27. November 2018 / 21:53 Uhr

Grizzlys Wolfsburg verlieren 2:6 in Augsburg - Höhenleitner verletzt

Grizzlys Wolfsburg verlieren 2:6 in Augsburg - Höhenleitner verletzt

Jürgen Braun
Steven Raabe von den Grizzlys Wolfsburg vor dem Spiel zwischen den Grizzlys Wolfsburg und den Schwenninger Wild Wings am 23.11.2018 in Wolfsburg, Deutschland. (Foto von Marco Leipold/City-Press GbR)
War erneut ein Lichtblick im dunklen Grizzlys-Tal: Steven Raabe. © City-Press GbR
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Nicht konkurrenzfähig, wie ein Abstiegskandidat! So präsentierten sich die Grizzlys Wolfsburg auch am Dienstag im Eishockey-Oberhaus. Das DEL-Spiel bei den Augsburger Panthern ging mit 2:6 (0:5, 1:0, 1:1) verloren. Daniel Sparre und Jeremy Dehner trafen für Wolfsburg.

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Gut, dass es keinen Absteiger gibt

Gut: Es gibt keinen Absteiger. Die Play-Offs können die gebeutelten Grizzlys jetzt aber praktisch abschreiben, das neue Saisonziel könnte lauten: Nicht Letzter werden!Drei Punkte Vorsprung vor dem Schlusslicht Schwenningen haben die Grizzlys noch, der Rückstand auf die Play-Off-Plätze beträgt mindestens 13 Punkte, wenn der Spieltag am Mittwoch beendet ist. Das Team von Coach Hans Kossmann musste in Augsburg wieder auf etliche Akteure verzichten: Verteidiger William Wrenn sowie die Stürmer John Albert, Corey Elkins, Kris Foucault, Nick Latta, Alexander Weiß und Marcel Ohmann sind verletzt. Kaum hat das Spiel begonnen, da ist es auch schon verloren. Das war in Nürnberg am Sonntag so gewesen, so kam es für die Grizzlys auch in Augsburg. Es dauerte nur fünf Minuten länger als zwei Tage zuvor. In Nürnberg war nach knapp drei Minuten mit dem 2:0 alles vorbei gewesen, in Augsburg dauerte es sechs Minuten und drei Sekunden bis zum 2:0.

Jeder Schuss ein Tor

Erneut waren gleich die ersten Schüsse drin - Keeper David Leggio, der in Nürnberg nach dem 0:2 Jerry Kuhn abgelöst hatte, konnte nichts dafür. Eher müssen sich seine Vorderleute fragen, was sie da getrieben hatten. Erst hatte Marius Möchel eine Strafe kassiert, die überflüssig war. Die Überzahl wurde von den Gastgebern prompt genutzt, Björn Krupp ließ dabei dem Torschützen viel zu viel Raum im Slot. Eineinhalb Minuten später das Gleiche: Pass von hinter dem Tor, Möchel passt nicht auf, freier Schuss, den Leggio noch pariert - gegen den Abstauber, errneut von Matt Fraser, ist er machtlos. Ebenfalls machtlos in dieser Szene: Youngster Steven Raabe. Der 17-jährige Stürmer agierte in seinem vierten DEL-Spiel als Verteidiger. Wolfsburg steckte nicht auf, hatte eine Chance durch Alexander Karachun (12.), die Markus Keller im Panther-Kasten abwehrte.Die Grizzlys bekamen eine Überzahlchance, hatten dabei einige Schüsse, aber alle waren zu ungenau. Wie es geht, zeigte Augsburg: Schnell rein ins gegnerische Drittel, Ablage, Schuss, Leggio hält, von rechts kommt der Nachschuss von einem völlig freien Daniel Schmölz - 3:0. Dass Christoph Ullmann beim 4:0 im Slot kaum zwei Meter vor Leggio völlig frei war - muss man es noch erwähnen? Das 5:0 fiel dann im ersten Drittel auch noch. Leggio, der wieder nichts machen konnte, war längst schon sichtlich sauer.

Nach 20 Minuten droht ein Debakel

Das erste Saisonduell der Kontrahenten hatte auch in Augsburg stattgefunden. Die Panther hatten es 6:0 gewonnen. Sollte es noch schlimmer kommen? Wolfsburg zeigte Charakter im Debakel, zerfiel nicht, agierte konzentrierter gegen nicht mehr mit letztem Willen agierende Gastgeber. Daniel Sparre verkürzte, danach wurde es heftig. Christoph Höhenleitner handelte sich wegen eines Checks von hinten gegen Scott Valentine eine Strafe ein, der Augsburger schlug Höhenleitner wütend ins Gesicht, der knallte aufs Eis, hatte anschließend eine Platzwunde und ging in die Kabine. Valentine bekam einen Fünf-Minuten-Strafe und den Ausschluss. Die Grizzlys hätten also drei Minuten Powerplay spielen können, doch Möchel leistete sich einen zu späten Check, da blieb von der Powerplay-Chance nicht mehr viel. Die Grizzlys hätten noch verkürzen können, Augsburg auch erhöhen - zumindest gestalteten die Gäste das zweite Drittel ausgeglichen.

Eishockey: Grizzlys Wolfsburg gegen die Kölner Haie

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Grizzlys auch im Schlussabschnitt ordentlich

Hätten sie nur mal so angefangen! Die Grizzlys verkauften sich bis zum Ende sehr, sehr ordentlich, wobei Augsburg sicher mit angezogener Handbremse agierte. Schlimm: Höhenleitner kam nicht mehr zurück aufs Eis. Möglicherweise hat es den Angreifer schlimmer erwischt, eine Gehirnerschütterung scheint nach seinem Aufprall mit dem Gesicht aufs Eis nicht ausgeschlossen. Erst vor zehn Tagen hatte Höhenleitner eine Verletzung am Hinterkopf erlitten. Die Partie war anonsten aber nicht mehr sonderlich intensiv, die Grizzlys trafen noch, Fraser vollendete einen Hattrick.

Glaube an die Play-Off-Teilnahme schwindet

Vor dem Spiel gegen Augsburg hatten wir in einer Umfrage noch einmal nachgehakt, wie groß euer Glaube an die Play-Off-Teilnahme der Grizzlys noch ist. Nicht mehr groß. Hatten direkt nach dem Trainerwechsel noch 80 Prozent geglaubt, dass es reichen wird, sank der Wert danach auf 40 Prozent. Inzwischen glauben nur noch 28 Prozent, dass es reicht, immerhin 27 Prozent halten das Erreichen der Play-Offs noch vielleicht für möglich. 45 Prozent glaubten vor dem Augsburg-Spiel, dass Wolfsburg es nicht mehr in die Play-Offs schafft.

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