RB Leipzigs Marcel Halstenberg taucht gefährlich vor dem Koelner Tor auf.  RB Leipzigs Marcel Halstenberg taucht gefährlich vor dem Koelner Tor auf.  ©
RB Leipzigs Marcel Halstenberg taucht gefährlich vor dem Koelner Tor auf. 

Großer Kampf in Köln: RB Leipzig zittert sich zum vierten Saisonsieg

RB Leipzig kann auch ohne seine beiden Stars Naby Keita und Timo Werner gewinnen. Mit dem Sieg in der ereignisreichen Partie beim Schlusslicht Köln klettert das Hasenhüttl-Team in der Bundesliga auf den vierten Platz.

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Köln. Mit einem Erfolgserlebnis in die Länderspielpause: RB Leipzig gewinnt am Sonntagabend in einer umkämpften Partie beim Tabellenletzten 1. FC Köln knapp mit 2:1 (1:0). Sowohl Peter Gulacsi auf Leipziger Seite als auch Timo Horn im Kölner Kasten vereiteln mit ihren zahlreichen Paraden ein Torfestival.

Verteidiger Lukas Klostermann erzielt nach einer halben Stunde mit seinem ersten Bundesligatreffer die Führung. Stürmer Yussuf Poulsen trifft zehn Minuten vor Schluss zum 2:0. Der Anschlusstreffer der Kölner (83.) lässt die Gäste noch einmal zittern. Am Ende feiert Leipzig aber den vierten Saisonsieg. Zum Abschluss des siebenten Spieltags klettert der Vizemeister auf den vierten Tabellenplatz. Köln bleibt sieglos und Schlusslicht der Bundesliga.

Kölns Trainer Peter Stöger lobte seine Jungs trotz der Niederlage: "Gratulation an Leipzig. Ich habe ein tolles Fußball-Spiel gesehen. Wir haben den positiven Spirit vom Donnerstag mitnehmen können. Wir haben unsere Situationen nicht optimal ausgeschöpft. Die Jungs haben sich nicht hängen gelassen." Auch Ralph Hasenhüttl fand positive Worte: Es war ein unglaublich intensives Spiel. Beide Teams haben alles hereingeworfen. Das war beeindruckend! 13 Punkte nach dieser herausfordernden Phase ist mehr, als ich erwartet habe. Ich bin sehr stolz auf mein Team!"

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Konate feiert überraschendes Startelfdebüt

RB Leipzig bestreitet sein erstes Saisonspiel ohne Timo Werner – eine Blockade der Halswirbelsäulen-Muskulatur sowie des Kiefergelenkes plagt den Stürmer. Naby Keita fehlt rotgesperrt. Insgesamt nimmt Hasenhüttl vier Veränderungen im Vergleich zur 0:2-Niederlage am Dienstag in Istanbul vor. Yussuf Poulsen agiert statt Jean-Kevin Augustin im Sturm. Bruma darf hinter den Spitzen gemeinsam mit Emil Forsberg beginnen.

Die große Überraschung: Innenverteidiger Ibrahima Konate absolviert seine ersten Bundesligaminuten, dafür sitzt Kapitän Willi Orban auf der Bank. „Höchste Zeit, dass er mal seine Chance bekommt. Er ist ein großes Talent und jetzt gebe ich ihm die Möglichkeit zu zeigen, wie weit er schon ist“, sagt der RB-Coach vor dem Anpfiff.

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Halbzeitrekord

Köln spielt in den ersten Minuten nicht wie das Liga-Schlusslicht, traut sich im eigenen Stadion viel zu, gewinnt wichtige Zweikämpfe. Nach zehn Minuten das erste Zeichen der Gäste: Forsbergs Schuss rauscht übers Kölner Tor. Der schwedische Nationalspieler ist einer der Aktivposten – darf zum zweiten Mal in dieser Saison die Binde des Spielführers tragen.

Keeper Gulacsi bewahrt die Leipziger gleich zweimal nach Kopfbällen von Osako (14. und 18. Minute) vor einem erneuten Rückstand auf fremdem Rasen. Nach einer knappen halben Stunde trifft Marcel Halstenberg den Pfosten. Poulsen kann den abgeprallten Ball aus kurzer Distanz nicht verwerten. Die RB-Drangphase hält an. Der agile Bruma zu Sabitzer, der leitet die Kugel per Hacke weiter. Klostermann hält einfach drauf, 1:0.

Dabei ist Köln bis zur Leipziger Führung das bessere Team. Gulacsi zeigt einen starken Reflex, taucht nur zwei Minuten danach ab und hält die Null. Beide Mannschaften zeigen bis zur Pause noch einige gefährliche Strafraumszenen: Cordoba wird in letzter Sekunde vor dem RB-Kasten gestoppt. Auf der anderen Seite finden Forsberg und Bruma in Kölns Keeper Horn ihren Meister. Beim Gastgeber vergibt Jojic aus guter Position den Ausgleich. In der Summe sind es 23 Torschüsse beider Teams (9:14), neuer ligaweiter Saisonrekord für eine erste Halbzeit.

Direkt aus dem Auto: Kommentar von Guido Schäfer zum RB-Sieg in Köln

Pizarros Köln-Premiere

Hasenhüttl wechselt zur Halbzeit: Die zwei gelb vorbelasteten Konate und Demme müssen runter, dafür kommen Kevin Kampl und Konrad Laimer. Der zweite Durchgang beginnt so rasant, wie der erste aufgehört hat – mit guten Chancen für beide Teams. Kölns Stürmer Cordoba muss mit Oberschenkelproblemen nach 54 Minuten raus. Neuzugang Claudio Pizzaro wird unter frenetischem Applaus eingewechselt. Der 18-jährige RB-Verteidiger Upamecano bekommt es nun mit dem 38-jährigen ausländischen Rekordtorschützen der Liga zu tun.

Nur eine Minute danach zappelt der Ball im RB-Kasten. Doch Jojic steht beim Abschluss deutlich im Abseits. Poulsen ist erneut Verlierer im Duell gegen FC-Keeper Horn (63. Minute). Die Leipziger drängen auf die Entscheidung. Nach Sabitzer-Pass macht der dänische Nationalspieler per Kopf das 2:0. Doch Köln antwortet postwendend. Oskako bringt den Gastgeber mit einem Kopfballtreffer nur zwei Minuten später noch einmal ins Spiel (83. Minute). Es ist eine lange und zittrige Schlussphase.

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Die Statistik zum Spiel:

RBL: Gulacsi - Klostermann, Konate (46. Kampl), Upamecano, Halstenberg - Ilsanker, Demme (46. Laimer) - Sabitzer, Forsberg (C) - Poulsen, Bruma (90.+1Bernardo)

Köln: Horn – Klünter (86. Höger), Sörensen (68.Handwerker), Heintz, Rausch - Jojic, Özcan, Lehmann, Bittencourt – Cordoba (54. Pizarro), Osako

Tore: 0:1 Klostermann (30.), 0:2 Poulsen (80.), 1:2 Osako (83.)

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Region/Leipzig RB Leipzig RB Leipzig (Herren) 1. FC Köln 1. FC Köln (Herren) Fussball Bundesliga 1. FC Köln-RB Leipzig (01/10/2017 18:00)

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