dc5a-6uv28xwevoi157kbza6v_original Sagt seinen Ex-Kollegen für Sonnabend den Kampf an: Der Großaspacher Defensiv-Allrounder und ehemalige Holstein-Kapitän Marlon Krause (li.) © Imago
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Großaspach gönnt Holstein Kiel den Aufstieg

„Rohr frei“ in der Provinz - Wiedersehen mit Marlon Krause

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Akkreditierungswünsche der Medienvertreter in ungewohnt hoher Stückwahl, überdurchschnittlich starke Nachfrage nach Hotelzimmern in der Nähe der Mechatronik-Arena – ein derartiger Auftrieb ereignet sich in Aspach sonst nur, wenn Schlager-Star Andrea Berg zum alljährlichen Kult-Open-Air „Heimspiel“ bittet. Doch an diesem Sonnabend (13.30 Uhr/live im NDR) spielt die 50-Jährige in der guten Stube ihres Wohnortes nur eine Nebenrolle. Die mit 8000 Einwohnern kleinste Gemeinde der Dritten Liga bereitet sich auf Fußball-Historisches vor.Mit einem Sieg bei der SG Sonnenhof Großaspach, dem von Berg-Gatte und Sonnenhof-Hotel-Betreiber Uli Ferber gegründeten Klub, steigt der seit elf Spielen ungeschlagene Tabellenzweite Holstein Kiel nach 36-jähriger Abstinenz in die Zweite Liga auf. Bei einem Remis wird die Entscheidung um eine Woche auf das KSV-Heimspiel gegen Halle vertagt.

Zwei Punkte benötigen die Störche aus diesen beiden Partien zum Direktflug in den siebten Fußball-Himmel.„Die Gefühle haben Schweigepflicht.“ Auf Marlon Krause, Ex-Störche-Kapitän und aktueller Defensiv-Allrounder der SGSG, trifft diese Textzeile eines Berg-Mega-Hits nicht zu. Der 26-Jährige fiebert dem Duell mit seinen Ex-Kollegen entgegen. „Ich habe regen Austausch mit den Kielern Tim Siedschlag, Kenneth Kronholm oder Patrick Kohlmann. Da sind in meinen vier Jahren bei Holstein echte Freundschaften entstanden“, so Krause.Diese allerdings ruhen am Sonnabend. „Ich werde meine Jungs heiß machen. Die werden Schaum vor dem Mund haben“, flachst Krause und ergänzt: „Holstein wird aufsteigen. Die Jungs haben sich das in dieser Saison total verdient. Die Frage ist nur, wann? Denn in unserem letzten Heimspiel wollen wir die drei Punkte hier behalten.“Auch der seit Saisonbeginn das sportlicheZepter bei der SGSG führende Coach Oliver Zapel verspricht den Störchen ein heißes Tänzchen. „Rohr frei – wir feuern aus allen Lagen“, sagt der 49-Jährige, der im vergangenen Spieljahr in einem dramatischen Finale den SV Eichede in die Regionalliga geführt hatte.

dc5a-6uv28xs3u7b1dk2tva6v_original Die pure Leidenschaft: SGSG-Trainer Oliver Zapel attestiert seiner Mannschaft eine überragende Saisonleistung © Imago

Schon im Hinspiel hatte Zapel mit seinem Team den Kielern den Spaß verdorben und dank eines Last-Minute-Tores mit 2:1 gewonnen. Nur eine von zwei Heimniederlagen der KSV neben dem 0:1 gegen Osnabrück. Der VfL hatte die Nordlichter auch im Rückspiel mit 2:1 bezwungen. Eine Orientierung für Großaspach? „Nein“, so Zapel, „wir schauen nur auf uns“.Eine überragende Saison habe sein anfangs mit mehreren Drittliga-unerfahrenen Kickern bestücktes Team abgeliefert, teilweise „deutlich über dem Limit“ agiert. Auch im wirtschaftlichen Bereich stimmt der Kurs des Tabellenachten (51 Zähler) aus der Provinz.

Trotz eines Schnitts von nur 1550 Zuschauer pro Heimspiel schloss der Klub das Geschäftsjahr 2016 mit einem Überschuss in Höhe von 60000 Euro ab. Den Störchen wünscht Zapel derweil nach diesem Sonnabend nur das Beste, wähnt die Kieler sogar schon vor der endgültigen Entscheidung in Liga zwei: „Ein absolut verdienter Aufsteiger mit höchster Drittliga-Qualität in Defensive und Offensive. Als Exil-Schleswig-Holsteiner finde ich es klasse, wenn im Norden endlich die Fußball-Post abgeht.“

Region/Kiel 3. Liga Deutschland 3.Liga (Herren) Holstein Kiel (Herren) SG Sonnenhof Großaspach (Herren)

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