 0:1 im kurzen Eck überrascht

Für die Gäste ging es noch um Platz zehn, den letzten Play-Off-Rang, für die Grizzlys eher darum, die Saison nicht als Letzter zu beenden. Dafür war erstaunlich wenig Feuer drin. Zumal die Nürnberger die Partie als "Spiel des Jahres" für sich ausgerufen hatten. Wie sich im Nachhinein herausstellte, mussten sie auch nicht mehr tun. Die Partie war mau im ersten Drittel. Für Wolfsburg versuchte es Petr Pohl (1.) mal, der vor der Partie vor den Kameras von MagentaTV vollmundig ein Tor von sich versprochen hatte. Später versuchte er es noch zweimal mit dezent eigennützig wirkenden Gewaltschüssen. Auf der anderen Seite prüfte Will Acton (2.) Grizzlys-Schlussmann Jerry Kuhn. Danach hatte Wolfsburg 36 Sekunden Überzahl, sah sich nach zwei eigenen Strafen plötzlich in Unterzahl. Es passierte nicht viel. Nürnberg hatte mehr vom Spiel, wurde kaum gefährlich. Wolfsburg konnte sich selten festsetzen, fiel einmal auf - als Alexander Karachun den Nürnberger Goalie Niklas Treutle aus Nahdistanz prüfte. Die Führung der Gäste fiel aus dem Nichts: Brandon Buck überwand Kuhn aus extrem spitzen Winkel. Immer mal wieder Torwart-Patzer - auch das nichts Neues bei den Grizzlys. In Überzahl legte Chris Brown (20.) das 2:0 nach, reagierte bei einem Abpraller gedankenschnell - und schneller als Armin Wurm.

Grizzlys Wolfsburg gegen Nürnberg Ice Tigers, 11. Januar 2019. Foto: Boris Baschin Zur Galerie
Grizzlys Wolfsburg gegen Nürnberg Ice Tigers, 11. Januar 2019. Foto: Boris Baschin © Boris Baschin
Anzeige

Pfiffe für die Grizzlys nach dem zweiten Drittel

Die Grizzlys sind nicht gut, aber bei allen Unzulänglichkeiten - Selbstaufgabe sind ihre Vorstellungen nicht. Auch gegen Nürnberg blockten sie Schüsse und erneut rannten sie nach einem 0:2-Rückstand an. Doch wenn es nicht läuft, fehlt bekanntlich auch das Glück. Jasons Jaspers (25.) bekam die Scheibe nicht an Treutle nach dessen kapitalen Patzer vorbei. Jeremy Dehner (29.) traf die Latte aus der Distanz, Cole Cassels bei seinem Alleingang auch. Die Gastgeber mühten sich im Powerplay, fingen sich vor der immer ruhiger werdenden Kulisse von 2300 Fans die ersten Pfiffe ein. und dann noch das 0:3 (34.). Torschütze Leo Pföderl war gerade von der Strafbank gekommen. Pföderl (39.) legte noch das 4:0 für die Gäste nach. Zur zweiten Pause gab es - was selten ist in Wolfsburg - reichlich Pfiffe.

Höchste Heimniederlage der Saison

Der Schlussabschnitt plätscherte dahin, ja, es quälte sich dem Ende entgegen. Von Nürnberg gab es für die Grizzlys dann aber noch einmal Anschauungsunterricht in Sachen Überzahl. Acton (49.) markierte das 0:5, womit nur zwei Wochen nach der höchsten Auswärtsniederlage überhaupt (1:8 in Bremerhaven; 1:8 hatten die Grizzlys aber früher schon zweimal verloren) die höchste Heimniederlage der Saison feststand. Zum dritten Mal in dieser Spielzeit blieben die Wolfsburger zudem ohne Heimtor. Die Wolfsburger mussten nach Spielende ungewohnt deutliche Missfallensbekundungen der Fans über sich ergehen lassen.

Höhenleitner wieder dabei

Christoph Höhenleitner gab gegen Nürnberg nach überstandener Gehirnerschütterung sein Comeback für die Grizzlys. „Wir werfen ihn mal rein“, so Manager Charly Fliegauf. Höhenleitner, der auch hinten spielen kann, war als Verteidiger aufgeboten. Nachwuchsspieler Steven Raabe hatte frei, soll am Samstag die U20 in der DNL III verstärken. Nächste Woche wird das Comeback von Gerrit Fauser (ebenfalls nach Gehirnerschütterung) erwartet. Düster sieht es bei Kris Foucault aus. Er kommt nicht voran, fliegt wegen der Gehirnerschütterung, die ihn seit Anfang Oktober stoppt, wieder in die USA zu einem Spezialisten.

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Wolfsburg/Gifhorn
Sport aus aller Welt